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Primera Division | 1. Spieltag | 24.10.26 | Lions Generalena - CD Ramonense 6:2 Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Nach gerade einmal elf Minuten traf Jorge Muno zur Führung für Ramonense. Kay Scharf hatte den Angriff vorbereitet, Muno vollendete - und die mitgereisten Fans durften kurz hoffen, dass dieser Abend vielleicht doch nach Plan verlaufen könnte. Diese Hoffnung hielt ungefähr elf Minuten. In der 22. Minute glich Kamil Okonski nach Vorlage von Cesc Pascual aus. Der rechte Angreifer war von Beginn an auffällig, schoss mehrfach auf das Tor und ließ die Abwehr der Gäste wissen, dass er offenbar nicht zum höflichen Abwarten gekommen war. "Nach dem 0:1 wollten wir nicht nervös werden. Wir wollten einfach schneller spielen", sagte Okonski später. "Das hat ganz gut funktioniert." Ganz gut ist in diesem Fall eine charmante Untertreibung. Acht Minuten nach dem Ausgleich drehte Xabier Oliveira die Partie endgültig. Der linke Verteidiger traf nach Zuspiel von Aristidis Triantafyllou zum 2:1. Ramonense hatte bis dahin zwar mehr Ballbesitz, insgesamt 51,37 Prozent, doch die Lions hatten offenbar die bessere Idee, was man mit einem Fußball anfangen kann. Trainer Gerd Hauser hatte seine Mannschaft offensiv aufgestellt und zunächst auf ausgewogenes Passspiel gesetzt. Kurz vor der Pause wurde das Spiel noch intensiver, die Lions pressten höher und suchten verstärkt die Flügel. "Wir haben in der Halbzeit gesagt: Der Ball ist heute unser Freund, aber er darf ruhig etwas schneller laufen", erklärte Hauser mit einem Grinsen. Tina Detter, Trainerin von Ramonense, soll in diesem Moment auffallend lange auf ihre Taktiktafel gestarrt haben. Angeblich suchte sie dort nach einer Option namens "nicht mehr so viele Gegentore". Nach dem Seitenwechsel wurde es für die Gäste bitter. In der 49. Minute erhöhte Filipe Moutinho auf 3:1, vorbereitet von Uri Itzik. Ramonense antwortete zwar prompt: Raul Cruz verkürzte in der 55. Minute nach Vorlage von Jorge Vasquez auf 2:3. Für einen kurzen Moment schien die Partie wieder offen. Die Lions hatten allerdings offenbar andere Pläne - und deutlich mehr Munition. Marcos Mendilibar stellte in der 65. Minute den alten Abstand wieder her, erneut nach einem Pass von Pascual. Vier Minuten später schlug Moutinho ein zweites Mal zu. Diesmal hatte Okonski aufgelegt. Der 23-Jährige war damit der auffälligste Mann des Abends und machte aus einer ohnehin schwierigen Aufgabe endgültig eine Geduldsprobe für Ramonenses Hintermannschaft. Den Schlusspunkt setzte Okonski selbst in der 74. Minute, vorbereitet von Itzik. 6:2 - und die letzten Minuten wurden zur kollektiven Schadensbegrenzung. Die Lions kamen auf 18 Torschüsse, Ramonense auf 11. Beim Ballbesitz lagen die Gäste vorn, bei den entscheidenden Momenten aber klar hinten. Auch in den Zweikämpfen hatten die Gastgeber mit 52,59 Prozent leicht die Nase vorn. "Wir haben heute nicht alles perfekt gemacht", sagte Hauser. "Aber sechs Tore sind ein ziemlich überzeugendes Argument." Detter blieb sachlicher: "Wir hatten unsere Chancen, aber nach dem 3:1 ist uns das Spiel entglitten." Das ist höflich formuliert. Tatsächlich entglitt Ramonense das Spiel nicht - es rannte davon. Die Lions Generalena stehen damit nach dem ersten Spieltag an der Spitze der guten Laune. Die Saison ist lang. Aber nach diesem Abend dürfte sich in Generalena niemand beschweren, wenn sie ein paar Tage früher anfangen würde. 24.10.2026 20:38 |
Sprücheklopfer
Wir treten nicht an um ein Tor zu schießen, wir wollen das Spiel gewinnen!
Oliver Kahn