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Indiana Blues bezwingen Gorillas in dramatischem Schlagabtausch mit 2:1

Manchmal ist Fußball wie Jazz - chaotisch, improvisiert, aber am Ende mit einem perfekten Schlussakkord. Genau so klang der Dienstagabend im Indiana Stadium, wo die Indiana Blues vor 16.000 begeisterten Zuschauern die Atlanta Gorillas mit 2:1 besiegten. Es war ein Spiel voller Energie, kleiner Dramen und großer Symphonien aus Schweiß, Rasen und Emotionen.

Schon in den ersten Minuten wurde klar, dass hier niemand auf Sicherheit spielte. Die Gorillas stürmten los, als hätten sie die Bananen vergessen und wollten sie schnell wiederfinden. Tomas Baranek prüfte in der 5. Minute den Blues-Keeper Johannes Krieger mit einem satten Schuss - Krieger reagierte blitzartig, als hätte er den Ball gerochen. "Ich hab einfach nur den Arm irgendwohin geworfen, und da war er dann", grinste Krieger später verschmitzt.

Doch die Blues ließen sich nicht lange bitten. In der 6. Minute zog Louis Dunn von rechts aufs Tor, verfehlte nur knapp - ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte. Immer wieder blitzte das Zusammenspiel zwischen dem erfahrenen Gheorghe Ghionea (34) und dem jungen Luke Graves (21) auf. Und genau dieses Duo sorgte kurz vor der Pause für die Führung: In der 39. Minute legte Ghionea clever nach innen, Graves nahm Maß und drosch den Ball in die Maschen. Ein Tor aus dem Lehrbuch - oder wie Ghionea später lachend sagte: "Ich hab einfach aufgehört zu denken, dann klappt’s meistens."

Mit dem 1:0 ging es in die Pause. Die Blues hatten leicht mehr Ballbesitz (51 %) und schienen das Spiel im Griff zu haben, doch die Gorillas blieben gefährlich. Trainerin Anja Meister, bekannt für ihre ruhige Art, wirkte an der Seitenlinie ausnahmsweise leicht angespannt. "Wir spielen gut, aber wir treffen das Tor nicht. Vielleicht sollten wir das Ziel größer malen", murmelte sie in der Halbzeit zu ihrem Co-Trainer - zumindest hörte man das hinter der Bank munkeln.

In der zweiten Hälfte wurden die Gorillas bissiger. Nach einer Gelben Karte für Rechtsverteidiger Miguel Manuel (47.) schien das Team kurzzeitig den Rhythmus zu verlieren, doch dann kam der Moment des jungen Lucas Baker. Der 17-Jährige, der aussieht wie sein eigener Balljunge, traf in der 66. Minute nach feinem Zuspiel von Finlay Ward zum 1:1. Eiskalt, abgeklärt - ein Tor, das den Blues den Wind aus den Segeln nahm. "Ich hab einfach geschossen, bevor ich nervös werden konnte", erklärte Baker später mit einem Lächeln, das halb Schüchternheit, halb Stolz war.

Nun roch alles nach Punkteteilung - aber die Blues hatten noch ein Solo übrig. In der 81. Minute, als die Gorillas gerade auf den Lucky Punch drängten, setzte sich Luke Graves auf rechts durch und flankte punktgenau auf Lewis Densham. Der 28-Jährige nickte wuchtig ein, 2:1! Das Stadion tobte, während Trainerin Meister die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "So ist Fußball - du machst 18 Torschüsse und verlierst trotzdem", sagte sie nach der Partie sachlich, aber mit einem leicht gequälten Lächeln.

Die letzten Minuten waren pure Nervenprobe. Die Gorillas feuerten aus allen Lagen, 18 Schüsse insgesamt, doch Krieger hielt, was zu halten war. Die Blues retteten das Ergebnis über die Zeit - mit Glück, Geschick und ein bisschen göttlicher Fügung.

Statistisch war es ein Duell auf Augenhöhe: 15 Torschüsse der Blues, 18 der Gorillas, Ballbesitz fast pari, Zweikampfquote leicht zugunsten Atlantas. Doch Fußball wird eben nicht auf Excel gewonnen. "Wir haben Herz gezeigt, nicht nur Zahlen", sagte Densham nach Abpfiff, während er mit einem Eisbeutel auf dem Knie in die Kabine humpelte.

Für Indiana bedeutet der Sieg drei wichtige Punkte im Rennen um die oberen Tabellenplätze der 2. Liga USA. Für Atlanta dagegen bleibt die Erkenntnis, dass Leidenschaft manchmal nicht reicht, wenn das Glück auf der anderen Seite tanzt.

Zum Abschluss schenkte Blues-Coach - dessen Name sich hartnäckig auf der Pressemeldung fehlte - seinem Team ein Lächeln: "Sie sind jung, sie machen Fehler, aber heute haben sie gespielt, als wüssten sie, warum sie Fußball lieben."

Wenn jedes Spiel so wäre, müsste man Eintritt auch für die Presse zahlen.

21.09.643999 15:05
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Man darf das Spiel doch nicht so schlecht reden wie es wirklich war.
Olaf Thon
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