// Startseite
| World Soccer |
| +++ Sportzeitung für internationale Wettbewerbe +++ |
|
|
|
Europaliga | Gruppenrunde - 6. Spieltag | 27.08.26 | Herzliya Yellows - AC Neapel 1:0 Dabei begann die Partie mit einem kleinen Warnsignal aus Neapel. Tyler O’Halloran prüfte bereits in der 2. Minute die Aufmerksamkeit der Yellows-Abwehr. Die Antwort der Gastgeber folgte prompt: Eric Achard versuchte es in der 6. Minute, ehe Innenverteidiger Jose Enrique Antunez kurz darauf endgültig zum Mann des Abends wurde. In der 9. Minute schlug Ricardo Bujia einen Ball in Richtung Strafraum, Antunez stieg hoch und traf. 1:0. Ein Innenverteidiger als Torschütze - der Fußball hatte damit früh klargestellt, dass er an diesem Abend keine Lust auf die üblichen Regeln hatte. "Ich bin eigentlich nur nach vorne gegangen, weil Ricardo so überzeugend geschaut hat", sagte Antunez später mit einem Grinsen. Bujia habe ihm vorher zugerufen: "Spring einfach, der Ball findet dich." Er fand ihn tatsächlich. Neapel ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken. Bernard Beauvilliers, Karel Jarolim und Christopher Gady suchten den Abschluss, doch entweder standen die Yellows im Weg oder Torhüter Edward Densham. Die Gäste spielten über die Flügel, schalteten nach Ballgewinn schnell um und schossen, wie es ihre taktische Vorgabe verlangte, aus nahezu jeder halbwegs vertretbaren Lage. Das Ergebnis war eine durchaus ansehnliche Zahl an Chancen, aber keine auf der Anzeigetafel. Die Partie blieb körperlich. Antunez sah in der 13. Minute Gelb, Lucas Digne folgte acht Minuten später. Kurz vor der Pause wurde Jarolim verwarnt - eine Karte, die sich später als Vorbote größeren Ungemachs erweisen sollte. "Ich habe ihm gesagt, er soll vorsichtiger sein", berichtete Neapel-Trainer Giovanni Diaco. "Er hat genickt. Offenbar war das Nicken seine letzte defensive Aktion." In der Tat: In der 54. Minute sah Jarolim Gelb-Rot. Neapel musste die letzte halbe Stunde in Unterzahl bestreiten, blieb aber erstaunlich lebendig. Eugenio Di Iorio und Beauvilliers kamen mehrfach zum Schuss, Gady hatte bereits in der 47. Minute für Unruhe gesorgt. Diaco reagierte und brachte Juan Pablo Gomes für Gojko Ilic. Die Gäste erhöhten den Druck, während Herzliya sich tiefer zurückzog und auf Konter lauerte. "Wir wollten nicht schön aussehen, wir wollten gewinnen", erklärte Shaker später. "Schön aussehen kann man auf Fotos. In der Tabelle zählen andere Dinge." Seine Mannschaft hatte 52,47 Prozent Ballbesitz und damit leicht mehr vom Spiel, obwohl Neapel mit zehn zu acht Torschüssen offensiv sogar die Nase vorn hatte. Auch bei den Zweikämpfen lagen die Gäste knapp vorne: 50,54 Prozent gegenüber 49,46 Prozent. Statistisch war das Spiel also eng - was im Fußball oft bedeutet, dass am Ende einer jubelt und der andere die Statistik besonders gründlich liest. Ab der 62. Minute brachte Shaker mit Tal Hanegbi und Eyal Tartman frische Kräfte, später folgte Waleri Penew. Vor allem der 19-jährige Ronny Sapir sorgte in der Schlussphase für Entlastung und suchte zwischen der 84. und 89. Minute gleich dreimal den Abschluss. Neapel warf alles nach vorne, doch Vincenzo Fumagallis Versuch in der 91. Minute blieb die letzte ernsthafte Hoffnung. Dann pfiff der Schiedsrichter ab. Die Yellows feierten, Neapel blieb mit leeren Händen und vielen Schüssen zurück. "Wir hatten genug Möglichkeiten für mindestens ein Tor", sagte Diaco. "Leider hat dieses Spiel beschlossen, uns nicht zu mögen." Herzliya dagegen darf weiterträumen. Manchmal braucht es dafür eben keinen Stürmer, sondern einen Innenverteidiger, einen hohen Ball und neunzig Minuten Disziplin. 27.08.2026 21:42 |
Sprücheklopfer
Dat is doch 'ne Familien-Glucke.
Rainer Calmund über Rosi Toppmöller, die dem Klub Unehrlichkeit vorwirft