US Sports
+++ Sportzeitung für USA +++

Gorillas siegen nach wildem Schlagabtausch: 3:2 gegen die Reds

Atlanta - Was für ein Abend im Gorilla Dome! 42.995 Zuschauer sahen ein Fußballspiel, das alles bot: Tore im Minutentakt, hitzige Zweikämpfe, junge Helden - und am Ende eine rote Karte, die sinnbildlich für die Nerven der Gäste stand. Die Atlanta Gorillas besiegten die Chicago Reds mit 3:2 (2:2) und kletterten damit in der 2. Liga USA weiter nach oben.

Kaum hatte der Schiedsrichter angepfiffen, zappelte der Ball schon im Netz - allerdings im Tor der Gorillas. Nach gerade einmal 60 Sekunden hämmerte Chicago-Verteidiger Egidius Westerveldt den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. "Ich wollte eigentlich flanken", gab der überrumpelte Linksverteidiger später lachend zu, "aber manchmal liebt der Fußball die Zufälle."

Atlanta-Coach Anja Meister schien kurz den Atem anzuhalten, doch ihre junge Truppe antwortete mit erstaunlicher Reife. In der 11. Minute jagte der 20-jährige Garritt Knickerbacker den Ball nach Zuspiel von Wilhelm Krämer zum 1:1-Ausgleich ins Eck - und küsste anschließend das Vereinslogo, als wolle er sagen: Hier bin ich zu Hause.

Doch die Freude währte nur vier Minuten. Chicagos Flügelflitzer Jesper Porvaldsson konterte eiskalt nach Vorarbeit von Gustav Thiel - 1:2. Der Gast jubelte, die Gorillas schauten sich entgeistert an, und auf der Trainerbank fielen Worte, die im Familienprogramm besser nicht wiederholt werden sollten.

"In der Phase haben wir uns fast selbst überrumpelt", bekannte später Gorillas-Kapitän Nenad Denic. "Aber dann kam der Junge Greaves - und plötzlich brannte der Rasen."

Gemeint war Aaron Greaves, 17 Jahre jung, linkes Mittelfeld. In der 25. Minute traf der Teenager nach feinem Zuspiel von Jarrod Bowen zum 2:2-Ausgleich. Der Gorilla Dome explodierte, und Greaves ließ sich feiern wie ein Rockstar. "Ich hab’ einfach den Ball gesehen und gedacht: Warum nicht?", grinste er nach dem Spiel, während er noch immer von Reporter zu Reporter gereicht wurde.

Nach dieser furiosen ersten Halbzeit gönnten beide Teams dem Publikum etwas Ruhe - bis Atlanta-Coach Meister zur Pause dreimal wechselte und das Spiel endgültig auf den Kopf stellte. Besonders die Hereinnahme von Evan O’Brien erwies sich als goldrichtig: In der 51. Minute zog er nach feinem Doppelpass mit Gheorghe Sapunaru ab und netzte zum 3:2 ein.

Danach entwickelte sich ein zähes Ringen. Atlanta wollte nachlegen, Chicago wollte überleben. Die Gorillas hatten insgesamt 16 Torschüsse - die Reds gerade einmal vier. Auch der Ballbesitz sprach mit 51,8 Prozent knapp für die Hausherren, die in den Zweikämpfen (55,5 Prozent) kompromissloser wirkten.

In der Schlussphase wurde es hitzig. Chicagos Abwehrchef William Darabont sah erst Gelb (63.), dann in der Nachspielzeit Rot - offenbar war ihm der Geduldsfaden gerissen, nachdem Knickerbacker ihn mit einer Finte in die Werbebande schickte. "Ich war einfach zu spät dran", knurrte Darabont später, "vielleicht auch zu wütend." Sein Trainer, der schweigend in den Katakomben verschwand, wollte sich gar nicht erst äußern.

Für Atlanta hingegen war der Abend ein kleiner Befreiungsschlag. "Wir haben Charakter gezeigt", lobte Trainerin Meister. "Unsere Jungs sind jung, wild und manchmal verrückt - aber genau das liebe ich an ihnen."

Evan O’Brien, der Matchwinner, lächelte verschmitzt: "Coach sagte mir, ich solle einfach Spaß haben. Also hab’ ich Spaß gehabt - und ein Tor geschossen."

Als die Fans nach Abpfiff noch minutenlang "Go Gorillas" riefen, winkte Meister in die Kurve, während ihre Spieler ausgelassen auf dem Rasen tanzten. Ein älterer Fan im Gorilla-Kostüm brüllte in die Kamera: "Wir sind die wahren Tiere dieser Liga!"

Und tatsächlich - an diesem Abend waren die Gorillas wild, gefährlich und unberechenbar. Die Chicago Reds dagegen wirkten am Ende wie ihre Namensfarbe: rot vor Wut.

Fazit: Ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt - mit drei Toren für Atlanta, zwei für Chicago, vier Gelben, einer Roten und unzähligen Emotionen. Die Gorillas haben gezeigt, dass sie nicht nur klettern, sondern auch kämpfen können. Und irgendwo auf der Tribüne dürfte Anja Meister gedacht haben: So macht Fußball richtig Spaß - solange man nicht auf der Trainerbank sitzt.

15.10.643999 18:58
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ein Lothar Matthäus kann es sich nicht leisten, sich zu blamieren.
Lothar Matthäus
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager