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Regionalliga A | 12. Spieltag | 28.09.26 | TuS Ennepetal - TSV Havelse 0:0 Dabei begann Havelse, als hätte die Mannschaft den Begriff "Abtasten" aus dem Wortschatz gestrichen. Bereits in der 2. Minute prüfte Heinz Leblanc die Ennepetaler Defensive, drei Minuten später versuchte sich Rafael Kirchner. Daniel Rodrigo und Mikael Lundqvist legten in der 6. und 7. Minute nach. Die Botschaft war klar: Havelse wollte nicht lange reden, sondern schießen. Nur das mit dem Treffen blieb aus. Fabio Adao kam in der 15. Minute zur nächsten Gelegenheit, Oscar Carvalho probierte es in der 32. Minute. Kurz vor der Pause durfte auch Havelser Rechtsverteidiger Lionel Ramos einen Versuch anmelden. Ennepetal dagegen blieb offensiv zunächst so zurückhaltend, dass man sich beinahe fragte, ob die Mannschaft den gegnerischen Torwart aus Rücksicht nicht stören wollte. Trainerin Ursula Lappe hatte ihr Team ausgewogen aufgestellt, mit Ingo Velasco und Niko Bock in den vorderen Rollen. Doch der TuS fand kaum Räume. "Wir wollten ruhig bleiben und auf unsere Chance warten", hätte Lappe nach dem Spiel sagen können - wobei der Abend zeigte, dass Chancen manchmal warten, bis sie selbst kündigen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Havelse blieb überlegen, ohne daraus Kapital zu schlagen. Kirchner schoss in der 51. Minute erneut, Mirko Repetto versuchte sich neun Minuten später aus der Innenverteidigung, Carvalho folgte kurz darauf. Pascal Bergen kam in der 66. Minute zum Abschluss. Die Gäste hatten nun 14 Torschüsse gesammelt, Ennepetal erst einen. Das Tor aber blieb so unbeeindruckt wie ein schlecht gelaunter Ordner am Stadioneingang. In der 67. Minute gab es dann ein kurzes Lebenszeichen der Gastgeber: Velasco zog ab. Es war Ennepetals erster Torschuss und zugleich der Moment, in dem die 5278 Zuschauer kollektiv beschlossen haben dürften, wieder etwas aufrechter zu sitzen. Velasco hatte zuvor bereits die Gelbe Karte gesehen, blieb aber offensiv der auffälligste Ennepetaler. Havelse kontrollierte mit 52,35 Prozent Ballbesitz das Geschehen, Ennepetal kam auf 47,65 Prozent. Auch bei den Zweikämpfen lagen die Gäste vorn: 57,84 Prozent der gewonnenen Duelle gingen an Havelse. Trainer Walter Rodekamp konnte also mit der Spielanlage zufrieden sein - mit der Chancenverwertung eher nicht. "Wir haben genug Möglichkeiten gehabt, um das Spiel zu entscheiden", wäre eine naheliegende Einschätzung gewesen. "Aber der Ball hatte offenbar andere Pläne." In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch, zumindest nach den Maßstäben dieses torlosen Abends. Carvalho und Leblanc scheiterten in der 61. beziehungsweise 82. Minute, Leblanc legte in der 83. nach. Ennepetals Alkinoos Livathinos setzte in der 84. Minute einen weiteren Versuch ab. In der Nachspielzeit durfte Franck Patton noch einmal für Havelse schießen. Der Ball flog, das Publikum wartete, das Tor blieb geschlossen. So endete die Partie 0:0 (0:0). Havelse nahm einen Punkt mit, Ennepetal ebenfalls - und beide Mannschaften konnten behaupten, defensiv zuverlässig gearbeitet zu haben. Havelse darf sich allerdings fragen, wie viele Chancen man noch benötigt. Ennepetal wiederum hat bewiesen: Wer kein Tor schießt, kann zumindest dafür sorgen, dass der Gegner sich über zwei verlorene Punkte ärgert. 29.09.2026 07:14 |
Sprücheklopfer
Ich würde Helmut Kohl gerne einmal kennenlernen. Der wird genau so oft angefeindet wie ich. Aber da habe ich wohl keine Chance, weil der Bundeskanzler ja schon Berti Vogts adoptiert hat.
Dragoslav Stepanovic