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Major League | 11. Spieltag | 21.08.26 | Los Angeles Goats - Cleveland Kickers 1:2 Dabei begann die Partie im Stadion von Los Angeles durchaus verheißungsvoll. Die Goats standen tief, lauerten auf Konter und schickten ihre Angriffe bevorzugt über lange Bälle nach vorn. Billy Adams war in der Anfangsphase besonders auffällig. Der linke Angreifer prüfte Cleveland mehrfach und hätte seine Mannschaft beinahe früh in Führung gebracht. "Ich hatte heute offenbar beschlossen, den Torwart warmzuschießen", soll Adams nach der Partie mit Galgenhumor gesagt haben. Die Kickers ließen sich davon nicht beeindrucken. Cleveland trat offensiver auf, spielte geduldig und suchte den kontrollierten Weg nach vorn. In der 19. Minute gab Juanito Xavier den ersten Warnschuss ab, später versuchten sich auch Zdravko Kahriman und Lionel Couto. Die Gäste hatten mit 51,6 Prozent etwas mehr Ballbesitz, ohne daraus zunächst Kapital zu schlagen. Los Angeles kam auf 48,4 Prozent und entwickelte daraus vor allem eines: Widerstand. In der 33. Minute war es dann vorbei mit der Geduld. Daniel Fabbri bediente Kahriman, der aus dem linken Mittelfeld kommend zur Führung traf. 1:0 für Cleveland - und plötzlich sah die defensive Kontertaktik der Goats weniger nach ausgeklügeltem Plan als nach einer höflichen Einladung an die Gäste aus. Trainer Liam Capo blieb äußerlich ruhig. "Wir wollten kompakt stehen", erklärte er später. "Vielleicht waren wir dabei ein wenig zu kompakt. Fast schon platzsparend." Los Angeles reagierte nach der Pause mit mehr Nachdruck, blieb seinem grundsätzlichen Konzept aber treu. Die Goats schossen häufiger, insgesamt 13-mal auf das Tor, während Cleveland acht Torschüsse verzeichnete. Harry Linney, gerade einmal 17 Jahre alt, brachte Energie ins Spiel, sah in der 58. Minute allerdings die Gelbe Karte. Peter Neubauer und Brandon Millington erhöhten den Druck, während Billy Adams weiter aus allen möglichen und einigen eher unmöglichen Lagen abschloss. In der 77. Minute musste Frederik Holst verletzt vom Feld. Levi Itzik übernahm, und für einen Moment wirkte es, als müsse Los Angeles neben dem Rückstand auch noch die Ordnung neu sortieren. Doch die Goats blieben dran. In der 84. Minute belohnten sie sich: Adriano Diez legte auf, Brandon Millington traf zum 1:1. Ein Schuss des linken Verteidigers, der offenbar genug davon hatte, dass normalerweise andere für die Tore zuständig sind. Nun roch alles nach einem Unentschieden. Cleveland wirkte kurz verunsichert, Los Angeles drängte weiter. "Nach dem Ausgleich dachte ich: Jetzt holen wir das Ding", sagte Millington. "Der Fußball hatte leider andere Pläne." Diese Pläne trugen den Namen Lionel Couto. In der 94. Minute traf der Angreifer nach Vorlage von Nicolas Amyot zum 2:1 für Cleveland. Die Goats hatten mehr Torschüsse, kämpften in den Zweikämpfen sogar leicht erfolgreicher - 52,1 Prozent zu 47,9 Prozent - und standen am Ende dennoch mit leeren Händen da. Trainer Dolph Ziggler durfte sich über einen effizienten Auswärtssieg freuen: weniger Ballbesitz, weniger Abschlüsse, aber die entscheidenden Treffer. "Wir haben nicht alles schön gemacht", sagte er, "aber Schönheit gibt es in Los Angeles ja auch nicht gratis." Für die Goats bleibt die bittere Erkenntnis: Wer in der Nachspielzeit noch auf einen Punkt hofft, sollte vorher besser verhindern, dass der Gegner schießt. Eine revolutionäre Idee, zugegeben. Vielleicht klappt sie beim nächsten Mal. 21.08.2026 21:58 |
Sprücheklopfer
Vielleicht sollten wir mal einen saufen gehen und uns gegenseitig auf die Fresse hauen.
Mario Basler nach einer Niederlagenserie