Dagbladet
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Fredrikstad gewinnt in Kongsvinger - Andersen beendet das Geduldsspiel

Eliteserien | 7. Spieltag | 17.08.26 | Kongsvinger FF - Fredrikstad BK 0:1

Kongsvinger. Es war ein Abend für Freunde des gepflegten Spannungsaufbaus - und für alle, die 75 Minuten lang auf ein Tor warten können, ohne nervös die Sitznachbarn zu befragen. Am 7. Spieltag der norwegischen Eliteserien setzte sich Fredrikstad BK bei Kongsvinger FF mit 1:0 (0:0) durch. Vor 12.353 Zuschauern erzielte Jorn Andersen in der 76. Minute den entscheidenden Treffer.

Bis dahin hatte das Spiel vor allem eines geliefert: reichlich Beschäftigung für die Torhüter und deutlich weniger für die Anzeigetafel. Fredrikstad begann wacher und zielstrebiger. Schon in der vierten Minute prüfte Andersen Kongsvingers Schlussmann Age Fjortoft, fünf Minuten später zog Einar Bjornebye nach. Andersen legte in der elften und zwölften Minute gleich noch zwei Versuche nach. Kongsvingers Antwort kam in der 15. Minute durch Geir Nilsen - ein Schuss, der vermutlich vor allem beweisen sollte, dass auch die Gastgeber wussten, wo das gegnerische Tor stand.

Fredrikstad hatte die Partie über weite Strecken im Griff. 55,2 Prozent Ballbesitz sprechen eine sachliche Sprache, die 19:3-Torschüsse allerdings eine noch deutlichere. Die Gäste kombinierten geduldig, suchten nach Angaben der taktischen Ausrichtung eher die sichere Gelegenheit als den spektakulären Abschluss aus dreißig Metern. Kongsvinger blieb zunächst ausgewogen formiert, fand aber nur selten den Weg aus der eigenen Hälfte.

Am Spielfeldrand hätte man in dieser Phase folgenden Dialog erwarten können: "Wir halten gut dagegen", sagt ein Kongsvinger-Verteidiger. "Ja", antwortet der Mitspieler, "aber vielleicht könnten wir gelegentlich auch angreifen." Ganz so laut dürfte es nicht gewesen sein - die Statistik hätte den Witz allerdings verstanden.

Die erste Halbzeit endete folgerichtig 0:0. Fredrikstad hatte mehrfach angeklopft, Kongsvinger hielt die Tür geschlossen. Steffen Carew sah in der 26. Minute die erste Gelbe Karte der Partie, Kongsvingers Andre Berntsen folgte neun Minuten später. Es war kein wildes Spiel, eher eines mit jener nordischen Beharrlichkeit, bei der jeder Zweikampf aussieht, als sei er vorher schriftlich beantragt worden.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Fredrikstad blieb überlegen, ohne in Hektik zu verfallen. Simen Halvorsen und Einar Bjornebye suchten den Abschluss, Marius Berg schaltete sich ein, während Kongsvinger nur sporadisch für Entlastung sorgte. In der 61. Minute versuchte es Innenverteidiger Marius Berg für die Gastgeber, in der 74. Minute Iuliu Nicolita. Beide Male blieb es beim Versuch.

Dann kam die 76. Minute. Fritz Jadin brachte sich auf der rechten Seite in die Aktion ein, Andersen vollendete für Fredrikstad. Der Treffer war der Lohn für die geduldigere und druckvollere Spielweise der Gäste - und für Andersen, der zuvor bereits mehrfach an Fjortoft oder dem eigenen Abschlussglück gescheitert war. Diesmal passte alles.

"Wir wollten ruhig bleiben und auf die richtige Gelegenheit warten", wäre eine passende Zusammenfassung von Trainer Paul Kronenberg nach dem Spiel gewesen - sinngemäß, nicht als wörtliches Zitat. Denn tatsächlich dokumentieren die vorliegenden Spieldaten vor allem seine Mannschaft: ausgewogen aufgestellt, konsequent im Passspiel und mit klarer Vorliebe für gute Chancen statt für Fußball-Lotterie.

Kongsvinger versuchte in der Schlussphase noch einmal, Druck aufzubauen, doch Fredrikstad verteidigte den Vorsprung souverän. Die Gastgeber hatten gekämpft, aber mit nur drei Torschüssen war der Weg zum Ausgleich ungefähr so lang wie ein Abend ohne weitere Statistik.

Am Ende blieb ein verdienter Auswärtssieg für Fredrikstad. Kongsvinger kann immerhin mitnehmen, dass die Defensive lange hielt. Fredrikstad nimmt drei Punkte mit - und Andersen vermutlich die Erkenntnis, dass sich Geduld im Fußball manchmal tatsächlich auszahlt. Auch wenn sie vorher 75 Minuten lang ziemlich unhöflich auf die Probe gestellt wird.

18.08.2026 07:54
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Wir hatten viele Verletzte, aber das soll den Sieg der Freiburger in keinster Weise schmeicheln.
Andreas Brehme
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