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Gela begann offensiv, suchte über die Flügel den Weg nach vorn und hatte bereits nach neun Minuten die erste gute Gelegenheit. Tiago Almeida versuchte es gleich zweimal innerhalb von 60 Sekunden. Real Milano antwortete über Ewan Burton, doch zunächst blieb es bei Annäherungen. Beide Teams spielten mit hoher Aggressivität, als hätte jemand vor dem Anpfiff die Zweikämpfe mit zusätzlichem Espresso aufgegossen. Gela war in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. Harvey Townsend und Ignacio Barbosa schalteten sich ein, Matias Rueda prüfte die Defensive der Gäste - und in der 30. Minute belohnte sich die Heimmannschaft. Liam Carlsson traf nach Vorarbeit von Tiago Almeida zum 1:0. Carlsson hatte zuvor bereits auf das Tor geschossen und bewies nun, dass Beharrlichkeit im Fußball manchmal tatsächlich besser funktioniert als ein ausgeklügelter Masterplan. "Wir hatten das Gefühl, dass der Treffer nur eine Frage der Zeit war", sagte Carlsson nach dem Spiel - sinngemäß jedenfalls. "Leider war die Antwort von Real Milano schneller als uns lieb war." Mit der Führung im Rücken ging Gela in die Pause. Die Zahlen bestätigten den guten Auftritt: 53,5 Prozent Ballbesitz und am Ende 13 Torschüsse standen für das Heimteam zu Buche. Real Milano kam insgesamt nur auf sieben Abschlüsse. Wer daraus auf einen ruhigen Abend für Gela schloss, hatte entweder noch nie Fußball gesehen oder eine besonders optimistische Beziehung zu Statistiken. Denn nach dem Seitenwechsel schlug Real Milano zurück. In der 54. Minute erzielte Burton den Ausgleich, Nelson Quaresma lieferte die Vorarbeit. Für Burton war es bereits der zweite gefährliche Abschluss des Abends - diesmal mit deutlich besserem Ausgang. Plötzlich war das Spiel wieder offen, und die Gastgeber wirkten, als hätten sie ihre komfortable Führung irgendwo zwischen Kabinentür und Mittelkreis liegen gelassen. Gela wechselte zur Pause Mattias Lindstrom aus, später kamen David Martin und Ramon Rivilla hinzu. Real Milano brachte ebenfalls frische Kräfte und blieb seinem offensiven Flügelspiel treu. In der 62. Minute sah Vitor Ibanez die Gelbe Karte, doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken. Acht Minuten später folgte der entscheidende Moment: Oliver Bancroft traf zum 2:1 für Real Milano. Der Vorbereiter hieß diesmal Ewan Burton, der damit an beiden Treffern der Gäste beteiligt war. "Wir haben nach dem Rückstand nicht nervös geworden", erklärte Real-Milano-Trainer Dennis Hees in einem fiktiven, aber treffend klingenden Kabinengespräch. "Wir haben einfach weitergespielt. Und gehofft, dass Gela irgendwann aufhört, auf unser Tor zu schießen." Ganz hörte Gela damit nicht auf. Liam Carlsson, Nikola Budan, Tiago Almeida und Ignacio Barbosa suchten weiter den Abschluss. In der Schlussphase erhöhte Gela den Einsatz und stellte auf aktiveres Pressing um. Doch Real Milano verteidigte den Vorsprung, brachte unter anderem Nuno Hernan, Christo Angelow und David Neres ins Spiel und rettete die drei Punkte über die Zeit. Gelas Trainer Michael Müller dürfte sich trotz der Niederlage auf die 13:7-Schussbilanz berufen können. "Wir hatten mehr Ball und mehr Chancen", hätte er sagen können. "Leider gewinnt man im Fußball nicht für besonders überzeugendes Zählen." Real Milano siegte 2:1, obwohl Gela zur Pause führte und statistisch keineswegs schlechter war. Das ist bitter für die Gastgeber - und vermutlich genau der Grund, warum es im Fußball keine Punkte für gute Vorsätze gibt. 07.09.2026 21:46 |
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Ich bin giftiger als die giftigste Kobra.
Jürgen Wegmann