Football Today
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Devils retten Punkt - Kisa trifft, Amyot glänzt

Manchester - 48.913 Zuschauer im Old Trafford sahen am 5. Spieltag der 1. Liga England ein Duell, das mehr Nerven als Tore bot. Die Manchester Devils und die Margate Reds trennten sich 1:1 (0:1) - ein Ergebnis, das beiden Teams zu wenig und doch gerade genug war.

Schon vor dem Anpfiff hatte man das Gefühl, dass die Reds an diesem Abend nicht zum Tee, sondern zum Sturm auf Manchester angereist waren. Trainer Ata Lameck ließ offensiv auflaufen, seine Elf schoss schon nach zwei Minuten erstmals auf das Tor von George Boyle - ein erster Warnschuss von Zivojin Basta. Und das sollte nicht der letzte bleiben. Margate spielte mutig, bissig, manchmal auch etwas übermotiviert: Nach 28 Minuten sah Innenverteidiger Gottfried Hoffman Gelb, nachdem er Devil-Stürmer Logan Nolan etwas zu deutlich gezeigt hatte, wo die Grenze des Strafraums verläuft.

Nur drei Minuten zuvor hatte Margate bereits gejubelt. In der 25. Minute traf Robert Amyot nach feiner Vorarbeit von Noah Eliot. Der rechte Mittelfeldspieler zog von außen nach innen, ließ Peyroteo stehen und schlenzte den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß ins lange Eck - ein Tor, das man sich auf VHS aufheben müsste, wenn es nicht schon längst in allen Netzwerken kursierte. "Ich hab einfach draufgehalten. Der Ball hat mich überrascht, dass er reinging", grinste Amyot nach dem Spiel und zwinkerte dabei in die Kamera.

Manchester wirkte danach nervös. Trainer Reto Klopfenstein schob die Hände tief in die Manteltaschen und flüsterte seinem Assistenten angeblich zu: "Wenn wir so weitermachen, sieht das nach einem sehr langen Abend aus." Seine Mannschaft versuchte, über den rechten Flügel mit Jean-Pierre Bettencourt Druck aufzubauen. Doch Margates Keeper Joshua Hannigan zeigte sich in blendender Form und parierte die wenigen klaren Chancen souverän.

Zur Pause - 0:1. Die Devils-Fans pfiffen, die Reds bejubelten jede gelungene Grätsche. Lameck wechselte vorsichtshalber den verwarnten Hoffman aus, brachte Turina für die Innenverteidigung. Und Klopfenstein? Der zog die Jokerkarte: Für den leicht indisponierten Abwehrmann Tertyschny kam Stürmer Mika Kuqi - ein klares Signal.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Margate hatte sofort wieder Chancen. Amyot (46.) prüfte Boyle, doch der Keeper hielt bravourös. Dann kippte das Spiel. Manchester wurde offensiver, das Pressing griff. In der 58. Minute belohnte sich das Heimteam endlich. Nach einem langen Ball von Jamie Kirwan startete Rafet Kisa, legte sich das Leder mit der Brust vor und schob vorbei an Hannigan zum 1:1 ein. Das Stadion explodierte. "Ich hab ihn gar nicht richtig getroffen", sagte Kisa später mit einem Lächeln, "vielleicht war das mein Glück."

Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Logan Nolan prüfte Hannigan (56., 74.), Amyot schoss weiter aus allen Lagen - insgesamt neun Torschüsse der Reds, sechs der Devils. Es blieb beim Gleichgewicht der Kräfte, auch wenn Margates Noah Eliot in der 67. Minute noch Gelb sah, weil er einen Devils-Konter rustikal stoppte. "Das war Taktikfoul mit Stil", meinte ein Fan auf der Tribüne, während sein Nachbar trocken erwiderte: "Stil? Eher Holz."

In der Schlussphase wechselten beide Coaches fleißig: Klopfenstein brachte Bancroft und später Swetlow, Lameck reagierte mit Kai Marley für den müden McGeady. Es half keinem mehr. Beide Teams drückten, beide hatten Gelegenheiten, aber das Runde wollte nicht mehr ins Eckige.

Nach dem Schlusspfiff wirkte Klopfenstein erleichtert. "Wir haben Moral gezeigt. Nach dem Rückstand so zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich", lobte er. Lameck hingegen schüttelte den Kopf: "Wir hätten das zweite Tor machen müssen. Dann nehmen wir hier drei Punkte mit."

Statistisch gesehen war’s fast ein Spiegelbild: Ballbesitz 50,7 zu 49,2 Prozent für die Devils, Zweikampfquote fast pari, Margate leicht besser mit 51 Prozent. Beide Teams kämpften, als hinge die Tabellenführung davon ab - dabei war’s am Ende nur ein Punkt für jeden.

So blieb das Fazit des Abends: viel Einsatz, wenig Zählbares, aber jede Menge Geschichten. Oder, wie ein älterer Fan beim Hinausgehen murmelte: "Ein klassisches 1:1 - keiner glücklich, keiner traurig, aber alle reden drüber."

Vielleicht war das das Beste daran. Denn Fußball lebt manchmal nicht von Siegen, sondern von Spielen, über die man noch beim nächsten Pint spricht.

15.07.643990 06:40
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