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Eliteserien | 5. Spieltag | 15.08.26 | Enga Oslo - Fredrikstad BK 0:1 Knut Berre eröffnete den Abend mit einem schnellen Abschluss nach Vorarbeit von Marius Berg. Zwei Minuten waren gespielt, da musste Enga-Torhüter Steffen Mykland bereits hinter sich greifen. Fredrikstad hatte damit genau das bekommen, was sich jede Auswärtsmannschaft wünscht: ein frühes Tor, Ruhe im Spiel und einen Gegner, der fortan seiner eigenen Dramaturgie hinterherlaufen musste. Enga Oslo fand dennoch ins Spiel. Jorn Nilsen, der auffälligste Angreifer der Gastgeber, prüfte Fredrikstad-Keeper Daniel Mykland in der achten, zwölften und 29. Minute. Auch später blieb Nilsen derjenige, der den Osloer Angriff am Leben hielt. Seine Versuche in der 81. und 85. Minute waren die letzten ernsthaften Hoffnungszeichen der Hausherren. Der Ball wollte jedoch nicht ins Tor - offenbar hatte er an diesem Abend andere Pläne. Fredrikstad zeigte sich im ersten Durchgang wesentlich zielstrebiger. Cristiano Ronaldo, der hier tatsächlich für den norwegischen Klub auflief und nicht etwa aus einer Zeitmaschine gestiegen war, gab in der 17. Minute seinen ersten von mehreren Versuchen ab. David Henriquez, Einar Bjornebye, Brede Hangeland, Marius Berg, Tommy Flo und Gunnar Flo sorgten dafür, dass Engas Defensive kaum Gelegenheit bekam, sich über einen ruhigen Samstagabend zu freuen. In der 41. Minute musste Enga reagieren: Carl Conrad verletzte sich und wurde durch Steffen Hangeland ersetzt. Eine organisatorische Randnotiz war das nicht, denn Fredrikstad hatte bis dahin bereits erhebliche Unruhe in der Osloer Hintermannschaft gestiftet. Zur Pause lagen die Gäste folgerichtig mit 1:0 vorn. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am taktischen Grundbild wenig. Beide Mannschaften blieben ausgewogen ausgerichtet, spielten mit normalem Einsatz und verzichteten weitgehend auf aggressives Pressing. Fredrikstad kombinierte geduldig, suchte den Abschluss bei guten Gelegenheiten und hielt Enga damit auf Abstand. Die Statistik erzählte schließlich eine ziemlich deutliche Geschichte: 23 Torschüsse für die Gäste standen acht für Oslo gegenüber. Beim Ballbesitz war der Unterschied kleiner - 53,6 Prozent für Fredrikstad, 46,4 Prozent für Enga. Mehr Ballbesitz allein ist eben noch kein Gutschein für drei Punkte. Ronaldo blieb zwischen der 64. und 89. Minute mehrfach gefährlich, Tommy Flo schoss in der 93. Minute noch einmal auf das Tor. Enga antwortete spät durch Einar Carew und Erik Karadas, doch auch diese Versuche änderten nichts mehr. Die Zuschauer im mit 13.902 Menschen gut gefüllten Stadion mussten sich mit der klassischen Heimfan-Frage begnügen: "Wie kann man so viel hoffen und trotzdem so wenig bekommen?" Eine Antwort lieferte der Spielstand. Fünf Gelbe Karten - für Brede Hangeland, Richard König, Marius Berg, Ragnhild Lydersen und Gunnar Hagen - zeugten von einer umkämpften, aber nicht entgleisten Partie. Fredrikstad verteidigte den Vorsprung mit bemerkenswerter Disziplin und nahm einen verdienten 1:0-Erfolg mit. Enga Oslo hatte Chancen, Einsatz und phasenweise auch Mut. Fredrikstad hatte Knut Berre - und damit den einen Moment, der im Fußball bekanntlich genügt. unerquicklich für Oslo, ausgesprochen praktisch für die Gäste. 15.08.2026 21:20 |
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Giovanni Trappatoni