Anpfiff
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FC Wusterwitz zündet Feuerwerk gegen Augsburg - 7:1!

Ein lauer Januarabend, Flutlicht, 5857 Zuschauer - und ein FC Wusterwitz, der offenbar beschlossen hatte, den Jahresauftakt gleich mit einem Torfestival zu feiern. 7:1 hieß es am Ende gegen den FC Augsburg II, und wer zu spät kam, hatte schon den ersten Treffer verpasst - quasi.

Denn kaum war die Partie angepfiffen, legte die junge Wusterwitzer Offensive los wie ein D-Zug. In der 12. Minute war es Curt Fröhlich, der eine butterweiche Flanke von Teenager Nico Behrendt verwertete. "Ich hab einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass er reingeht", grinste Fröhlich später, als hätten 21-Jährige sonst nichts Besseres zu tun, als Regionalligaverteidigungen schwindelig zu spielen.

Das 2:0 nach 25 Minuten kam dann ausgerechnet vom Rechtsverteidiger - Finn Kern traf nach Vorarbeit von Hanns Konrad. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Kern ehrlich zu, "aber wenn’s so reingeht, beschwert sich keiner." Tatsächlich jubelte selbst Trainer Tom Fritz kurz irritiert, bevor er sich zum Coaching-Zone-Tanz hinreißen ließ.

Bevor Augsburg überhaupt begriffen hatte, was da los war, stand es 3:0. Wieder war es der 17-jährige Behrendt, der nach schöner Kombination über den ebenfalls 17-jährigen Luca Philipp kalt blieb wie ein alter Profi (41.). "Die Jungs haben einfach Spaß am Kicken", sagte Fritz in der Pause, "und manchmal sieht das dann so aus."

Augsburgs Coach Peter Schneider hingegen wirkte, als würde er lieber den Bus starten. Seine Mannschaft hatte zwar 55 Prozent Ballbesitz, aber irgendwie sah das mehr nach einem Ballbesitz zur Nervenberuhigung aus. Fünf Torschüsse sprechen eine klare Sprache - und keine besonders freundliche.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: Wusterwitz spielte, Augsburg staunte. Kern musste verletzungsbedingt raus (49.), Schindler kam rein und machte später in der 81. Minute selbst noch ein Tor - aber der Reihe nach.

Zunächst erhöhte Fröhlich in der 70. Minute auf 4:0, nach erneutem Zuspiel von Behrendt. Zwei Minuten darauf durfte sich Luca Philipp für seine Vorlage aus Halbzeit eins revanchieren: Nach Pass von Konrad drosch er das Leder zum 5:0 in die Maschen. "Ich hab gar nicht hingeschaut", meinte der 17-Jährige hinterher, "der Ball wollte wohl einfach rein."

Dann, man glaubt es kaum, meldete sich Augsburg kurz zurück. Morgan Reid traf in der 74. Minute nach feiner Vorarbeit von Matthias Sommer - das 5:1, und auf der Gästebank wurde kurz geatmet. Ganze 60 Sekunden lang. Denn in der 75. Minute stellte Peter Kiefer, frisch eingewechselt, nach Pass von Philipp den alten Abstand wieder her. Und als ob das nicht genug wäre, setzte Schindler in der 81. Minute den Deckel drauf - 7:1. Vorlage: Werner Runge, der an diesem Abend gefühlt überall war, nur nie müde.

Natürlich flog am Ende noch eine Gelbe Karte - Ralf Meiser sah sie in der 91. Minute, vermutlich aus Langeweile. Augsburgs Torwart Marcel Klug winkte nur ab: "Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen."

Die Statistik untermauert das Spektakel: 24 Torschüsse für Wusterwitz, nur 5 für Augsburg. Trotz weniger Ballbesitz (45 Prozent) war der FCW in jeder Szene griffiger, wacher, schlicht gieriger. Trainer Fritz fasste es trocken zusammen: "Taktik ist schön, Tore sind schöner."

Peter Schneider hingegen sprach von einem "kollektiven Blackout". Man könne das Spiel "nur abhaken", sagte er, und fügte mit bitterem Humor hinzu: "Immerhin haben wir das schönste Auswärtstor des Abends geschossen."

Als die Fans nach Abpfiff "Wusterwitz, Wusterwitz" sangen, stand die halbe Mannschaft Arm in Arm auf dem Rasen - Behrendt und Philipp irgendwo mittendrin, zwei Teenager, die an diesem Montagabend zu Helden wurden.

Fazit: Augsburg hatte mehr Ballkontakt, Wusterwitz mehr Spaß. Und am Ende zählt eben Letzteres.

Schlusswort? Nun ja: Wenn der FC Wusterwitz so weitermacht, braucht man bald größere Anzeigetafeln.

06.03.643987 15:45
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