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Liga MX | 6. Spieltag | 29.10.26 | Alacranes Durango - Albiazules Monterrey 0:0 Schon nach einer Minute meldete sich Jozef Cizek mit dem ersten Abschluss an. Kurz darauf versuchte es Xavi Ziganda. Durango war sofort wach, Monterrey zunächst eher im Modus eines Gastes, der höflich abwartet, ob ihm jemand die Jacke abnimmt. In der 19. Minute kam Albiazules durch Sergio Coluna erstmals gefährlich vor das Tor. Zwei Minuten später antwortete Innenverteidiger Ingo Mendo - bemerkenswert offensiv und vermutlich mit dem Gedanken, dass die Kollegen vorne gerade eine kleine Pause machten. Die Gastgeber drückten weiter. Cizek prüfte die Abwehr erneut, Eduardo Pauleta schaltete sich ein, Diego Juarez suchte sein Glück aus dem zentralen Mittelfeld. Monterrey blieb jedoch stabil und verzeichnete insgesamt drei Torschüsse. Durango kam auf 17. Das ist ungefähr das Verhältnis, bei dem ein Trainer gewöhnlich von "mangelnder Effizienz" spricht und ein Fan vorsichtig fragt, ob das Tor vielleicht während der Halbzeit kleiner gemacht wurde. "Wir hatten die Chancen, den Ball und eigentlich auch die nötige Energie", sagte Trainer Manni Kaltz nach dem Spiel. "Nur das Entscheidende hat gefehlt. Ich hätte gern einmal jubeln gehört - zur Not auch mich selbst." Ganz so einfach war es mit dem Ballbesitz allerdings nicht. Monterrey lag mit 50,32 Prozent knapp vorn, Durango kam auf 49,68 Prozent. Die Partie war also nicht nur torlos, sondern auch statistisch so ausgeglichen, dass selbst die Nachkommastellen um Anerkennung buhlten. Beim Zweikampfverhalten hatten die Alacranes dagegen die Nase vorn: 56,3 Prozent zu 43,7 Prozent. Zur Pause reagierte Kaltz personell und brachte unter anderem Vincent Adao sowie Szabolcs Puskas. Die taktische Marschroute blieb zunächst ausgewogen, doch Durango erhöhte den Druck. Nach Wiederanpfiff folgten Abschlüsse von Juarez, Ziganda und Pablo Rodriguez beinahe im Minutentakt. Besonders Ziganda entwickelte sich zum Dauergast im gegnerischen Strafraum. In der 72., 74. und 86. Minute versuchte er es erneut - drei weitere Kapitel einer Geschichte, deren Schluss leider weiterhin "kein Tor" lautete. "Irgendwann dachte ich: Der Ball muss doch einmal Mitleid haben", soll Ziganda später mit einem schiefen Lächeln gesagt haben. "Aber offenbar war er heute besonders professionell und blieb neutral." Für einen kurzen Moment geriet Durango sogar aus dem eigenen Rhythmus. Cizek musste in der 74. Minute angeschlagen vom Feld. Zuvor hatten Arnau Diez und Mendo Gelbe Karten gesehen. Die Begegnung blieb dennoch fair genug, um ohne Platzverweis auszukommen - ein kleiner Erfolg an einem Abend, an dem das Torverhältnis dramatischer aussah als das Ergebnis. In der Schlussphase warf Durango noch einmal alles nach vorn. Bartosz Wojcicki und Pauleta suchten den Abschluss, Ziganda probierte es ein letztes Mal. Monterrey verteidigte konzentriert, Torhüter Fernando Castano durfte sich über einen beschäftigten, aber erfolgreichen Abend freuen. "Wir nehmen den Punkt mit", sagte ein Monterrey-Spieler nach dem Abpfiff. Ein Satz, der im Fußball fast immer vernünftig klingt. In Durango dürfte er heute eher wie eine Provokation gewirkt haben. Denn 17 Torschüsse bringen normalerweise wenigstens ein Tor. Normalerweise. 29.10.2026 21:13 |
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Ich bin körperlich und physisch topfit.
Thomas Häßler