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Eintracht Northeim feiert jugendliche Fußball-Party gegen den FC Heilbronn

Freitagabend, Flutlicht, 1.836 Zuschauer - und eine Eintracht, die trotz eisiger Temperaturen heiß lief. Mit 3:1 (1:1) besiegte Eintracht Northeim am 16. Spieltag der Landesliga 8 den FC Heilbronn und zeigte dabei, dass jugendlicher Übermut manchmal der beste Spielplan ist.

Schon vor dem Anpfiff funkelte die Luft über dem Gustav-Wegner-Stadion, als Trainer Tim Picke seine Jungs an der Seitenlinie einschwor: "Lasst den Ball laufen, nicht die Gedanken!" - eine Anweisung, die der 18-jährige Christopher Sommer offenbar wörtlich nahm. In der 18. Minute sprintete der Linksaußen nach einem feinen Zuspiel von Florian Schulze in den Strafraum, legte sich den Ball einmal zu oft vor, vernaschte aber trotzdem noch einen Verteidiger - und zirkelte das Leder ins rechte Eck. 1:0. Die Tribüne knisterte, ein älterer Herr auf Platz 32 rief begeistert: "Sommer, du Eisvogel!"

Doch Heilbronn, das keineswegs nur zum Zuschauen angereist war, antwortete mit kalter Präzision. In der 39. Minute bediente Routinier Carl Wolter den pfeilschnellen Guillermo Alvar, der Northeims Keeper Justin Schultz keine Chance ließ. 1:1 - und die Gäste waren zurück im Spiel. "Wir wollten da eigentlich in die Pause retten", knurrte Picke später, "aber Fußball ist nun mal kein Wunschkonzert."

Die Statistik zur Halbzeit verriet ein ausgeglichenes Duell: 50 Prozent Ballbesitz auf beiden Seiten, 7:6 Torschüsse für Heilbronn, aber Northeim mit dem etwas klareren Plan. Beide Teams spielten offensiv, keiner wollte sich verstecken - manchmal sah das eher nach Straßenfußball als nach Taktiktafel aus.

Nach dem Seitenwechsel übernahm dann die Jugend endgültig das Kommando: Lionel Ronaldo - ja, er heißt wirklich so - erzielte in der 68. Minute das 2:1. Tobias Probst hatte den Ball von rechts hereingeflankt, und der 18-Jährige nickte wuchtig ein. Der Stadionsprecher kam kaum hinterher mit der Aussprache, während Picke an der Seitenlinie einen Jubeltanz hinlegte, der jedem Fitnessstudio Ehre gemacht hätte.

Heilbronn versuchte noch einmal alles, erhöhte den Druck, doch Northeim blieb cool. Innenverteidiger Luca Kühne, gerade einmal 17, bekam zwar in der 71. Minute Gelb - "zu energisch im Zweikampf", wie der Schiedsrichter meinte -, aber er grinste nur: "Ich wollte doch nur Hallo sagen."

Die Entscheidung fiel in der 82. Minute. Wieder Sommer, wieder eiskalt. Nach Doppelpass mit Ronaldo schlenzte der Teenager den Ball herrlich über den herausstürzenden Heilbronner Keeper Xavier Maniche hinweg. 3:1 - und diesmal gab es kein Zurück. "Ich hab gar nicht überlegt", meinte Sommer nach dem Spiel, "ich hab einfach gemacht. Vielleicht war das das Beste."

Heilbronn versuchte in den letzten Minuten noch Schadensbegrenzung. Liam Steffens prüfte Northeims Torwart Schultz mit einem satten Schuss (78.), Friedrich Rothe versuchte es aus der Distanz (81.) - doch der Ball wollte nicht mehr rein. Trainer des FC Heilbronn, der nicht namentlich genannt sein wollte, fasste es bitter zusammen: "Wir haben gespielt, als wäre der Ball ein rohes Ei - und Northeim hat ihn gegessen."

Am Ende standen 13 Torschüsse für Northeim, 14 für Heilbronn, fast identischer Ballbesitz - aber die Gastgeber hatten die Tore, und die zählen nun mal. Coach Tim Picke brachte es auf den Punkt: "Wir haben nicht alles richtig gemacht - aber das, was wir richtig gemacht haben, hat gereicht."

Während die Northeimer Fans nach dem Abpfiff "Eintracht! Eintracht!" skandierten, stapften die Heilbronner enttäuscht vom Platz. Christopher Sommer wurde gefeiert wie ein Volksheld, und der kleine Lionel Ronaldo musste nach dem Spiel unzählige Selfies geben. Einer der Ordner grinste: "Wenn der so weitermacht, brauchen wir bald eine eigene Pressetribüne nur für ihn."

Eintracht Northeim hat mit diesem Sieg nicht nur drei Punkte geholt, sondern auch ein Stück jugendliche Leichtigkeit zurückerobert. Gegen einen keineswegs schlechten Gegner zeigten die Nachwuchskräfte, dass Begeisterung manchmal mehr wert ist als Routine.

Und während Trainer Picke beim Verlassen des Stadions den Mantelkragen hochschlug, murmelte er noch ein letztes "Bloß nicht abheben jetzt". Zu spät, Tim - Northeim fliegt schon.

19.11.643990 13:09
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