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Serie A | 15. Spieltag | 07.11.26 | Gela - Partinico Calcio 3:1 Schon um 20.30 Uhr war zu erkennen, dass Gela keine lange Anlaufzeit benötigte. Die Gastgeber traten offensiv auf, suchten konsequent die Außenbahnen und kombinierten mit ausreichend Geduld, um nicht jeden Ball sofort in den dritten Rang zu befördern. Partinico dagegen lauerte auf Konter, spielte häufig lange Bälle und setzte auf körperliche Präsenz. Eine Strategie, die durchaus mutig war, allerdings ungefähr so viel Ruhe ausstrahlte wie ein überfüllter Bahnhof kurz vor Abfahrt. Nach zwei ersten Warnschüssen von Detlev Thiel und Brandon Darabont wurde Gela in der 19. Minute belohnt. Fritz Eschkol bereitete vor, Ramon Rivilla vollendete zum 1:0. Rivilla hatte bereits zuvor Gefahr angedeutet und blieb auch nach seinem Treffer auffällig. "Ich habe gedacht: Wenn ich noch einmal schieße, muss irgendwann einer rein", soll der Torschütze später mit einem Grinsen gesagt haben. Eine bemerkenswert wissenschaftliche Herangehensweise. Gela blieb am Drücker. Darabont prüfte die Defensive mehrfach, Niels Wegener schaltete sich aus dem zentralen Mittelfeld ein, und Partinico fand kaum Gelegenheit, den eigenen Konterplan in die Tat umzusetzen. In der 36. Minute erhöhte Darabont nach Vorarbeit von Detlev Thiel auf 2:0. Die Gastgeber hatten nun die Partie fest im Griff - und Partinico immerhin den Trost, in der Halbzeitpause nicht noch weiter zurückzuliegen. "Wir wollten über die Flügel kommen und mit sicheren Abschlüssen arbeiten", erklärte Gela-Trainer Michael Müller sinngemäß. "Das hat in der ersten Halbzeit ziemlich gut funktioniert." Das war, angesichts des Spielstands, eine geradezu gewagte Untertreibung. Partinico kam nach dem Seitenwechsel mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. In der 48. Minute verkürzte Carlos Vazquez nach Zuspiel von Daan Callaert auf 1:2. Plötzlich war die Partie wieder offen, und auf der Gela-Bank dürfte für einige Sekunden jene besondere Stille geherrscht haben, in der Trainer innerlich bereits drei Auswechslungen und mindestens einen sehr deutlichen Blick vorbereiten. Doch Gela antwortete prompt. In der 60. Minute traf Niels Wegener, Baltsar Taube lieferte die Vorarbeit. Wegener hatte bereits zuvor aus der Distanz für Unruhe gesorgt und belohnte sich nun für seinen Vorwärtsdrang. "Nach dem Anschlusstreffer mussten wir ruhig bleiben", sagte Müller laut Vereinsumfeld. "Zum Glück haben wir nicht angefangen, Fußball zu erfinden." Partinico bemühte sich bis zum Ende, blieb aber offensiv zu harmlos. Lediglich vier Torschüsse standen am Ende zu Buche, während Gela 13 Abschlüsse verzeichnete. Auch beim Ballbesitz lagen die Hausherren mit 53,17 Prozent knapp vorn. Die Zweikampfquote von 54,42 Prozent unterstrich zudem, dass Gela nicht nur spielen, sondern auch arbeiten wollte. Nach Gelben Karten für Eugenio Spulico und Harvey Townsend blieb die Partie letztlich ohne weitere dramatische Wendung. Gela verwaltete den Vorsprung souverän, Partinico wechselte noch mehrfach und ersetzte in der 90. Minute sogar Torhüter Alexandru Mihali durch Raffaello Satriano - ein ungewöhnlicher Schlusspunkt für eine Partie, in der die Gäste vor allem eines wechselten: die Hoffnung. Gela gewinnt verdient 3:1. Partinico reist mit einem Tor und einigen langen Bällen nach Hause. Die Gastgeber dagegen dürfen sich über drei Punkte freuen - und darüber, dass ihr Plan diesmal besser funktionierte als der des Gegners. 07.11.2026 21:40 |
Sprücheklopfer
Ich habe keine Probleme mit Werner Lorant mal ein Bier zu trinken - oder auch mal ein Kaugummi zu kauen.
Lothar Matthäus