Jamaica News Bulletin
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Feuer, Flügel und Finesse - Fire-House FC ringt Highgate Town mit 3:2 nieder

Ein lauer Abend in Kingston, 37.503 Zuschauer, ein übermütiger Stadionsprecher, der sich schon in der 10. Minute heiser schrie, und zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten: Der Fire-House FC hat am 4. Spieltag der 1. Liga Jamaica ein hitziges Duell gegen Highgate Town mit 3:2 (2:2) gewonnen - ein Spiel, das mehr Wendungen hatte als ein jamaikanischer Küstenweg.

Schon in der Anfangsphase brannte das namensgebende Feuer des Hausherren. In der 13. Minute bediente Luis Ochoa von der rechten Seite den 21-jährigen Wirbelwind Benjamin Beauvilliers, der den Ball trocken in die linke Ecke setzte. "Ich hab gar nicht gesehen, dass er schießt", grinste Ochoa später, "ich wollte eigentlich nur eine Flanke schlagen."

Doch Highgate antwortete prompt - und wie! Nur eine Minute später schob der erfahrene Mittelstürmer Agemar Roi nach feinem Zuspiel von Luke Grantham eiskalt ein. Trainer Friedrich Lechner rieb sich zufrieden den Bart: "Da siehst du die Routine. Roi braucht keine zweite Einladung."

Das Spiel blieb wild. Gelbe Karten flogen wie Mückenschwärme im Flutlicht - Vladimir Jevtic sah früh Gelb (11.), Noah McAteer gleich hinterher (21.). Highgate drückte weiter, Fire-House konterte über die Flügel, wie es Trainer Heinz Riffel liebt. In der 36. Minute wurde Riffels Verteidigungsreihe dann aber aufgerissen wie ein schlecht verklebtes Pflaster: Grantham selbst traf nach Vorarbeit von Rutger Sundström - 1:2 aus Sicht der Gastgeber.

Die Antwort kam noch vor der Pause - natürlich wieder über Ochoa. In der 43. Minute legte ihm der flinke Caio Lomban den Ball auf, und Ochoa wuchtete ihn ins Netz. 2:2, und das Stadion vibrierte. "Da war Feuer drin, im wahrsten Sinne", lachte Riffel nach dem Spiel, "wir hätten auch 4:4 in die Kabine gehen können."

Nach dem Seitenwechsel wechselte Riffel gleich, brachte Mateo Morte für den müden Joschua Vollmer. Highgate blieb bei seiner offensiven Ausrichtung, aber Fire-House hatte nun mehr vom Ball - am Ende 52 zu 48 Prozent Ballbesitz, knapp, aber verdient. Beide Teams schenkten sich nichts, doch in der 54. Minute kassierte Ochoa noch Gelb - ein wütender Schubser, der das Publikum aufheizen ließ.

Dann die 60. Minute - Lomban wieder über links, flach in den Strafraum, und Ochoa war erneut da. Doppelpack. 3:2. Der rechte Flügelspieler ballte die Faust in Richtung Tribüne, Riffel rannte kurz an der Linie entlang, als hätte er selbst getroffen. "Luis hat heute gespielt, als wäre er zwei Leute", schwärmte der Coach nach Abpfiff.

Highgate reagierte mit einem Dreifachwechsel zwischen der 60. und 70. Minute, brachte frische Beine - Caio Rocha, Morgan Young und Nael Maniche. Doch die neuen Kräfte verpufften gegen ein Fire-House-Team, das plötzlich diszipliniert und clever spielte. Volker Lange zog die Fäden im Mittelfeld, Lomban rannte, als hätte er drei Lungen, und Keeper Andrzej Szymkowiak hielt, was zu halten war.

Die Gäste kamen zwar noch zu Chancen - Roi in der 77. Minute per Kopf, Grantham kurz vor Schluss mit einem Distanzschuss - doch das Tor blieb ihnen verwehrt. Ein Raunen ging durchs Stadion, als der Schiedsrichter in der 90. Minute die Nachspielzeit anzeigte. Riffel brachte noch den frischen Nemanja Koroman für Lange, um das Ergebnis zu sichern.

Nach dem Abpfiff jubelten die Fans, als hätte Fire-House die Liga gewonnen. Ochoa wurde zum Mann des Spiels gekürt, und zeigte sich in der Mixed Zone erstaunlich bescheiden: "Ich danke Caio für die Vorlagen. Ohne ihn hätte ich mich wahrscheinlich verlaufen da vorne."

Trainer Lechner von Highgate hingegen sah es mit britischer Gelassenheit: "Wir haben gut gespielt, aber Fire-House hatte heute einfach mehr Punch. Und, na ja, vielleicht auch das Publikum im Rücken - oder im Ohr."

Fakt ist: Fire-House FC bleibt mit diesem 3:2 auf Kurs in der oberen Tabellenhälfte. Und wenn sie weiter so über die Flügel brennen, könnte das Stadion bald zum gefürchtetsten Grillplatz der Liga werden.

Ein Spiel voller Tempo, Emotionen und kleiner Hässlichkeiten - genau so, wie es die Fans lieben. Oder wie ein Zuschauer beim Verlassen des Stadions seufzte: "Ich hab zwar keine Stimme mehr, aber dafür drei Punkte."

05.03.643987 13:37
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Ich war das erste Mal Kapitän, da muss man einfach ein Tor machen.
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