Fanatik
+++ Sportzeitung für Türkei +++

Diarbakirspor mauert sich zum 0:0 gegen überlegene Gäste

Süper Lig | 16. Spieltag | 26.08.26 | Diarbakirspor - Türkgücü Karsspor 0:0

32.000 Zuschauer kamen am Mittwochabend zum 16. Spieltag der Süper Lig, vermutlich in der Hoffnung auf Tore. Sie bekamen stattdessen eine lange Lektion in Geduld - und ein 0:0 zwischen Diarbakirspor und Türkgücü Karsspor, das sich vor allem die Gäste deutlich aufregender vorgestellt hatten.

Um 20.30 Uhr begann die Partie, und Türkgücü war offenbar der Meinung, ein Fußballspiel müsse mit Angriffen eröffnet werden. Bereits in der 12. Minute prüfte Olgun Aydemir den Gastgeber-Torwart James Breadalbane. Eine Minute später versuchte es Tobias Bentsen, danach wieder Aydemir - und noch einmal Aydemir. Der linke Angreifer schoss in der ersten Halbzeit beinahe im Abo auf das Tor. Zwischen der 19. und 30. Minute tauchte sein Name gleich vier weitere Male in der Chancenstatistik auf.

Diarbakirspor blieb zunächst höflich zurückhaltend. Die Mannschaft von der heimischen Elf verteidigte ausgewogen, presste kaum und wartete offenbar darauf, dass der Ball sich vielleicht von selbst in Richtung gegnerisches Tor bewegte. In der 32. Minute fasste sich Sergio Nani schließlich ein Herz und gab den ersten Torschuss der Gastgeber ab. Ein kleiner Hoffnungsschimmer - oder, nüchtern betrachtet, ein Lebenszeichen.

Türkgücü blieb überlegen, ohne daraus Kapital zu schlagen. Miroslav Kezman, der in der 31. Minute bereits auf das Tor geschossen hatte, sah wenig später Gelb. Auch Diarbakirspors Jaime Santos wurde verwarnt, nachdem er in der 54. Minute zu energisch zur Sache gegangen war. Die Gäste blieben bei ihrer robusten Gangart und sammelten später durch Alfie Long und Lokman Bilgin weitere Karten ein. Fußball kann manchmal ein erstaunlich bürokratischer Sport sein: Wenn schon kein Tor fällt, gibt es wenigstens Papierkram.

Nach der Pause änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Türkgücü hatte 51,1 Prozent Ballbesitz, Diarbakirspor 48,9 Prozent. Der Unterschied war also überschaubar - im Abschluss jedoch nicht. Die Gäste kamen insgesamt auf 18 Torschüsse, die Hausherren auf gerade einmal fünf. Aydemir setzte seine persönliche Schussserie in der 52., 70., 80. und 92. Minute fort. Man durfte den Eindruck gewinnen, dass er entweder besonders überzeugt war oder dem Torwart einfach keine Gelegenheit zum Frieren geben wollte.

Auch Lokman Bilgin, György Korsos, Tiburtius Henriksson, Jozef Skrtel und Harvey Poe versuchten ihr Glück. Poe kam in der 80. Minute für Bentsen ins Spiel und prüfte Breadalbane später noch zweimal. Doch der Torhüter hielt stand. Diarbakirspor setzte dagegen einzelne Nadelstiche: Rui Simao schoss in der 66. Minute, Gerritt Devenpeck in der 73., Meir Spiegler und Frederic Gramont folgten kurz darauf. Mehr wurde es nicht.

In einer imaginären Kabinenansprache hätte Türkgücüs Trainer Akin Nasa nach dem Abpfiff wohl sagen können: "Wir hatten genug Chancen für einen kleinen Roman, aber leider kein Happy End." Und Diarbakirspors Spieler hätten sich vermutlich darauf geeinigt, dass ein Punkt auch dann ein Punkt bleibt, wenn er sich über 90 Minuten wie ein sehr langer Arbeitstag anfühlt.

So endete die Partie torlos, aber keineswegs ereignislos. Türkgücü Karsspor war deutlich näher am Sieg, Diarbakirspor verteidigte mit Disziplin und etwas Glück. Tore gab es keine, Torschützen folglich auch nicht. Die 32.000 Zuschauer gingen dennoch mit einer Gewissheit nach Hause: Wenigstens war niemand gezwungen, sich über einen verschossenen Elfmeter zu ärgern. Man muss die kleinen Dinge schätzen.

26.08.2026 23:44
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Freundschaften zählen für mich sehr, aber nicht in diesem Geschäft. Ich habe Jürgen Gelsdorf vor die Tür gesetzt, der war sogar mein Trauzeuge.
Rainer Calmund
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager