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Regionalliga B | 1. Spieltag | 24.10.26 | Preussen Magdeburg - Germania Cuxhaven 0:2 Dabei begann Magdeburg durchaus mutig. Trainer Azu Blight schickte seine Mannschaft offensiv ausgerichtet aufs Feld, allerdings ohne aktives Pressing. Das war zunächst kein Problem, denn die Hausherren standen ordentlich und kamen durch Sergio Varela bereits in der fünften Minute zum ersten Abschluss. Heinz Weber prüfte Cuxhavens Torhüter Duarte Carvalho in der 20. Minute, Linus Berger legte in der 33. Minute nach. Die ganz große Gefahr blieb jedoch aus. Es war ein wenig wie bei einem höflichen Besuch: Man klopfte an, wollte aber offenbar nicht stören. Cuxhaven wirkte im Spiel nach vorn zielstrebiger. Vidar Thuesen, Luis Jakob, Patrick Gariepy und Noah Lithgow beschäftigten die Magdeburger Defensive regelmäßig. Germania hatte am Ende 17 Torschüsse auf dem Konto, Magdeburg sieben. Beim Ballbesitz lag Cuxhaven mit 53,04 Prozent ebenfalls knapp vorn. Kein erdrückendes Übergewicht, aber eines, das sich bemerkbar machte - besonders dann, wenn die Partie in der zweiten Halbzeit an Fahrt aufnahm. Zur Pause stand es dennoch 0:0. "Wir haben uns gesagt: ruhig bleiben, der Ball findet schon irgendwann den Weg", hätte Cuxhavens Trainer Ralfino Ralfinosi in der Kabine wohl sagen können. Und vermutlich hätte irgendwo jemand trocken ergänzt: "Hoffentlich nicht wieder nur bis zum Strafraum." Die Gäste blieben ihrer ausgewogenen taktischen Linie treu, Magdeburg hielt an der offensiven Ausrichtung fest. Beide Teams spielten weiterhin ohne aktives Pressing, als hätten sie sich stillschweigend darauf geeinigt, den Abend nicht unnötig hektisch zu gestalten. Nach dem Seitenwechsel nahm Cuxhavens Druck zu. Gariepy, James Kober und Thuesen tauchten immer wieder vor dem Magdeburger Tor auf. In der 61. Minute brachte Ralfinosi Mattia Mari für Gariepy, später kam Jose Capucho für Eri Walther. Magdeburg fand dagegen nur schwer in den letzten entscheidenden Pass. Linus Berger schoss in der 70. Minute noch einmal, Julian Stern in der 75. - es blieb bei Versuchen. Dann wurde es für die Gastgeber zusätzlich kompliziert. Oliver Pfeifer, bereits verwarnt, sah in der 67. Minute Gelb-Rot. Magdeburg musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. "Ich dachte, die erste Gelbe sei noch eine freundliche Ermahnung", hätte Pfeifer mit Galgenhumor sagen können. Für die Preussen war es jedenfalls der Moment, in dem aus einem offenen Spiel eine Geduldsprobe mit deutlich schlechteren Aussichten wurde. Cuxhaven nutzte die Überzahl schließlich konsequent. In der 78. Minute traf Eri Walther nach Vorarbeit von Luis Jakob zum 1:0. Magdeburg versuchte zu antworten, doch die Räume wurden größer und die Beine schwerer. In der 85. Minute machte Noah Lithgow alles klar: Wieder war Jakob der Vorbereiter, Lithgow vollendete zum 2:0. "Wir haben lange gewartet, aber dann im richtigen Moment zugeschlagen", hätte Torschütze Lithgow anschließend sinngemäß erklären können. Trainer Azu Blight blieb auf Magdeburger Seite nur die nüchterne Bilanz: offensiv begonnen, siebenmal geschossen, aber kein Tor erzielt. Germania Cuxhaven dagegen nimmt drei Punkte mit - und darf sich über einen Auftakt freuen, der zunächst unspektakulär wirkte, am Ende aber ziemlich treffend war. Der Fußball kann eben auch dann gewinnen, wenn er sich fast eine Stunde lang rar macht. 24.10.2026 21:55 |
Sprücheklopfer
50 Prozent der Spieler hassen mich.
Mario Basler