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Celtic zündet Feuerwerk - Aberdeen erlebt grünes Inferno

Ein kalter Januarabend in Glasgow, 30.444 Zuschauer mit heißem Tee und noch heißerer Stimmung - und die Aberdeen Reds hätten sich vermutlich lieber einen anderen Termin ausgesucht. Celtic Glasgow ließ am achten Spieltag der 1. Liga Schottland nichts anbrennen und fertigte die Gäste mit einem historischen 6:0 (5:0) ab. Wer zu spät kam, hatte schon drei Tore verpasst - und das ist keine Übertreibung.

Schon in der dritten Minute zappelte der Ball im Netz. Antonio Simao, der Mann mit dem linken Zauberfuß, traf nach schöner Vorarbeit von Max MacLaine. Zwei Minuten später legte Vitorino Vaz nach, und in der achten Minute durfte auch Marcos Frechaut jubeln. "Ich dachte, das sei ein Trainingsspiel", grinste Frechaut nach Abpfiff. "Aber dann habe ich gesehen, dass da echte Punkte vergeben werden."

Celtic-Coach Ralf Bücheler sah das Ganze mit typisch deutscher Gelassenheit: "Wir wollten offensiv beginnen - und das haben die Jungs wohl etwas wörtlich genommen." Tatsächlich war das Spiel nach 20 Minuten praktisch entschieden. Simao (15.) und Felipe Galisteo (19.) erhöhten auf 5:0, während Aberdeen verzweifelt versuchte, Ordnung zu finden.

Kurios: Laut Statistik hatte Aberdeen sogar leicht mehr Ballbesitz (51 Prozent), aber das erinnerte eher an das berühmte "Scheibenschießen mit Rückpassgarantie". Celtic schoss 20-mal aufs Tor, Aberdeen genau einmal. Der einsame Versuch kam in der 57. Minute von Linksverteidiger Marek Janocko - ein Schuss, der vermutlich mehr Staub als Gefahr aufwirbelte.

"Manchmal ist Fußball grausam", murmelte Aberdeens Torhüter Ryan Forbes nach dem Spiel. "Heute war er einfach nur sadistisch." Der Keeper tat einem fast leid, denn seine Vorderleute wirkten wie eingefroren im Winterwind. Bereits zur Pause war klar: Es ging nur noch um Schadensbegrenzung.

Celtic hingegen spielte weiter, als ginge es um den Weltpokal. In der 70. Minute setzte Michael Corraface mit einem Distanzkracher das 6:0 drauf - ein Treffer, der selbst in den Highlands noch zu hören war. "Ich wollte eigentlich nur den Ball klären", witzelte Corraface später, "aber dann hat er sich gedacht: Ach, ich flieg’ mal rein."

Die zweite Hälfte verlief etwas ruhiger - vermutlich auch, weil die Gastgeber Mitleid entwickelten oder einfach genug gefeiert hatten. Bücheler wechselte zur Pause gleich doppelt: Anders Kofoed kam für Jamie MacPherson und Simone Martin für Marcos Frechaut. Später durfte auch der 19-jährige Jake Urquhart noch ein paar Erstliga-Minuten schnuppern. "Jake hat den Ball berührt, das war wichtig für seine Statistik", frotzelte Bücheler augenzwinkernd.

Gelbe Karten gab es trotzdem: Galisteo (45.) und Mostowoi (67.) auf Seiten der Gastgeber, Atilay Demir (50.) bei den Reds. Das passte zum Bild eines Spiels, das längst entschieden war, aber nie langweilig wurde.

Taktisch blieb Celtic über 90 Minuten offensiv ausgerichtet - "Pressing? Nicht nötig, wenn der Gegner kaum über die Mittellinie kommt", kommentierte MacLaine trocken. Aberdeen versuchte zwar denselben Ansatz, doch ihre Offensive bestand meist darin, den Ball wieder an Celtic zu übergeben.

Das Publikum feierte jede gelungene Aktion euphorisch, als würde der Titel bereits im Januar vergeben. Ein älterer Fan hinter der Pressetribüne meinte lachend: "Wenn’s so weitergeht, brauchen wir bald größere Anzeigetafeln!"

Die Reds hingegen verließen das Feld mit gesenkten Köpfen. Trainer Mark Lafferty (dessen Name im offiziellen Spielbericht wohlweislich fehlte) soll in der Kabine nur gesagt haben: "Ich habe schon Schneestürme gesehen, die weniger zerstörerisch waren."

Fazit: Celtic Glasgow präsentierte sich wie eine Maschine, präzise geschmiert und gnadenlos effizient. Die Gäste aus Aberdeen waren Statisten in ihrem eigenen Drama. 6:0 - ein Ergebnis, das selbst in der traditionsreichen Geschichte des schottischen Fußballs Eindruck hinterlässt.

Oder wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "Wenn das der Maßstab ist, dann sollte die Liga lieber schon mal die Pokalgravur vorbereiten."

Und irgendwo, ganz hinten in der Gästekurve, applaudierte ein einsamer Aberdeen-Anhänger leise. Vielleicht, weil er wusste: Gegen so ein Celtic darf man verlieren. Nur eben nicht so deutlich.

20.04.643987 05:45
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