Dagbladet Sport
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Gentofte-Vangede müht sich zu glanzlosem 1:0 über Brönshöj BK

Es war einer dieser Abende, an denen man sich fragt, ob der Fußballgott vielleicht im Stau stand. 49.373 Zuschauer waren ins Gentofte Stadion geströmt, um am 29. Spieltag der 1. Liga Dänemark die Hausherren von Gentofte-Vangede gegen Brönshöj BK zu sehen. Was sie bekamen, war ein frühes Feuerwerk - und dann eine zähe Lehrstunde in Geduld.

Bereits in der dritten Minute erlöste Callum Buchan das Publikum. Der flinke Linksaußen, sonst eher als Dauerläufer mit Hang zum Übermut bekannt, traf nach klugem Zuspiel von Tobias Bang aus kurzer Distanz zum 1:0. "Ich hab einfach draufgehalten - und diesmal ging er rein", grinste Buchan später in die Kameras. Trainer Hans Meier kommentierte trocken: "Wir wollten Druck machen von Anfang an. Dass es gleich funktioniert, war schön. Danach… na ja, danach wollten wir wohl zu viel verwalten."

Danach begann ein Spiel, das die Statistikfreunde in Ekstase, die Ästheten aber in die Verzweiflung trieb: 22 Torschüsse für Gentofte-Vangede, nur einer für Brönshöj. Und dennoch blieb es beim mageren 1:0. Die Gäste hatten mit 56 Prozent Ballbesitz zwar mehr vom Spiel, wussten damit aber herzlich wenig anzufangen. Ihr einziger Abschluss kam in der 94. Minute, als Elliot Reid einen Verzweiflungsschuss in die Arme von Keeper Marijo Hrgovic setzte.

Gentofte hingegen spielte, als gelte es, einen Preis für Fleißarbeit zu gewinnen. Joel Kilbane prüfte den Gäste-Torwart beinahe im Zehn-Minuten-Takt, Nelson Agirre zog aus der zweiten Reihe ab, und selbst Innenverteidiger Menachem Begin versuchte sich an einem artistischen Seitfallzieher - was ihm allerdings nur eine Gelbe Karte für übermotiviertes Einsteigen einbrachte (38.). "Ich wollte zeigen, dass auch Verteidiger schießen können", rechtfertigte sich Begin später mit einem Augenzwinkern.

Kurz nach der Pause wechselte Trainer Meier munter durch. Jannik Johansson wich dem 19-jährigen Anthony Gordon, Menachem Begin machte Platz für den blutjungen Otto Thomsen, der sich in seinem ersten Ligaeinsatz wacker schlug. "Ich hab einfach versucht, nicht umzufallen", gab der 18-Jährige ehrlich zu. Gegen Ende durfte auch Pal Fogl ran, der prompt in der 76. Minute beinahe das 2:0 erzielte - beinahe.

Brönshöj BK, trainiert von einem nervös gestikulierenden Hans Barth, blieb harmlos. Ihre Taktik? "Ausgeglichen", wie es das Statistikblatt nennt - was in Wahrheit hieß: man stand rum und hoffte auf einen Fehler. Der kam nicht. Stattdessen sammelten sie Gelbe Karten: Bradley Eliot ließ sich in der 92. Minute noch eine Verwarnung zeigen, als er den Ball wütend über die Seitenlinie drosch. "Wenn schon kein Tor, dann wenigstens ein Zeichen setzen", knurrte er danach.

In der Schlussphase wurde’s noch einmal hektisch. Gianluca Zambrotta, der 20-jährige Rechtsverteidiger der Gastgeber, musste verletzt vom Platz - offenbar eine Muskelgeschichte, nichts Dramatisches. "Er sagte, es ziehe nur ein bisschen, aber das sagen sie alle", meinte Trainer Meier lakonisch.

Auf taktischer Ebene blieb Gentofte-Vangede bis zum Schluss auf "ausgewogen" eingestellt, zog aber in den letzten Minuten das Pressing an, als wollte man den Gegner endgültig erdrücken. Brönshöj blieb stoisch defensiv - und schien sogar erleichtert, als der Schlusspfiff kam.

Nach dem Spiel sprach Buchan von einem "Arbeitssieg", während Coach Meier noch einmal die Moral lobte: "Wir haben uns reingebissen. Spielerisch war’s kein Gedicht, aber wir haben gezeigt, dass wir auch hässlich gewinnen können."

Hässlich, ja - aber effektiv. Gentofte-Vangede sichert sich mit dem 1:0 drei wichtige Punkte, während Brönshöj BK mit leeren Händen und einer Bilanz von einem Torschuss die Heimreise antreten musste.

Ein älterer Fan auf der Tribüne brachte es auf den Punkt, während er sein Stadionbier austrank: "War nicht schön, aber wenigstens gewonnen. Ich hab schon schlechtere Krimis gesehen."

Und so bleibt der Abend in Gentofte als jener in Erinnerung, an dem 22 Schüsse für ein mageres Tor reichten - und 49.000 Zuschauer lernten, dass man Fußball auch mit Zähigkeit gewinnen kann. Oder, wie Trainer Meier es formulierte: "Manchmal reicht ein Tor. Und ein dickes Nervenkostüm."

21.05.644000 10:26
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Das ist das Problem in Frankfurt: Hier muss einer nur dreimal mit dem Hintern wackeln, und schon ist er ein guter Spieler.
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