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Regionalliga D | 11. Spieltag | 27.09.26 | Vfb Erkner - Hörschweiler 3:0 Schon nach wenigen Sekunden lag die erste Warnung in der Luft: Lars Achard prüfte in der 1. Minute erstmals die Gästeabwehr, fünf Minuten später versuchte er es erneut. Hörschweiler kam durch Joshua Hannigan zwar ebenfalls früh zu einem Abschluss, doch insgesamt blieb der Gast vor dem Erkner Tor ungefähr so gefährlich wie ein Regenschirm im Orkan. Der VfB übernahm die Kontrolle, spielte geduldig und suchte konsequent den Weg nach vorn. In der 23. Minute war es dann so weit: Lennard Beck traf zur Führung, Louis Stefan hatte die Vorarbeit geliefert. Die Tribüne jubelte, Hörschweiler sortierte sich neu - zumindest theoretisch. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir heute nicht zum Verteilen von Gastgeschenken hier sind", soll Beck nach dem Spiel gesagt haben. Ein Satz, der angesichts des weiteren Verlaufs beinahe wie eine höfliche Drohung klingt. Erkner blieb am Drücker. Stefan Lenz und Lennard Beck tauchten immer wieder gefährlich vor dem Gästetor auf, während Hörschweiler Mühe hatte, den Ball länger als ein paar Pässe in den eigenen Reihen zu halten. In der 38. Minute erhöhte Detlev Hase auf 2:0. Wieder war Louis Stefan beteiligt, diesmal als Vorlagengeber. Hase belohnte damit eine starke erste Halbzeit, in der Erkner deutlich mehr Zug zum Tor entwickelte. Zur Pause führte der VfB verdient. 55,6 Prozent Ballbesitz und bereits zahlreiche Abschlüsse belegten, was auch ohne Taschenrechner offensichtlich war: Erkner hatte das Spiel in der Hand. Hörschweiler blieb seiner eher vorsichtigen, ausgewogenen Ausrichtung treu und verzichtete weitgehend auf aktives Pressing. Das war taktisch konsequent - ungefähr so konsequent wie ein Rückstand von zwei Toren. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur neun Minuten, bis die Partie endgültig entschieden war. Lars Achard erzielte in der 54. Minute das 3:0, Günter Grimm lieferte die Vorarbeit. Achard, der schon zuvor mehrfach für Unruhe gesorgt hatte, setzte damit den Schlusspunkt unter eine überzeugende Offensivleistung. "Beim dritten Tor hat alles gepasst - sogar mein erster Kontakt", lautete Achards angeblich bescheidene Analyse. Der erste Kontakt hatte an diesem Abend tatsächlich wenig Anlass zur Beschwerde. Hörschweiler versuchte, zumindest den Ehrentreffer zu erzwingen. Rafael Löffler kam in der 48. und 85. Minute zu Abschlüssen, auch Fynn Mohr prüfte Erkner in der 36. Minute. Doch insgesamt brachte es der Gast lediglich auf vier Torschüsse. Erkner dagegen kam auf 20 - eine Bilanz, die den Spielverlauf ziemlich unmissverständlich zusammenfasst. Auch in den Zweikämpfen war der VfB überlegen. 56,5 Prozent der Duelle gingen an die Gastgeber. Markus Berger sah in der 76. Minute die einzige dokumentierte Gelbe Karte der Partie. Ansonsten blieb es bemerkenswert ruhig - vielleicht auch, weil Hörschweiler genug damit beschäftigt war, hinter dem Ball herzurennen. Arnold Müller dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden gewesen sein. "Wir waren konzentriert, geduldig und haben unsere Chancen genutzt", wird der Erkner Trainer sinngemäß zitiert. Eine nüchterne Einschätzung für einen Abend, an dem Erkner mit 3:0 gewann und Hörschweiler vor allem eines bewies: Auch eine ausgewogene Taktik kann ziemlich einseitig aussehen. 28.09.2026 13:50 |
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