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Gela macht kurzen Prozess: Tigri Cremonesi geht mit 0:4 unter

Serie A | 34. Spieltag | 08.08.26 | Tigri Cremonesi - Gela 0:4

34742 Zuschauer waren am 34. Spieltag der Serie A gekommen, um Tigri Cremonesi und Gela zu sehen. Sie bekamen ein Spiel, das zunächst nach Fußball aussah und spätestens nach einer halben Stunde wie eine sehr gründliche Lehrveranstaltung in Chancenverwertung. Gela gewann mit 4:0 (2:0) - und die Gastgeber brachten es tatsächlich auf keinen einzigen Torschuss.

Dabei hatte Tiger Tigri seine Mannschaft offensiv aufgestellt. Offensiv war sie auch - zumindest auf dem Spielberichtsbogen. Auf dem Rasen blieb davon wenig übrig. Die Tigri-Cremonesi-Angriffe verliefen ungefähr so: Ballgewinn, zwei Pässe, vorsichtiger Blick Richtung gegnerisches Tor, Ballverlust. Gela musste sich nicht einmal besonders beeilen. Der Gast spielte ebenfalls offensiv, aber mit deutlich mehr Nachdruck und, gelegentlich hilfreich, in Richtung Tor.

Bereits in der vierten Minute prüfte Tiago Almeida den italienischen Schlussmann Carl Djalo. Es war der Auftakt zu einer ersten Halbzeit, in der Gela den Ball zwar nur knapp häufiger hatte - 50,1 Prozent gegenüber 49,9 Prozent -, aber dafür fast alles andere kontrollierte. Gawriil Tregubow und Ignacio Barbosa tauchten immer wieder gefährlich auf. Barbosa scheiterte zunächst, traf aber in der 18. Minute.

David Martin setzte sich auf der linken Seite durch und legte für Barbosa auf. Der rechte Mittelfeldspieler ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und schob zur Führung ein. Auf der Tribüne wurde es stiller. Ein Zuschauer soll seinem Nachbarn zugeraunt haben: "Vielleicht ist das nur ein Weckruf." Nach dem weiteren Spielverlauf war es eher die Durchsage zum Beginn der Nachtschicht.

Gela blieb dran. Tregubow schoss, Almeida schoss, Barbosa schoss - Gela schoss überhaupt gern. Insgesamt sollten es 18 Torschüsse werden. Tigri Cremonesi dagegen: null. Nicht einer, der knapp vorbeiging. Nicht einer, bei dem der Torwart spektakulär parieren musste. Einfach keiner. Der Ball schien das Tor der Gäste nur aus der Ferne zu kennen.

In der 33. Minute erhöhte Almeida auf 2:0. Caio Simao fand den Mittelstürmer, der die Gelegenheit sachlich und humorlos verwertete. Gela führte zur Pause verdient, während Trainer Tiger Tigri seine Mannschaft vermutlich nicht daran erinnern musste, wo das gegnerische Tor stand - eher daran, dass es existiert.

"Wir wollten geduldig bleiben", hätte Tigri nach dem Spiel sagen können. "Leider war Gela geduldiger darin, uns nicht ins Spiel kommen zu lassen." Sein Gegenüber Michael Müller durfte sich dagegen über eine Mannschaft freuen, die trotz des komfortablen Vorsprungs nicht nachließ. "Vier Tore sind schön, aber wir hätten auch gern fünf oder sechs Chancen weniger gebraucht", lautete Müllers mutmaßlich nüchterne Analyse.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Gela blieb offensiv, spielte zielstrebig und fand weiterhin Lücken. In der 60. Minute war David Martin an der Reihe. Vitorino Postiga bereitete vor, Martin vollendete - 3:0. Die Partie war damit entschieden, falls sie das nicht bereits nach dem zweiten Treffer gewesen war.

Tigri Cremonesi reagierte in der 66. Minute und brachte Santiago Fernandez für Alfonso Viana. Ein Impuls blieb aus. Gela blieb gefährlich, Almeida vergab weitere Möglichkeiten, und Jan Michalik musste in der 83. Minute verletzt vom Feld. Isidoro Garcia ersetzte ihn. Kurz darauf wechselte Müller noch Vicente Peyroteo und Harvey Townsend ein - Verwaltungsarbeit auf hohem Niveau.

Den Schlusspunkt setzte Almeida in der 76. Minute nach Vorarbeit von Martin. Es war sein zweiter Treffer, das 4:0 und zugleich die endgültige Bestätigung, dass dieser Abend den Gastgebern nicht gehörte. Gela gewann verdient, zweikampfstärker und mit sichtbarer Freude am Torschuss. Tigri Cremonesi hatte beinahe gleich viel Ballbesitz, aber leider keine Idee, was man damit anfangen könnte.

Am Ende blieb den Heimfans nur Galgenhumor. "Immerhin war die Anzeigetafel sehr präzise", sagte einer beim Hinausgehen. 0:4 - manchmal ist Statistik eben auch eine Form von Satire.

09.08.2026 00:17
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Bevor wir für einen Torwart 15 bis 20 Millionen Mark bezahlen, stelle ich mich selbst ins Tor.
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