// Startseite
| Tuttosport |
| +++ Sportzeitung für Italien +++ |
|
|
|
Dabei dauerte es gerade einmal zwei Minuten, bis die Gastgeber die Richtung vorgaben. Brandon Darabont traf früh zur Führung, nachdem Gela über die Außenbahn Druck gemacht hatte. Der linke Angreifer war von Beginn an kaum zu halten und wirkte, als habe er mit dem gegnerischen Torwart noch eine private Rechnung offen. "Ich wollte einfach schnell Klarheit schaffen", sagte Darabont später sinngemäß. Das gelang ihm bemerkenswert gründlich. Real Milano versuchte, mit kurzen Pässen und schnellen Gegenstößen zu antworten. In der fünften und sechsten Minute kamen Pedro Viana und der erst 18-jährige Matteo Soveria Mannelli zu Abschlüssen. Auch Nelson Quaresma prüfte die Gela-Abwehr, doch Torwart Arkadiusz Dziekanowski blieb unbeirrt. Real hatte seine Momente, aber Gela hatte die besseren Antworten - und vor allem die deutlich bessere Laune. In der 14. Minute erhöhte Harvey Townsend auf 2:0. Bemerkenswert: Der Rechtsverteidiger war nicht etwa zufällig im Strafraum vorbeigekommen, sondern vollendete eine der vielen gefährlichen Aktionen über die Flügel. Gerhard Wendt war an der Entstehung beteiligt. Gela spielte offensiv, suchte meist die Außenbahnen und kombinierte mit genügend Geduld, um Real Milano nicht nur zu überrennen, sondern dabei auch noch halbwegs ordentlich auszusehen. "Wir wollten nicht blind nach vorne rennen", erklärte Trainer Michael Müller sinngemäß. "Wir wollten die richtigen Räume finden." Die Räume waren offenbar groß genug für einen Umzug. Zur Halbzeit stand es 2:0, obwohl Real Milano keineswegs komplett verschwunden war. Mario Rocha und Christian Maus hatten vor der Pause weitere Möglichkeiten. Doch Gela gab den Ton an: 16 Torschüsse standen am Ende fünf von Real Milano gegenüber. Auch beim Ballbesitz lag Gela mit 54,9 Prozent vorn. In den Zweikämpfen war der Vorsprung noch deutlicher: 55,6 Prozent zu 44,4. Kein spektakulärer statistischer Kantersieg - nur einer, der auf dem Rasen ziemlich genau so wirkte. Die Entscheidung fiel endgültig in der 57. Minute. Christian Maus sah Rot und ließ seine Mannschaft in Unterzahl zurück. Real Milano hatte ohnehin Mühe, die Angriffe der Gastgeber zu sortieren; mit zehn Spielern wurde daraus ein Organisationsproblem mit offenem Ausgang. Trainer Dennis Hees reagierte bereits zur Pause mit drei Wechseln, doch auch neue Namen auf dem Platz konnten den alten Ärger nicht beseitigen. Gela blieb hungrig. In der 72. Minute traf Caio Simao zum 3:0, vorbereitet von Sander Van Zandt. Fünf Minuten später legte Nikola Budan nach, Joris Osterhoudt war beteiligt. Spätestens jetzt sahen die Zuschauer weniger ein Fußballspiel als eine öffentliche Demonstration darüber, wie man eine komfortable Führung in eine sehr unbequeme Niederlage für den Gegner verwandelt. Real Milano musste zudem den verletzungsbedingten Ausfall von Rocha in der 78. Minute verkraften. Gela wechselte spät noch einmal, ohne den Rhythmus zu verlieren. In der 90. Minute setzte Darabont mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 5:0, diesmal mit Caio Simao als Beteiligtem. "Fünf Tore sind schön, aber wir wollten vor allem konzentriert bleiben", lautete Müllers sinngemäße Bilanz. Bei fünf Toren, 16 Abschlüssen und einem 5:0 darf man diese Bescheidenheit gern als höfliche Tarnung betrachten. Real Milano wird derweil froh sein, dass Fußballspiele irgendwann abgepfiffen werden. 01.11.2026 21:46 |
Sprücheklopfer
Heute habe ich sicher so viel Unterstützung wie Leonid Breschnew früher bei den Sowjet-Wahlen!
Jan-Aage Fjörtoft nachdem er das Siegtor gegen Bayern München geschossen hatte