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Primera Division | 1. Spieltag | 17.09.26 | CD Cerrense - Athletic Maldonado 2:3 Dabei begann der Abend im Stadion von Cerrense vielversprechend. Die Gastgeber traten offensiv auf, suchten aber nicht blind den Abschluss. Das Konzept von Trainer Leahcim Gnipeur lautete offenbar: geduldig nach vorne, im richtigen Moment schießen. In der achten Minute funktionierte es. Adrian Tonel bediente Jose Enrique Vazquez, der Mittelstürmer blieb ruhig und schob zur Führung ein. Auf der Tribüne wurde bereits eifrig über einen perfekten Saisonstart diskutiert. Fußball ist manchmal ein erstaunlich schneller Produzent voreiliger Meinungen. Maldonado antwortete zunächst mit Druck und später mit Toren. Rafael Tonel, der im Angriff der Gäste beinahe im Dauermodus unterwegs war, prüfte die Defensive mehrfach. In der 35. Minute schlug dann Xavier Coluna zu. Nach Vorarbeit von Agemar Garcia traf der linke Angreifer zum 1:1. Cerrense hatte bis dahin durchaus mutig gespielt, Maldonado aber zeigte, warum Ballbesitz nicht zwingend die bessere Idee sein muss: Die Gäste hielten den Ball zu 52,3 Prozent und kamen insgesamt auf 16 Torschüsse. Cerrense brachte es auf zehn. "Wir wollten den Ball laufen lassen, aber er hatte heute offenbar eigene Reisepläne", sagte Gnipeur nach dem Abpfiff mit einem Lächeln, das vermutlich härter trainiert war als manche seiner Spieler. Sein Gegenüber Huub Stevens sah die Sache naturgemäß entspannter: "Wir sind ruhig geblieben. Und Rafael Tonel hat vorne so lange angeklopft, bis jemand aufgemacht hat." Nach der Pause erwischte Cerrense den besseren Moment. In der 53. Minute vollendete Pierre Valentine nach Zuspiel von Vazquez zum 2:1. Es war der Lohn für eine druckvolle Phase, in der die Gastgeber ihre offensive Grundhaltung mit deutlich mehr Einsatz versahen. Die taktische Marschroute blieb klar: ausgewogen angreifen, gute Chancen suchen, im Rückstand pressen. Nur blieb Cerrense nie lange genug vorne, um sich daran zu gewöhnen. In der 63. Minute schlug Maldonado zurück. Inigo Frechaut legte für Rafael Tonel auf, der zum 2:2 traf. Der Mittelstürmer hatte bereits zuvor mehrfach auf das Tor geschossen - irgendwann war die Statistik offenbar der Meinung, dass daraus nun auch ein Treffer werden müsse. Zwölf Minuten später war das Spiel endgültig gedreht: Filipe Caneira bereitete vor, Rafael Varela traf zum 3:2 für die Gäste. Cerrense wechselte, erhöhte den Einsatz und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Arvid Davidsen, Hugo Pacos und Alejandro Nani kamen ins Spiel, die Gastgeber suchten über Benitez, Andrade und Vazquez den Ausgleich. Doch Maldonado verteidigte den Vorsprung mit jener unangenehmen Mischung aus Konsequenz und Pragmatismus, die gegnerische Anhänger regelmäßig für Zeitspiel halten. Die einzige späte Verwarnung für Cerrense kassierte Hans Jakobsen in der 88. Minute; Maldonados Ricardo Nunez war bereits in der 38. Minute verwarnt worden. "Beim 2:2 dachte ich kurz, der Abend wird gemütlich", soll Stevens später gesagt haben. "Dann fiel mir ein, dass wir auswärts sind." Gemütlich wurde es tatsächlich nicht. Am Ende blieb es beim 2:3. Cerrense zeigte Mut, Maldonado aber die größere Durchschlagskraft. Der erste Spieltag hat damit gleich eine alte Fußballweisheit bestätigt: Wer mehr schießt, gewinnt nicht immer - aber erstaunlich oft. 17.09.2026 22:33 |
Sprücheklopfer
Wenn wir am Samstag, sagen wir mal 17:20 Uhr, Deutscher Meister sind, dann können wir feiern bis zur Kreislaufstörung.
Rainer Calmund