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Flügelspiel trifft Mittelblock - Wingmakers und Denia trennen sich 1:1

Es war ein Abend, an dem 79.500 Zuschauer im Broughton-Stadion alles bekamen, was Fußballherzen höher schlagen lässt - außer vielleicht den entscheidenden Sieg. Die Broughton Wingmakers und CD Denia trennten sich zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase mit einem 1:1, ein Ergebnis, das beiden Teams schmeichelt und ärgert zugleich.

Trainer Tupac Shakur (ja, der Name allein verpflichtet zu großen Auftritten) hatte seine Wingmakers auf Flügelspiel eingestellt. Schon in den ersten Minuten raste Arkadiusz Baluszynski wie ein Düsenjet über die linke Seite, prüfte in der 7. Minute den Gästekeeper Thalis Grammozis und kassierte wenig später Gelb - vermutlich, weil der Schiedsrichter seine Geschwindigkeit für gesundheitsschädlich hielt. "Ich wollte nur zeigen, dass wir wach sind", grinste Baluszynski später.

Denia antwortete mit mediterranem Selbstbewusstsein: Stürmer Adem Ercan zirkelte den Ball in der 21. Minute gefährlich aufs Tor, doch Max Dunn im Wingmakers-Kasten fischte das Leder aus dem Winkel, als wolle er ein Souvenir fürs Wohnzimmer retten. "Ich hab kurz überlegt, ihn zu fangen und zu behalten - aber dann fiel mir ein, dass es noch 70 Minuten zu spielen gab", witzelte der Torhüter nach der Partie.

Broughton übernahm das Kommando, 53 Prozent Ballbesitz und ein paar elegante Pässe später fiel die Führung: In der 41. Minute tänzelte Manus Mouratidis nach Zuspiel von Haim Peretz in den Strafraum und schob zum 1:0 ein. Die Südtribüne bebte, und selbst Trainer Shakur ließ sich zu einem seltenen Lächeln hinreißen. "Ich sag’s meinen Jungs immer: Wer den Ball hat, hat die Musik - und heute haben wir kurz laut gespielt."

Doch kaum war die Pause verdaut, kam Denia mit einem wütenden "Jetzt erst recht"-Gesicht aus der Kabine. In der 49. Minute zog Benjamin MacPherson aus zentraler Position ab - nach feinem Pass von Linksverteidiger Gabri Ramallo - und traf zum verdienten 1:1. "Ich wollte eigentlich flanken, aber der Ball hat sich entschieden, berühmt zu werden", lachte MacPherson später in der Mixed Zone.

Von da an entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Teams feuerten insgesamt 13 Torschüsse ab - eine Statistik, die ahnen lässt, dass die Torhüter einen langen Abend hatten. Besonders auffällig: Wingmakers-Verteidiger Mattias Kristinsson, der in der Nachspielzeit gleich zweimal aus der Distanz draufhielt. "Wenn keiner vorne will, muss eben der Rechtsverteidiger ran", kommentierte er trocken.

Taktisch war es ein reizvoller Kontrast: Shakur ließ seine Mannschaft ausgewogen spielen, mit starkem Flügelangriff und aggressivem Zweikampfverhalten. Deniás Coach Mark Zander dagegen vertraute auf offensive Balance und Schussfreude aus allen Lagen. Das Ergebnis war eine Partie, die zwischen taktischer Feinarbeit und wilder Improvisation hin- und herpendelte - wie Jazz im Strafraum.

Kurzzeitig drohte die Begegnung zu kippen, als Deniás Stürmer Adem Ercan in der 79. Minute nach einem harten Einsteigen Gelb sah. Shakur sprang von der Bank, applaudierte ironisch und rief: "Er hat wenigstens den Ball gesucht!" - woraufhin Zander nur die Schultern hob. "Das war kein böses Foul, nur ein geografischer Irrtum", meinte er später mit einem Schmunzeln.

In den letzten zehn Minuten kochte die Stimmung, beide Seiten suchten verzweifelt die Entscheidung. Garcia und Mouratidis vergaben Chancen für Broughton, während Beaumanoir und Licka für Denia an Dunns Reflexen verzweifelten. Als der Schlusspfiff ertönte, sank Shakur in seinen Mantelkragen und murmelte: "Ein Punkt ist besser als Philosophie."

Statistisch war das Remis gerecht. Beide Teams mit 13 Schüssen aufs Tor, die Wingmakers leicht überlegen im Ballbesitz, Denia mit dem etwas mutigeren Abschlussverhalten. Die Zuschauer bekamen ein Spiel, das nicht durch Fehler entschieden wurde, sondern durch zwei gelungene Momente - und die Erkenntnis, dass Balance manchmal das aufregendste Ergebnis ist.

Trainer Zander fasste es treffend zusammen: "Wir haben keinen Sieg verschenkt, wir haben Spannung gestiftet." Und so verließen 79.500 Fans das Stadion mit dem Gefühl, Zeugen eines Spiels gewesen zu sein, das vielleicht keinen Sieger, aber jede Menge Geschichten hervorgebracht hatte.

Oder, wie es ein älterer Fan auf der Tribüne formulierte, während er sich die Schalwolle aus dem Gesicht zog: "Wenn das der erste Spieltag war, will ich gar nicht wissen, wie mein Herz am dritten aussieht."

Ein 1:1 also - gerecht, lebendig, leicht verrückt. Kurz gesagt: Champions League, wie man sie liebt.

08.04.643987 20:46
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Wenn ich über das Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er.
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