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Regionalliga C | 3. Spieltag | 26.10.26 | Empor Rostock - VfL Frohnlach 1:1 Der Anpfiff um 20.15 Uhr kam offenbar beiden Mannschaften recht gelegen. Frohnlach begann ausgeglichen, ohne großes Risiko, Empor suchte zunächst häufiger den Weg nach vorn. Bereits in der sechsten Minute prüfte Bernt Erdmann den VfL-Schlussmann, wenig später versuchten sich Frank Brückner und Patrik Kadlec. Die Rostocker hatten den Ball etwas häufiger - am Ende waren es 52,4 Prozent -, doch Frohnlach blieb unangenehm und lauerte auf den Moment, in dem Empor einmal nicht ganz so aufmerksam war. Dieser Moment kam in der 20. Minute. Friedrich Funk setzte sich auf der rechten Seite in Szene und bediente Justin Mohr. Der Rechtsverteidiger schaltete sich mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit ein und vollendete zur 1:0-Führung für die Gäste. "Ich dachte kurz, ich sollte eigentlich hinten bleiben", soll Mohr später mit einem Grinsen gesagt haben. "Dann war der Ball plötzlich da. Da wäre es unhöflich gewesen, ihn nicht mitzunehmen." Ein Satz, der taktisch fragwürdig, fußballerisch aber durchaus erfolgreich war. Empor ließ sich vom Rückstand nicht entmutigen. Brückner, der auf der linken Seite beinahe im Dauereinsatz war, kam mehrfach zum Abschluss. In der 36. Minute scheiterte auch Valter Holmqvist, kurz vor der Pause musste Frohnlach weitere Angriffe überstehen. Dennoch ging der VfL mit dem knappen Vorsprung in die Kabine. Die Gäste hatten bis dahin nicht mehr Ballbesitz, aber offenbar das etwas bessere Timing - eine Fähigkeit, die im Fußball gelegentlich mehr wert ist als auswendig gelernte Passquoten. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Empor drängte, Frohnlach verteidigte und setzte gelegentliche Nadelstiche. Sebastian Krueger und Brückner sorgten für Unruhe, während Mirko Dembinski und Nikola Markovic für die Gäste den Abschluss suchten. Insgesamt verbuchte Rostock 14 Torschüsse, Frohnlach kam auf 11. Die Statistik sprach also knapp für Empor, der Spielstand lange deutlich dagegen. In der 71. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Holmqvist fand Brückner, und der 32-Jährige belohnte seine auffällige Vorstellung mit dem 1:1. Ein Treffer, der sich angekündigt hatte wie ein verspäteter Zug: lange erwartet, dann doch noch angekommen. "Wir wollten nicht aufgeben", sagte Trainer Justus Thulke anschließend. "Frank hatte heute offenbar beschlossen, jeden verfügbaren Winkel kennenzulernen. Zum Glück war irgendwann einer davon frei." In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Beide Teams kamen zu weiteren Abschlüssen, ein weiteres Tor wollte jedoch nicht mehr fallen. Empor gewann 51,0 Prozent der Zweikämpfe, Frohnlach blieb mit 49,0 Prozent dicht dahinter. Dafür wurde es auf dem Papier etwas bunter: Insgesamt verteilte der Schiedsrichter fünf Gelbe Karten. Mohr, Asier Hernan und Ben Rausch sahen sie für Frohnlach, Holmqvist und Krueger für Empor. So blieb es beim 1:1 (0:1) - ein gerechtes Ergebnis, auch wenn beide Trainer vermutlich noch am Abend einige vergebene Chancen persönlich zur Ordnung gerufen haben. Empor nimmt den Punkt dankend, Frohnlach den Auswärtserfolg gedanklich wieder mit nach Hause. Der Fußball hat an diesem Abend jedenfalls bewiesen: Man kann 25 Torschüsse produzieren und trotzdem nur zwei Tore bekommen. Effizienz wird offenbar weiterhin überschätzt. 26.10.2026 20:52 |
Sprücheklopfer
Ich werde einen Teufel tun und Ewald widersprechen. Der Ewald hat sich ja alles ganz genau notiert.
Felix Magath über eine Spielanalyse von Ewald Lienen