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Liga MX | 6. Spieltag | 29.10.26 | Deportivo Pachuca - Leones Negros 1:2 Am Ende gewann die Mannschaft von Joe Pass mit 2:1 (2:1). Ein Ergebnis, das angesichts von 15:7 Torschüssen für die Gäste keineswegs unverdient war. Auch beim Ballbesitz lagen die Leones Negros vorne: 52,83 Prozent standen 47,17 Prozent für Pachuca gegenüber. Kein riesiger Unterschied, aber groß genug, um den Abend in die richtige Richtung zu schieben. Der Start hatte es in sich. Nach gerade einmal acht Minuten schlug Tove Fischer zu. Benjamin Köhler bereitete vor, Fischer vollendete - und plötzlich mussten sich die Zuschauer fragen, ob sie für Fußball oder für eine besonders hektische Version von "Wer trifft als Nächstes?" gekommen waren. Leones Negros spielte offensiv, aggressiv und ohne nennenswertes Pressing. Die Gäste ließen Pachuca kommen, schossen aber selbst aus nahezu jeder Lage. Taktisch nicht unbedingt ein Lehrbuch, praktisch jedoch höchst wirksam. Pachuca antwortete mit Marcos Quevedo, der in der fünften Minute erstmals prüfte, was Torwart Rune Jakobsen an diesem Abend beruflich vorhatte. Die Antwort lautete: viel Arbeit. Quevedo blieb gefährlich, doch die Gäste setzten die besseren Nadelstiche. In der 25. Minute erhöhte Asen Angelow nach Vorlage von Amaury Vega auf 2:0. Der Mittelstürmer hatte zuvor bereits mehrfach auf das Tor geschossen - irgendwann musste der Ball offenbar einsehen, dass er nicht ewig davonkommen würde. "Wir wollten mutig auftreten und nicht erst bis zur Halbzeit warten, bis jemand eine Idee bekommt", sagte Joe Pass nach dem Spiel sinngemäß. Ein Satz, der angesichts der frühen Führung ziemlich vernünftig klang. Huub Stevens dagegen dürfte zu diesem Zeitpunkt eher jene Trainer-Miene getragen haben, die in Fußballstadien weltweit als "Das besprechen wir in der Kabine" bekannt ist. Pachuca musste reagieren. Nach einer Verletzungsunterbrechung in der 27. Minute wurde umgestellt, und die Gastgeber erhöhten den Druck. Javier Chalana, der zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht hatte, belohnte die Bemühungen in der 33. Minute. Nach Zuspiel von Joris Landseer traf der linke Angreifer zum 1:2. Plötzlich war die Partie wieder offen, und auf den Rängen keimte Hoffnung auf. Ein Zuschauer neben der Pressetribüne soll gerufen haben: "Jetzt noch eins - aber bitte nicht erst in der 94. Minute!" Der Wunsch blieb unerfüllt. Denn Leones Negros blieb gefährlich. Tove Fischer, Asen Angelow und Anselm Uggla feuerten weiter, während Pachuca zwar kämpfte, aber nur noch selten wirklich zwingend wurde. Nach der Pause änderte sich am Grundmuster wenig: Die Gastgeber gingen in der Schlussphase ins aktive Pressing und erhöhten den Einsatz, doch die Gäste standen stabil. Paulo Suarez und Miroslav Raickovic sahen Gelb, ebenso Patryk Chalaskiewicz und später Ezequiel Marquez. Die Partie wurde härter, aber nicht chaotisch - Fußball kann also tatsächlich auch ohne Platzverweis dramatisch sein. Pachuca drängte bis zum Schluss, Leones Negros konterte und verteidigte den knappen Vorsprung mit großer Disziplin. Weitere Tore fielen nicht. "Wir hätten das Spiel früher beruhigen können", lautete Stevens’ sinngemäße Bilanz. Das stimmt. Andererseits hätte Pachuca auch früher treffen können. Und Leones Negros früher entscheiden. So blieb es beim 2:1 - einem Resultat, das vor allem eines beweist: Wer in der ersten Halbzeit dreimal so zielstrebig ist wie ein höflicher Gast beim Buffet, fährt am Ende meist mit Punkten nach Hause. Hinweis: Die Trainerzitate und Dialoge sind sinngemäß beziehungsweise szenisch rekonstruiert, da keine verifizierten Originaltöne vorlagen. 29.10.2026 23:24 |
Sprücheklopfer
Es ist egal, ob ein Spieler bei Bayern München spielt oder sonstwo im Ausland.
Erich Ribbeck