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Serie A | 22. Spieltag | 02.09.26 | Gela - Tigri Cremonesi 2:0 Dabei begann die Partie keineswegs mit dem erwartbaren Sturmlauf der Gastgeber. Bereits in der dritten Minute prüfte Finlay Fouquet Gela-Schlussmann Arkadiusz Dziekanowski. Zwei Minuten später antwortete Jozef Kona, kurz darauf Liam Carlsson. Es war ein munteres Abtasten, bei dem beide Mannschaften offenbar herausfinden wollten, ob das gegnerische Tor tatsächlich dort stand, wo es laut Regelwerk stehen sollte. Gela agierte von Beginn an offensiv und suchte zunächst den Weg über die Flügel. David Martin, Javier Deco und Carlsson schoben immer wieder an, während Ramon Rivilla auf der rechten Seite auffällig viel Platz fand. Tigri Cremonesi blieb seiner ausgewogenen Ausrichtung treu, verteidigte ordentlich und verzichtete weitgehend auf aktives Pressing. Das war taktisch geduldig - oder, je nach Gemütslage auf der Tribüne, einfach höflich. Die Gäste hatten ihre Möglichkeiten. Nemanja Gavrancic und Arthur Furtok sorgten im ersten Durchgang für Gefahr, auch Finlay Lockhart tauchte nach der Pause gefährlich vor dem Tor auf. Doch Gela blieb zielstrebiger. Insgesamt kamen die Hausherren auf zwölf Torschüsse, Tigri Cremonesi auf sieben. Der Ballbesitz war nahezu ausgeglichen: 49,2 Prozent für Gela, 50,8 Prozent für die Gäste. Ein Spiel auf Augenhöhe also - zumindest statistisch. Auf der Anzeigetafel gelten bekanntlich andere Maßstäbe. Zur Halbzeit stand es 0:0. "Wir waren geduldig, aber nicht eingeschlafen", soll Michael Müller in der Kabine gesagt haben. Ein Satz, der im modernen Fußball vermutlich als taktische Großanalyse durchgeht. Nach Wiederbeginn änderte Gela sein Angriffsmuster, spielte weniger starr über außen und suchte häufiger die direkte Lösung. Außerdem schaltete die Mannschaft beim Abschluss vom vorsichtigen "gute Chancen herausspielen" auf "wenn er da ist, schieß". Das zahlte sich in der 55. Minute aus. Vicente Peyroteo leitete den Angriff ein, und Ramon Rivilla vollendete zur Führung. Der Rechtsaußen, der schon zuvor mehrfach den Abschluss gesucht hatte, blieb nach seinem Treffer erstaunlich ruhig. "Beim vierten Versuch dachte ich: Einer muss ja irgendwann reingehen", sagte Rivilla später mit einem Grinsen. Sein Trainer Müller soll am Spielfeldrand lediglich die Faust geballt und gerufen haben: "Endlich!" Tigri Cremonesi musste nun offensiver werden, blieb aber im letzten Drittel zu ungefährlich. Gela verteidigte aufmerksam und gewann 52,4 Prozent der Zweikämpfe. Die Einwechslungen von Caio Simao und Harvey Townsend brachten zusätzliche Stabilität, auch wenn Simao sich später noch eine Gelbe Karte abholte. Kona hatte bereits in der 71. Minute verwarnt worden - Gela sammelte also nicht nur Chancen, sondern auch kleine Andenken. In der 83. Minute fiel die Entscheidung. Pau Tonel bediente Liam Carlsson, der den Ball zum 2:0 im Tor unterbrachte. Carlsson hatte schon in der ersten Hälfte mehrfach angeklopft und durfte nun endlich eintreten. "Ich dachte kurz, der Ball sei wieder beleidigt und wolle nicht hinein", scherzte der Torschütze. Danach brachte Gela den Vorsprung souverän über die Zeit. Tigri Cremonesi blieb bemüht, doch der Abend gehörte den Gastgebern. 2:0 - kein Spektakel vom Anpfiff an, aber ein Sieg mit Geduld, Nachdruck und zwei Treffern zur richtigen Zeit. Im Fußball ist das oft die eleganteste Form, recht zu behalten. 02.09.2026 22:04 |
Sprücheklopfer
Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt.
Fritz Walter Junior