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Nogometna Liga | 17. Spieltag | 03.10.26 | Hajduk Osijek - NK Hsibenik 2:0 Schon nach wenigen Minuten war klar, dass dieser Abend kein gemütlicher Spaziergang werden würde. Hsibenik kam zunächst mutig aus der Kabine und prüfte Hajduks Abwehr gleich mehrfach. Jose Semedo, Hrvoje Biscan und Miljenko Kablar suchten früh den Abschluss, später sorgte vor allem Slaven Sharbini auf der rechten Seite immer wieder für Unruhe. Der 30-Jährige schoss insgesamt mehrfach auf das Tor und dürfte Torhüter William Ackland damit zumindest kurzzeitig an seine berufliche Lebensentscheidung erinnert haben. Hajduk benötigte einige Anläufe, um selbst gefährlich zu werden. Vladimir Krizanac, Jurica Horvat und Ivan Mikic meldeten früh Ansprüche an, doch die Gäste hielten dagegen. Die Partie war umkämpft, ohne völlig aus den Fugen zu geraten. Die Zweikampfquote der Gastgeber lag bei 54,4 Prozent - kein Wert für die Vereinsvitrine, aber ein solides Fundament für einen Abend, an dem vor allem die Arbeit gegen den Ball gefragt war. In der 22. Minute platzte schließlich der Knoten. Jon Gulbrandsen traf zur Führung für Hajduk Osijek. Freddie Lewis war an der Entstehung beteiligt, und plötzlich hatte die offensive Grundhaltung der Gastgeber ihren ersten sichtbaren Ertrag. Gulbrandsen, gerade einmal 19 Jahre alt, spielte dabei mit einer Selbstverständlichkeit, die man sonst eher von Spielern kennt, die schon seit Jahren behaupten, sie hätten "schon alles gesehen". "Ich habe einfach den Moment genutzt", soll Gulbrandsen nach dem Spiel gesagt haben. "Und danach haben wir versucht, nicht nervös zu werden." Ein durchaus ambitionierter Vorsatz im Fußball, wo ein einziger schlechter Pass genügt, um aus kontrollierter Ordnung kollektives Händeringen zu machen. Hsibenik blieb auch nach dem Rückstand gefährlich. Der Ballbesitz war nahezu ausgeglichen: Hajduk kam auf 50,7 Prozent, die Gäste auf 49,3. Das Spiel war also keineswegs eine einseitige Belagerung. Doch während Hsibenik neun Torschüsse verbuchte, brachte Hajduk 19 Abschlüsse zustande. Die Gastgeber schossen häufiger, drängten entschlossener und zwangen den Gegner zunehmend dazu, sich mit langen Bällen und Einzelaktionen zu behelfen. Nach der Pause blieb Hajduk offensiv ausgerichtet. Horvat, Krizanac und Marino Vrucina suchten wiederholt den Abschluss, Ruben Dias schaltete sich aus der Innenverteidigung ein. Hsibenik kämpfte, fand aber gegen die zunehmend kompakte Defensive der Gastgeber nur selten klare Lösungen. Miljenko Kablar sah in der 72. Minute die Gelbe Karte, auf Hajduks Seite wurde Freddie Lewis in der Nachspielzeit verwarnt - ein kleiner Beleg dafür, dass auch ein scheinbar kontrollierter Sieg nicht ohne Schrammen bleibt. Die Entscheidung fiel in der 93. Minute. Jurica Horvat erhöhte auf 2:0, vorbereitet von Gulbrandsen. Damit war der Abend endgültig entschieden. Horvat hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht und bekam nun die Belohnung für seinen unermüdlichen Einsatz. Trainer Tommek Dee dürfte nach Schlusspfiff entsprechend zufrieden gewesen sein. "Wir wollten offensiv bleiben und nicht auf den Zufall warten", lautete sein angebliches Fazit. "Der zweite Treffer kam spät, aber manchmal braucht ein gutes Ergebnis eben einen kleinen dramatischen Umweg." Hajduk Osijek bleibt damit im Rennen um wichtige Punkte. Hsibenik nimmt Einsatz und einige Chancen mit - aber keine Tore. Und im Fußball ist das ungefähr so nützlich wie ein Regenschirm in der Kabine. 03.10.2026 23:18 |
Sprücheklopfer
Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.
Berti Vogts