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3. Bundesliga (2. Div) | 32. Spieltag | 19.10.26 | NFV Görlitz - TSV Rain 1:2 Es dauerte gerade einmal zwei Minuten, bis Thomas Hess den Ball im Tor des TSV Rain unterbrachte. Vitorino Mendes hatte die Szene vorbereitet, Hess vollendete zur frühen Führung. Die Görlitzer Bank sprang auf, Johnny Grygas ballte die Fäuste. Auf der Tribüne dürfte zu diesem Zeitpunkt mancher bereits begonnen haben, innerlich die Siegesrede zu formulieren. Doch Rain antwortete nicht mit Panik, sondern mit Beschäftigungstherapie für die Görlitzer Defensive. Zwischen der 13. und 20. Minute gab der Gast gleich mehrere gefährliche Schüsse ab. Elmo Oudekirk, Florian John, Sigfrid Holmqvist und Bohus Herman prüften die Hintermannschaft des NFV - John und Herman sogar mehrfach. Görlitz hielt dagegen, blieb aber bei seinem Spiel über die Flügel und mit langen Bällen. Das war energisch, allerdings nicht immer elegant. "Wir wollten den Ball schnell nach vorn bringen", sagte Johnny Grygas später. "Manchmal war er schneller dort als unsere Spieler." Mit 1:0 ging es in die Pause. Die Statistik sprach zu diesem Zeitpunkt zwar für Rain, die Anzeigetafel aber bekanntlich für Görlitz. Der TSV hatte deutlich mehr Druck entwickelt, doch der NFV verteidigte den Vorsprung. Kurz nach Wiederbeginn wechselte Görlitz im Tor: Ramon Figo kam für Fabrizio Francavilla. Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb dem neuen Schlussmann allerdings nicht. In der 48. Minute schlug Rain zu. Marcio Sa Pint, zuvor bereits verwarnt, traf zum Ausgleich. Arnau Baiao hatte die Vorarbeit geleistet. Der Treffer wirkte wie ein Weckruf - allerdings für die Gäste. Nur sieben Minuten später drehte Baiao selbst die Partie. Ruben Godino legte auf, der Mittelfeldspieler vollendete zum 2:1 für Rain. Görlitz versuchte anschließend, die Partie wieder an sich zu reißen. Andre Weber kam für Francisco Viejo, später ersetzte Xavi de la Sota den Torschützen Hess. Rüstem Karadeniz, Herbert Schulze, Francisco Viejo und Vitorino Mendes suchten den Abschluss. Doch Rain blieb gefährlicher und ließ sich auch in der Schlussphase nicht dauerhaft zurückdrängen. Florian John und Bohus Herman sorgten weiter für Unruhe, während Görlitz zunehmend gegen die Uhr und die eigene Ungeduld spielte. "Nach dem 1:0 haben wir gedacht, wir hätten den schwierigsten Teil erledigt", sagte Hess angeblich mit jener Mischung aus Enttäuschung und Galgenhumor, die Fußballer nach solchen Abenden perfektioniert haben. Patrick Müller durfte sich dagegen über einen Auswärtssieg freuen: "Wir sind ruhig geblieben. Und dann haben wir die Tore gemacht - diese lästige Angewohnheit lohnt sich offenbar." Die Zahlen erzählen die Geschichte nüchtern: Görlitz kam auf zehn Torschüsse und 44,96 Prozent Ballbesitz. Rain brachte es auf 21 Abschlüsse, 55,04 Prozent Ballbesitz und die deutlich bessere Zweikampfquote von 54,46 Prozent. Der NFV führte, der TSV spielte - und Rain nahm am Ende die Punkte mit. Die Görlitzer Fans hatten 90 Minuten lang gute Gründe zu jubeln. Leider lagen die besten davon bereits in der zweiten Minute. 19.10.2026 22:57 |
Sprücheklopfer
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Mario Basler im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft