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Premier League | 27. Spieltag | 01.08.26 | Kingston Boys - Highgate Town 2:4 Dabei begann Kingston schwungvoll. Andre Gulbrandsen, eigentlich als rechter Verteidiger aufgestellt, prüfte Highgates Torwart bereits in der dritten Minute. Kurz darauf hatte Nael Maniche die Antwort parat, und in der achten Minute schlug es erstmals ein: Nils Otto traf für die Gäste, vorbereitet von Morgan Young. Highgate war offensiv ausgerichtet, spielte zielstrebig und wirkte, als habe Trainer Chris Tell seinen Spielern vor dem Anpfiff ausdrücklich verboten, sich in Schönheit zu verlieren. "Wir wollten von Beginn an zeigen, dass wir nicht zum Sightseeing gekommen sind", soll Tell später mit einem Grinsen gesagt haben. "Obwohl Kingston natürlich eine schöne Stadt ist." Die Kingston Boys ließen sich vom Rückstand nicht lange beeindrucken. In der 16. Minute glich Gulbrandsen aus, Oscar Farnsworth lieferte die Vorarbeit. Der Verteidiger schlich sich nach vorn und vollendete, als hätte er den Abstecher in den gegnerischen Strafraum schon länger geplant. Auf der Tribüne wurde bereits über die Wende gesprochen. Fußballfans sind in dieser Hinsicht bemerkenswert optimistisch - manchmal genügt ein Ausgleich, und aus einer Krise wird innerhalb von 90 Sekunden eine Meisterschaftssaison. Highgate blieb jedoch gefährlich. Nils Otto, an diesem Abend auffällig munter, erzielte in der 41. Minute sein zweites Tor. Wieder kam die Vorlage von Young. Zur Pause führten die Gäste 2:1, obwohl Kingston mit 54,7 Prozent Ballbesitz leicht überlegen war. Highgate hatte dafür die besseren Argumente: 16 Torschüsse standen am Ende zu Buche, Kingston kam auf 13. "Wir hatten den Ball, aber Highgate hatte offenbar den Beipackzettel dazu", kommentierte Kingston-Trainer Sven Hüwe nach dem Spiel angeblich trocken. "Das müssen wir uns noch einmal erklären lassen." Nach dem Seitenwechsel ging das muntere Treiben weiter. In der 48. Minute erhöhte Joao Cabrera auf 3:1, Maniche bereitete den Treffer vor. Kingston antwortete zehn Minuten später: Torsten Barth verkürzte nach Zuspiel von Emanuele Principato auf 2:3. Nun bebte das Stadion, und Highgate sah sich erstmals ernsthaft unter Druck. Doch die Gäste blieben ihrer offensiven Ausrichtung treu. In der 67. Minute stellte Callum Hawn den alten Abstand wieder her, Patryk Hajto legte auf. Hawn, eigentlich rechter Verteidiger, bewies damit, dass Positionsangaben im Fußball gelegentlich eher als freundliche Empfehlung zu verstehen sind. Highgate wechselte zur Pause Ivica Carevic für Rhys McGee sowie Ion Barbu für Nils Otto ein. Später kam Dylan Gage für Hawn. Kingston dagegen hielt an seinem ausgewogenen Ansatz fest - mit viel Ball, ordentlichem Einsatz und letztlich zu wenig Ertrag. In der Schlussphase versuchten die Boys noch einmal alles, doch die Gäste verteidigten konzentriert. Der 4:2-Endstand war verdient. "Wir haben zu viele Chancen zugelassen und unsere eigenen nicht konsequent genug genutzt", sagte Hüwe. "Das ist ungefähr so, als würde man den Schlüssel zum Tor haben und dann vor dem Gartentor stehen bleiben." Highgate nimmt damit drei Punkte mit. Kingston bleibt vor allem die Erkenntnis, dass Ballbesitz zwar hübsch aussieht - aber leider keine Tore schießt. 01.08.2026 21:59 |
Sprücheklopfer
Wir haben zwei eigene individuelle Fehler bei den Toren gemacht.
Mario Basler