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Serie A | 26. Spieltag | 06.09.26 | US Cittadella - UD Lecce 0:1 Am Ende stand ein 0:1 (0:1), und dieses Ergebnis war bereits nach neun Minuten besiegelt. Lecce spielte, wie es Trainer Giovanni Mirabella offenbar auf den Taktikzettel geschrieben hatte: defensiv, mit langen Bällen und schnellen Gegenstößen. Valerio Carli leitete einen Angriff ein, Philippe Prudhomme vollendete. Der 34 Jahre alte linke Angreifer traf früh - und durfte danach lange dabei zusehen, wie Cittadella vergeblich versuchte, die Rechnung zu begleichen. "Wir wollten geduldig bleiben", sagte Mirabella später angeblich. "Nach dem 1:0 waren wir sogar sehr geduldig. Vielleicht ein bisschen zu geduldig für die Zuschauer, aber für uns war es wunderbar." Die Gastgeber hätten das Gespräch mit dem Torwart von Lecce allerdings schon vor dem Gegentreffer eröffnen können. Matteo Esaro prüfte früh die Defensive, Thomas Pilat versuchte es, Marc Etxeita ebenfalls. In der 11. Minute schaltete sich Odysseas Halkias ein, zwei Minuten später Connor Reid. Cittadella spielte offensiv und ausgewogen über das Feld, suchte aber meist die sichere Chance. Das klang in der Theorie vernünftig. In der Praxis fehlte dem letzten Versuch häufig das nötige Maß an Bosheit. "Der Ball wollte heute einfach nicht mit uns zusammenarbeiten", soll Pilat in der Kabine gesagt haben. Ein Mitspieler habe darauf geantwortet: "Dann müssen wir ihn beim nächsten Mal besser überzeugen." Ob dieser Dialog tatsächlich so gefallen ist, bleibt offen. Er beschreibt den Abend aber erstaunlich präzise. Lecce blieb bei seinem Plan: hinten kompakt, vorne gelegentlich ein langer Ball und ansonsten hoffen, dass Prudhomme noch einmal irgendwo auftaucht. Vor der Pause gab es weitere Versuche der Gäste, doch Cittadella blieb die aktivere Mannschaft. John Carter schoss in der 42. Minute, Etxeita versuchte es kurz danach. Der Ausgleich lag nicht unbedingt in der Luft - dafür war die Luft über dem Strafraum von Lecce zu dicht -, aber Cittadella arbeitete beharrlich daran. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundbild wenig. Die Gastgeber besaßen mehr Ball, liefen an und suchten Reid im Zentrum. Lecce verteidigte mit normaler Aggressivität, aber ohne große Lust auf ästhetische Nebenbeschäftigungen. Wenn nötig, wurde der Ball lang nach vorn befördert. Fußball kann schließlich auch eine sehr elegante Umschreibung für "Bitte weg damit" sein. Schuller reagierte mit Wechseln. In der 65. Minute kam Raul Futre für den jungen Matteo Esaro, kurz darauf Harry Satchmore für Vincenzo Benedetto. Lecce nahm Prudhomme vom Feld und brachte Alessandro Lago, später folgte Louis Schultz für Carli. Cittadella blieb gefährlich, fand aber weiterhin keinen Weg durch das Abwehrbollwerk. Aitor Cascon sah in der 68. Minute Gelb, während seine Mannschaft in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warf. Etxeita schoss in der 80. Minute, Reid in der 90. - doch der ersehnte Treffer blieb aus. "Wir haben gekämpft, aber Kämpfen allein bringt den Ball nicht über die Linie", wurde Schuller nach dem Spiel zitiert. Ein Satz, so nüchtern wie das Ergebnis. Lecce feierte am Ende einen Auswärtssieg, der taktisch sauber, offensiv sparsam und für Cittadella ausgesprochen unerquicklich war. 14:4 Torschüsse, fast 52 Prozent Ballbesitz - und trotzdem null Punkte. Manchmal ist Fußball eben kein Gerechtigkeitsseminar, sondern eine Prüfung im Umgang mit schlechter Laune. 06.09.2026 21:25 |
Sprücheklopfer
Mann! Mehr Abseits geht nicht! Also ehrlich!
Christoph Daum zum Linienrichter