Jamaica News Bulletin
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Clarendon Sporting schockt Constant Spring mit kalter Effizienz - 3:1!

Das Stadion von Constant Spring bebte am Sonntagabend, als 39.662 Zuschauer ein Spiel sahen, das alles bot: frühe Hoffnungen, späte Ernüchterung und dazwischen eine Lehrstunde in Effektivität von Clarendon Sporting. Am Ende stand ein 1:3 (1:1) auf der Anzeigetafel - ein Ergebnis, das den Spielverlauf ziemlich gut zusammenfasst: Constant Spring kämpfte, Clarendon spielte.

Trainer Max Wegner hatte seine Jungs offensiv eingestellt. "Wir wollten sie früh unter Druck setzen und über Konter Nadelstiche setzen", erklärte er später mit leicht müdem Lächeln. In der Anfangsphase sah das tatsächlich vielversprechend aus: Bernard Aubin prüfte Clarendon-Keeper Marc McGowan schon nach vier Minuten, Callum Morriss legte zwei Minuten später nach. Doch der Ball wollte nicht rein - und das sollte symptomatisch bleiben. Sechs Torschüsse standen am Ende zu Buche, bei 37 Prozent Ballbesitz.

Clarendon Sporting, gecoacht von Biggi Kulisch, begann etwas abwartend, dann aber mit chirurgischer Präzision. In der 18. Minute drehte sich İbrahim Baris, dieser elegante Linksfuß, nach Vorlage von Dmitri Nikitin einmal kurz um die eigene Achse, sah die Lücke - und traf trocken zum 0:1. "Ich hab’ einfach gespürt, dass das mein Moment ist", grinste Baris später und zwinkerte in die Kamera.

Constant Spring antwortete prompt. Acht Minuten später war es Joseph Baptiste, der nach feiner Vorarbeit von Aubin den Ball humorlos unter die Latte drosch - 1:1, das Stadion explodierte. Baptiste rannte jubelnd in Richtung Trainerbank, rutschte auf den Knien, und Wegner brüllte ihm etwas zu, das man in etwa als "Endlich!" deuten konnte.

Doch während die Fans noch sangen, begann Clarendon, den Ball zirkulieren zu lassen. Ihr Passspiel war so geschmeidig, dass man das Gefühl hatte, sie spielten mit einem unsichtbaren Magneten am Schuh. Und doch blieb es zur Pause beim Remis, auch weil Constant-Spring-Torwart Pedro Pere mehrfach blitzschnell reagierte.

Nach der Halbzeit kam Clarendon mit zwei frischen Kräften - Bailey Ruthven und Stanimir Jankow - und einem klaren Plan: Dominanz. Das Spiel verlagerte sich tief in die Hälfte der Gastgeber. In der 62. Minute schließlich das logische Resultat: Aristodimos Machlas, schon zuvor auffällig, vollendete nach klugem Pass von Salvador Butragueno - 1:2. Nur zwei Minuten später revanchierte sich Butragueno selbst, traf nach Vorlage von Pascal Boissieu zum 1:3. Constant Spring wirkte konsterniert.

"Zwei Minuten, zwei Nackenschläge", murmelte Wegner nach dem Spiel, während er nervös an seiner Wasserflasche drehte. "Da war die Luft raus, keine Frage." Seine Mannschaft versuchte zwar, durch drei Wechsel (ab der 70. Minute) noch einmal frischen Wind zu bringen - Paul Davonport, Callum Adams und Michael Benett kamen -, doch es blieb beim Versuch.

Clarendon hingegen spielte die Partie mit bemerkenswerter Ruhe herunter. Ein paar Gelbe Karten (Ruthven, Jankow) störten den Spielfluss kaum, und selbst als die Gastgeber aufrückten, blieb die Defensive der Gäste souverän. "Wir haben gelernt, ruhig zu bleiben, auch wenn’s um uns herum kocht", sagte Kulisch nach Abpfiff mit einem zufriedenen Nicken. "Das war heute erwachsene Spielkontrolle."

Statistisch unterstrich Clarendon die Überlegenheit: 16 Torschüsse gegenüber 6, 63 Prozent Ballbesitz, dazu eine Zweikampfquote von 55,5 Prozent. Constant Spring stemmte sich zwar dagegen, doch oft wirkte es wie ein ungleicher Kampf - die einen mit Plan, die anderen mit Hoffnung.

Ein kleines Kuriosum am Rande: In der 74. Minute sah Constant-Spring-Verteidiger Santiago Futre Gelb, nachdem er sich lautstark über einen Einwurf beschwert hatte. "Ich hab doch nur gesagt, der Ball war draußen!" verteidigte er sich lachend - der Schiedsrichter sah das anders.

Als der Abpfiff ertönte, jubelte Clarendon Sporting ausgelassen. Baris tanzte im Mittelkreis, Machlas posierte für Selfies, und Kulisch klopfte jedem seiner Spieler auf die Schulter. Auf der anderen Seite stand Wegner mit verschränkten Armen. "Wir waren nicht schlecht", sagte er, "aber sie waren einfach besser."

Vielleicht fasst das den Abend am besten zusammen: Constant Spring spielte mutig, Clarendon Sporting spielte clever. Und so ging ein lauer Abend in Kingston mit einem klaren Ergebnis zu Ende - einem, das Constant Spring noch eine Weile beschäftigen dürfte.

Oder wie ein Zuschauer beim Hinausgehen trocken bemerkte: "Wenn Ballbesitz Tore wären, hätten wir trotzdem verloren."

06.03.643987 12:53
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Nevio Scala ist ein phantastischer Trainer und er hat eine tolle Mannschaft. Dortmund wird ganz sicher Weltmeister!
Giovanni Trappatoni
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