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Championship | 3. Spieltag | 13.08.26 | Midlands Villa - Hull Tigers 1:2 Um 20.30 Uhr begann eine Partie, die zunächst vor allem eines versprach: Tempo. Bereits nach wenigen Sekunden prüfte Aaron Linney den Torhüter der Tigers. Hull antwortete mit Jarrod Bowen und Ewan Caviness, die in der Anfangsphase mehrfach den Abschluss suchten. Die Gäste schossen insgesamt 14-mal auf das Tor, Midlands Villa kam auf sieben Versuche. Ein statistischer Hinweis darauf, dass Hull nicht zum höflichen Abwarten gekommen war. Das erste Tor fiel allerdings auf der anderen Seite. In der 11. Minute brachte Alexander Hennessy die Gastgeber in Führung. Der 35-jährige zentrale Mittelfeldspieler vollendete nach Vorarbeit von Noe Corona zum 1:0. Auf der Tribüne wurde gejubelt, als sei die Partie bereits sauber verpackt und zur Abholung bereit. "Wir hatten das Gefühl, dass wir den Gegner mit unseren Kontern überraschen können", sagte Trainer Ron Li später sinngemäß. "Dass wir dabei so viel Ballbesitz hatten, war vielleicht nicht ganz der Plan - aber wir wollten uns nicht beschweren." Tatsächlich kontrollierte Midlands Villa das Spielgerät. 61,8 Prozent Ballbesitz standen am Ende zu Buche, Hull kam auf 38,2 Prozent. Doch Ballbesitz ist im Fußball bekanntlich wie eine schöne Wohnung ohne Schlüssel: Man kann viel davon erzählen, hineinkommen muss man trotzdem. Hull blieb gefährlich, insbesondere über Bowen, Caviness und Mittelstürmer Mikhail Afanassenkow. Die Tigers spielten offensiv, suchten Abschlüsse aus allen Lagen und gingen in den Zweikämpfen etwas entschlossener zu Werke. Ihre Tackling-Quote lag bei 53,3 Prozent, Villa kam auf 46,7. Mit der knappen Führung ging Midlands Villa in die Pause. Ron Li ließ seine Mannschaft weiter offensiv und auf Konter ausgerichtet auftreten. Hull-Trainer Mathias Oergel stellte sein Team derweil etwas ausgewogener ein. Der Plan war simpel: nicht nervös werden, weiter schießen - zur Not auch dann, wenn der Ball gerade erst aus dem eigenen Strafraum gerollt war. Nach dem Seitenwechsel wurde aus der Partie endgültig ein Drama mit Ansage. In der 58. Minute traf Jarrod Bowen zum 1:1, vorbereitet von George Burton. Nur eine Minute später drehte Hull das Spiel komplett: Mikhail Afanassenkow erzielte nach Vorlage von Bowen das 2:1. Zwei Treffer binnen 60 Sekunden - Midlands Villa hatte kaum Zeit, den Ausgleich zu verdauen, geschweige denn den Taschenrechner nach einer Erklärung zu fragen. "Wir haben nie aufgehört, an unsere Chancen zu glauben", lautete Oergels angebliches Fazit mit dem zufriedenen Tonfall eines Mannes, dessen Mannschaft gerade die richtige Antwort gefunden hatte. "Und manchmal hilft es, wenn man einfach zweimal schnell hintereinander trifft." Villa stemmte sich gegen die Niederlage. Linney suchte in der Schlussphase noch zweimal den Abschluss, Rhys Forsythe versuchte es in der 88. Minute, doch Hulls Abwehr hielt stand. In der Nachspielzeit musste George Burton nach einer Verletzung behandelt werden, was den Gästen den Abend kurzzeitig verlängerte. Am Ergebnis änderte das nichts. So blieb Midlands Villa trotz mehr Ballbesitz mit leeren Händen zurück. Hull Tigers nahmen dagegen einen 2:1-Auswärtssieg mit - und den Beweis, dass man ein Spiel auch gewinnen kann, wenn der Gegner den Ball deutlich häufiger besitzt. unerquicklich, aber effizient. Im Fußball oft die angenehmste Form des Humors. 14.08.2026 09:00 |
Sprücheklopfer
Ich habe fertig.
Giovanni Trappatoni