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Verbandsliga K | 2. Spieltag | 18.09.26 | FC Eintracht Rheine - SSV Oberspree 2:0 Dabei begann die Partie um 20.15 Uhr keineswegs mit vorsichtigem Abtasten. Rheine stellte sich offensiv auf, suchte aber nicht blind den Weg nach vorn. Vielmehr versuchte die Mannschaft von Trainer Mick McLagun, aus einer kontrollierten Grundordnung heraus Chancen zu erspielen. Oberspree blieb zunächst ausgewogen und überließ dem Gastgeber nicht grundsätzlich das Feld. Nur: Fußball ist kein demokratisches Planspiel, und bei den Torschüssen hatte Rheine am Ende mit 17:3 die deutlich überzeugenderen Argumente. Das erste davon lag bereits in der neunten Minute im Netz. Nach einem Angriff über die rechte Seite bediente Yannick Frei seinen Mitspieler Eri Hartmann, der zum 1:0 traf. Hartmann hatte kurz zuvor selbst schon einmal auf das Tor geschossen. Offenbar war ihm das Ergebnis seiner ersten Bewerbung noch nicht aussagekräftig genug. "Ich habe gesehen, dass Yannick den Kopf oben hatte. Dann musste ich eigentlich nur noch dort stehen, wo es wehtut", sagte Hartmann nach dem Spiel angeblich mit der Bescheidenheit eines Mannes, der gerade den Auftakt zu seinem persönlichen Abendprogramm gesetzt hatte. Rheine blieb gefährlich. Ignacio de Villota und Matthew Boyle prüften Oberspree-Torwart Ralf Michael, der an diesem Abend mehr Beschäftigung hatte, als ihm lieb gewesen sein dürfte. Boyle tauchte wiederholt in aussichtsreicher Position auf, Manfred Schüler versuchte es kurz vor der Pause zweimal. Die Gastgeber hatten zwar mit 50,04 Prozent nur einen hauchdünnen Ballbesitzvorteil, doch der Unterschied lag nicht im Besitz, sondern in der Verwendung. Rheine machte etwas daraus, Oberspree eher nicht. Kurz vor der Pause musste Yannick Frei verletzt vom Feld. Edoardo Marcedusa kam in der 40. Minute für ihn ins Spiel. Die Szene sorgte kurz für Unruhe, änderte aber nichts am Bild der Partie. Rheine nahm die knappe 1:0-Führung mit in die Kabine. "Wir wollten nicht hektisch werden. Hektik ist meistens nur ein anderes Wort für schlechte Entscheidungen", soll Trainer McLagun in der Pause gesagt haben. Eine bemerkenswert philosophische Einschätzung für eine Verbandsliga-Kabine, in der normalerweise eher über Zweikämpfe und Trinkflaschen gesprochen wird. Nach dem Seitenwechsel dauerte es zehn Minuten, bis Hartmann erneut zuschlug. In der 56. Minute erhöhte der rechte Angreifer nach Vorarbeit von Manfred Schüler auf 2:0. Damit war die Partie im Grunde entschieden, auch wenn Oberspree noch Lebenszeichen sendete. Thomas Hermann, Karsten Steffen und Luka Rudolph kamen zu den drei einzigen Torschüssen der Gäste. Für ernsthafte Panik im Rheiner Strafraum reichte das jedoch nicht. Rheine blieb offensiv, spielte aber keineswegs kopflos. Die Mannschaft suchte weiter gute Chancen, statt aus jeder Entfernung auf das Tor zu schießen. Heinz Heine kam in der 60. Minute für den zweifachen Torschützen Hartmann, der seinen Arbeitstag damit erfolgreich beendet hatte. "Zwei Tore sind ein guter Zeitpunkt, um den Kollegen auch mal etwas zu gönnen", habe Hartmann lachend erklärt. Die Partie wurde im Verlauf körperlicher, aber nicht aus dem Ruder laufend. Kai Bartsch sah für Rheine Gelb, aufseiten der Gäste wurden Gerhard Endres, Marwin Vogt und Björn Böhm verwarnt. In der Nachspielzeit erhielt auch Helmut Noack noch eine Karte. Am Ende stand ein verdientes 2:0 (1:0). Rheine war zielstrebiger, gefährlicher und im Zweikampf mit 57,3 Prozent ebenfalls einen Schritt voraus. Oberspree hatte fast genauso viel Ballbesitz - was statistisch tröstlich klingt, auf der Anzeigetafel aber bekanntlich wenig Platz beansprucht. Für Rheine war es dagegen ein Abend, an dem fast alles passte: zwei Tore, drei Punkte und ein Hartmann, der offenbar beschlossen hatte, die Offensive persönlich zu verwalten. 18.09.2026 20:58 |
Sprücheklopfer
Man muss feststellen, dass der Spruch auch nicht mehr stimmt, dass der Schütze nicht selber schießen soll. Ich stelle fest, dass der Schütze sehr wohl den Elfmeter selber schießt.
Günter Netzer