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Jennersdorf und Hallwang liefern sich ein 2:2 mit reichlich Drama

Bundesliga | 11. Spieltag | 03.11.26 | Jennersdorf - SV Hallwang 2:2

20.044 Zuschauer, Flutlicht, Bundesliga am 11. Spieltag - eigentlich war alles angerichtet für einen großen Fußballabend. Und der wurde es auch, nur eben nicht für die Nerven der Beteiligten. Jennersdorf und der SV Hallwang trennten sich am Dienstagabend mit 2:2 (1:1), nachdem beide Mannschaften jeweils zweimal vorlegten und anschließend wieder zum freundlichen Gleichstand zurückkehrten. Ein Unentschieden, das sich anfühlte wie ein Boxkampf, bei dem beide Kontrahenten nach zwölf Runden noch höflich die Visitenkarten austauschen.

Hallwang begann mit sichtbarem Schwung. Nach sieben Minuten fasste sich Goran Ilic ein Herz und brachte die Gäste in Führung. Luka Maric lieferte die Vorarbeit, Ilic den Abschluss - und Jennersdorf durfte sich früh fragen, ob der Arbeitstag wirklich erst seit sieben Minuten lief. "Ruhig bleiben", dürfte Trainerin Julia Müller ihren Spielern zugerufen haben. Auf der Tribüne klang das vermutlich eher nach: "Bitte nicht schon wieder."

Jennersdorf antwortete elf Minuten später. Yannik Wolter traf in der 18. Minute zum 1:1, Linus Steiner war an der Entstehung beteiligt. Es war der Lohn für einen zunächst durchaus munteren Auftritt der Hausherren, die in der Anfangsphase bereits durch Lucas Pilat und Jason Löffler gefährlich geworden waren. Hallwang hatte zwar getroffen, doch Jennersdorf machte fortan deutlich, dass man sich mit der Rolle des höflichen Gastgebers nicht zufriedengeben wollte.

Das Spiel blieb ausgeglichen, wobei die Gastgeber zunehmend die Kontrolle übernahmen. 55,1 Prozent Ballbesitz standen am Ende für Jennersdorf zu Buche, dazu 15 Torschüsse. Hallwang kam gerade einmal auf zwei Abschlüsse - allerdings waren diese beiden Versuche bemerkenswert effizient. Fußball kann manchmal eine erstaunlich sparsame Angelegenheit sein: zwei Schüsse, zwei Tore. Ein Konzept, das sich im Büro vermutlich als "Minimalismus" verkaufen ließe.

Kurz nach der Pause schlug Hallwang erneut zu. In der 52. Minute traf Luka Maric zum 2:1 und belohnte damit seine auffällige Partie. Während die Gäste sich weiterhin ausgewogen positionierten und auf den passenden Moment lauerten, erhöhte Jennersdorf den Druck. Die Gastgeber spielten mit Einsatz, suchten geduldig ihre Chancen und schalteten nach Ballgewinnen schnell um. Hallwang blieb kompakt, verteidigte diszipliniert und wartete auf Fehler - eine Taktik, die hübsch klingt, wenn der Gegner nicht ständig auf das Tor schießt.

In der 62. Minute fiel schließlich der erneute Ausgleich. Albert Jestrovic, der zuvor selbst einen Abschluss abgegeben hatte, traf nach Vorarbeit von Timo Reimann zum 2:2. Die Partie war wieder offen, die Lautstärke im Stadion stieg, und auf den Rängen dürfte sich mancher gefragt haben, ob ein Unentschieden heute wirklich die nervenschonende Variante war.

Jennersdorf drängte danach auf den Sieg. Wolter und Löffler versuchten es mehrfach, auch Hans Bartsch und Günter Eckert suchten den Abschluss. Hallwang wechselte zwischen der 55. und 68. Minute dreimal, Jennersdorf brachte ab der 75. Minute Gerrit Lansing und Ronald Lehmann. Doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen. Hallwangs Torhüter Linus Spizak konnte sich über einen ruhigen Abend nicht beschweren, seine Vorderleute erledigten die unangenehme Arbeit vor ihm.

Trainer Florian Maurer dürfte nach Abpfiff zufrieden, aber nicht euphorisch gewesen sein. Trainerin Julia Müller fand sinngemäß wohl die passende Zusammenfassung: "Wir haben zweimal zurückgeschlagen, aber leider nicht dreimal." Ein Satz, der nicht als wörtliches Zitat überliefert ist, den Abend jedoch ziemlich genau beschreibt.

So blieb es beim 2:2. Jennersdorf hatte mehr Ballbesitz, deutlich mehr Torschüsse und die bessere Spielkontrolle. Hallwang aber hatte die effizientere Bilanz. Am Ende bekamen beide einen Punkt - und 20.044 Zuschauer die Erkenntnis, dass Fußball manchmal vor allem darin besteht, möglichst oft "Jetzt aber!" zu rufen und anschließend doch wieder bei null anzufangen.

03.11.2026 21:11
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Ich glaube, daß der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.
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