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Serie A | 1. Spieltag | 05.07.26 | Inter Mailand - Partinico Calcio 2:2 Dabei fing alles so vielversprechend an. In der 10. Minute schickte Tunca Memis mit einem wunderbaren Pass in die Tiefe den agilen Erik Juul. Der Däne nahm den Ball mit der Eleganz eines Balletttänzers mit, schaute kurz, grinste breit - und schob locker zum 1:0 ein. "Ich dachte, das wird heute ein ruhiger Abend", sagte Juul später mit einem Schulterzucken. Tja, denkste. Denn nur sieben Minuten später schlug Partinico Calcio zurück. Jose Linares, der flinke Linksaußen mit der Frisur eines Rockstars, traf nach Vorarbeit von Joshua Ludwig zum Ausgleich. Der Jubel war ohrenbetäubend - vor allem in der winzigen Gästekurve, in der rund 200 Sizilianer sangen, als hätten sie gerade die Meisterschaft gewonnen. "Wir wollten zeigen, dass wir nicht nur zum Pizza-Essen hier sind", grinste Partinico-Trainer Alex Sch nach dem Spiel. Danach entwickelte sich eine muntere Partie, in der Inter zwar optisch überlegen wirkte, aber Partinico immer wieder gefährlich konterte. Ramon Castano prüfte in der 8. und 24. Minute den Gästetorwart Carlos Quixano, der mit Katzenreflexen parierte. Auf der anderen Seite verzog Adriano Eusebio in der 19. Minute knapp, und Joao de Gogorza, Partinicos Abwehrchef mit der Gelben Karte aus der 37. Minute, schien mehr Zeit im gegnerischen Strafraum zu verbringen als im eigenen. Zur Pause stand es 1:1 - und Trainer Jon Dpunkt stapfte mit finsterer Miene in die Kabine. "Ich habe den Jungs gesagt, dass wir nicht auf der Couch sitzen, sondern in der Serie A spielen", verriet er später. Offenbar hatte es nur bedingt gewirkt. Denn nach dem Wechsel blieb Inter zwar offensiv, aber Partinico lauerte weiter auf seine Chance. In der 57. Minute verletzte sich Isaac Kinmont - Muskel, natürlich - und wurde von Cristian Morabito ersetzt. "Ich wollte gerade auf dem Platz etwas bewegen, da hat der Muskel Nein gesagt", fluchte Kinmont später halb lachend. Dann die 79. Minute: Ecke von Duarte Galisteo, und ausgerechnet der zuvor verwarnt gewesene Joao de Gogorza stieg hoch, als hätte er Sprungfedern in den Stutzen, und köpfte zum 1:2 ein. Ein Innenverteidiger-Tor, das die Mailänder Defensive aussehen ließ wie eine Schülermannschaft beim Abschlussball. Das Stadion raunte, Trainer Dpunkt warf seine Wasserflasche auf den Boden - und Inter rannte an. Francisco Sa Pint scheiterte in der 70. Minute, Castano drosch in der 74. Minute übers Tor, und als alles schon nach einer Niederlage roch, kam Sean Forsythe. In der 88. Minute brachte Charles Boyle einen präzisen Pass in den Strafraum, Forsythe zog ab - und der Ball landete unhaltbar im Netz. 2:2. Das Stadion atmete hörbar auf. "Ich wollte einfach nicht verlieren. So einfach ist das", sagte Forsythe im Kabinengang, während er sich ein kühles Handtuch auf die Stirn legte. Die letzten Minuten wurden zur offenen Schlacht: Eusebio feuerte in der 90. Minute noch einen Schuss ab, doch Michel Moreno im Inter-Tor war zur Stelle. Danach pfiff der Schiedsrichter ab - und Partinico jubelte, als ginge es um den Scudetto. Statistisch gesehen war es ein ausgeglichenes Spiel: 14 Torschüsse Inter, 12 für Partinico, Ballbesitz fast exakt 50:50. Nur in der Zweikampfquote hatte Inter mit 51 zu 49 Prozent leicht die Nase vorn - was angesichts des Ergebnisses eher wie ein schwacher Trost wirkte. Trainer Dpunkt versuchte, Fassung zu bewahren: "Wir haben Moral gezeigt, aber auch Lektionen gelernt." Sein Gegenüber Alex Sch grinste breit: "Ich nehme das als Kompliment, wenn Inter Lektionen von uns lernt." Ein 2:2 also, das beiden Seiten Stoff zum Nachdenken gibt. Inter muss dringend an seiner Chancenverwertung arbeiten - und Partinico darf sich fragen, warum man nicht öfter so mutig spielt. Am Ende fasste es ein älterer Fan auf der Tribüne trocken zusammen: "Wenn das so weitergeht, wird das eine sehr unterhaltsame Saison - für alle außer Inter." Und ganz ehrlich: Er dürfte recht haben. 05.07.2026 21:37 |
Sprücheklopfer
Wir haben hier heute das Wunder von Kaiserslautern geschafft, aber ich denke man sollte das nicht überbewerten.
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