// Startseite
| Anpfiff |
| +++ Sportzeitung für Deutschland +++ |
|
|
|
Regionalliga B | 2. Spieltag | 12.08.26 | SV Kornwestheim - FK Pirmasens 2:3 Kornwestheim startete offensiv und kam bereits in der 4. Minute durch Hanns Hafner zum ersten Torschuss. Pirmasens antwortete nicht mit langen Erklärungen, sondern mit Druck. Dani Tabenkin prüfte die Gastgeber gleich mehrfach - in der 12., 13., 14. und 19. Minute. Beim vierten Versuch war es dann so weit: In der 14. Minute brachte Tabenkin den FK Pirmasens mit 1:0 in Führung. Alex Coviello war an der Entstehung beteiligt. "Wir wollten mutig beginnen", soll Kornwestheims Trainer Linus Jaeger später gesagt haben. "Dass Pirmasens diese Einladung gleich als Büfett verstanden hat, war nicht ganz unser Plan." Ein Satz, der vermutlich nicht wörtlich so gefallen ist, aber die erste halbe Stunde ziemlich treffend zusammenfasst. Denn Pirmasens blieb am Drücker. Fabrizio Isca, gerade einmal 19 Jahre alt, erhöhte in der 23. Minute auf 2:0. Marcel Baer lieferte die Vorarbeit. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits einen Abschluss abgegeben - und offenbar beschlossen, beim nächsten Versuch weniger höflich zu sein. Kornwestheim zeigte allerdings, dass der Abend noch nicht abgeschrieben war. Max Schöne verkürzte in der 29. Minute auf 1:2. Kurz darauf wurde es vor beiden Toren hektisch: Pirmasens schoss weiter aus beinahe jeder Lage, Kornwestheim suchte geduldiger die bessere Gelegenheit. Das passte zu den taktischen Vorgaben: Die Gastgeber wollten offensiv, aber kontrolliert agieren. Pirmasens spielte ebenfalls offensiv, kombinierte kurz und nahm sich beim Schießen deutlich weniger Zurückhaltung vor. "Warum warten, wenn das Tor schon da steht?", hätte Pirmasens-Trainerin Gudrun Schweitzer ihrer Mannschaft zurufen können. Die Zahlen gaben ihr recht. Pirmasens kam insgesamt auf 15 Torschüsse, Kornwestheim auf sechs. Beim Ballbesitz lag der FK mit 51,35 Prozent nur knapp vorn. Es war also kein einseitiges Ballbesitzspektakel, sondern eher ein munteres Hin und Her mit leichtem Pirmasenser Übergewicht. Auch in den Zweikämpfen war der Gast konsequenter: 54,16 Prozent der gewonnenen Duelle gingen an Pirmasens. Nach dem Seitenwechsel erhöhte George Duncan in der 57. Minute auf 3:1. Isca, der bereits getroffen hatte, bereitete das Tor vor. Kurz zuvor war Noah Specht für Alexander Satchmore ins Spiel gekommen; später ersetzte Samuel Reid den 17-jährigen Mike Schön. Pirmasens blieb offensiv, und selbst Innenverteidiger Adam Thuringer tauchte mehrfach mit Abschlüssen auf. Eine Mannschaft, in der offenbar niemand eine Torschussgenehmigung beantragen muss. Kornwestheim gab sich dennoch nicht geschlagen. In der 73. Minute erzielte Dirk Schröder nach Vorlage von Joschua Hartung das 2:3. Plötzlich war wieder Spannung im Stadion, und Pirmasens musste bis zum Schluss aufpassen. Schröder hatte zuvor bereits zweimal auf das Tor geschossen - beim dritten Versuch saß der Ball. Die Gastgeber warfen alles nach vorn, doch der Ausgleich blieb aus. Isca sah in der 80. Minute Gelb, Kornwestheims Lovre Safaric wurde kurz vor Schluss verwarnt. Pirmasens brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte sich über drei Punkte freuen. Kornwestheim bleibt immerhin die Erkenntnis, dass man mit sechs Torschüssen zwei Tore erzielen kann. Für den Sieg wären beim nächsten Mal vielleicht sieben nötig. 12.08.2026 20:52 |
Sprücheklopfer
Wir spielen am Besten, wenn der Gegner nicht da ist.
Otto Rehhagel