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Eliteserien | 7. Spieltag | 17.08.26 | Grimstad IF - Asker BK 2:3 Dabei begann die Partie mit Tempo. Bereits nach wenigen Sekunden prüfte Asker-Rechtsaußen Einar Bergmann Grimstads Torwart Alfonso Simao. Die Gastgeber antworteten durch Erik Karadas und Hans Haswell, während Grimstads Innenverteidiger Erik Gulbrandsen offenbar ebenfalls der Meinung war, dass man sich dem gegnerischen Tor nicht ausschließlich aus der Distanz nähern müsse. Nach neun Minuten gab auch er einen Torschuss ab. Grimstad spielte aus einer ausgewogenen Grundordnung, Asker trat offensiver auf. Wirklich erdrückend war zunächst allerdings keine der beiden Mannschaften. Der Ballbesitz war nahezu paritätisch verteilt: Grimstad kam auf 49,42 Prozent, Asker auf 50,58 Prozent. Ein Unterschied, so klein, dass selbst der Statistikcomputer vermutlich kurz überlegte, ob er nicht einfach "50:50, bitte weiter" eintragen sollte. In der 13. Minute wurde Grimstads Jorn Aas verwarnt. Es sollte später noch entscheidend werden. Bis dahin blieb die Partie offen, mit Chancen auf beiden Seiten. Asker suchte immer wieder Bergmann und Simen Grindheim, Grimstad versuchte es über die Flügel und mit direkten Abschlüssen. Kurz vor der Pause schlug dann die Stunde von Arnfinn Jakobsen: In der 44. Minute brachte der rechte Angreifer Grimstad mit 1:0 in Führung. Für die Heimfans war das der Moment, in dem die Getränke nachbestellt und die ersten Siegesformulierungen ausprobiert wurden. "Jetzt nur noch ruhig bleiben", hätte man sich auf der Tribüne zurufen können. Eine im Fußball grundsätzlich vernünftige Idee - und eine, die selten lange Bestand hat. Asker kam nach der Pause mit unverändert offensiver Ausrichtung zurück. Schon in der 49. Minute gelang Roger Nilsen der Ausgleich, vorbereitet von Heikki Nyman. Plötzlich war aus Grimstads komfortabler Führung wieder eine Partie auf Messers Schneide geworden. Asker erhöhte den Druck, ohne dabei in blinden Aktionismus zu verfallen. Das Team blieb im Passspiel ausgewogen und suchte weiterhin die sichere Abschlussmöglichkeit. In der 62. Minute drehte Joseph Satchmore das Spiel endgültig zugunsten der Gäste. Sein Treffer nach Zuspiel von Grindheim war Askerns Lohn für die größere Zielstrebigkeit. Insgesamt brachte Asker 15 Torschüsse zustande, Grimstad 11. Der Unterschied war nicht gewaltig, aber groß genug, um am Ende drei Punkte zu erklären. Für Grimstad kam es noch schlimmer: In der 66. Minute sah Jorn Aas die Gelb-Rote Karte. Nach der ersten Verwarnung war die zweite Karte keine Überraschung mehr, für die Gastgeber aber ein herber Schlag. In Unterzahl musste Grimstad nun gegen eine Mannschaft bestehen, die ohnehin die Initiative übernommen hatte. Asker nutzte die numerische Überlegenheit. In der 76. Minute traf Geir Karadas, erneut nach Vorarbeit von Nyman, zum 3:1. Der linke Verteidiger bewies dabei, dass man für einen entscheidenden Treffer nicht zwingend im Sturmzentrum wohnen muss. Grimstad gab sich dennoch nicht geschlagen. In der Nachspielzeit verkürzte Erik Karadas auf 2:3, Hans Haswell lieferte die Vorlage. Kurz keimte im Stadion noch einmal Hoffnung auf. Doch Asker brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Grimstad hatte gekämpft, Asker hatte effizienter gespielt - und die Gastgeber mussten feststellen, dass eine Halbzeitführung kein Endergebnis ist, sondern lediglich ein besonders optimistischer Zwischenstand. 18.08.2026 08:00 |
Sprücheklopfer
Ich habe immer gesagt, dass ich kein Dauerläufer bin, sonst könnte ich ja gleich beim Marathon starten.
Mario Basler