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Premier League | 1. Spieltag | 24.10.26 | London Blues - Liverpool Reds 1:2 Dabei begannen die London Blues unter Trainer Guido Träger mit offensiver Ausrichtung und dem festen Vorsatz, den Gästen möglichst früh den Abend zu verderben. Pedro Caballero prüfte Liverpool-Torwart Charlie Leachman bereits in der 3. Minute. Sechs Minuten später antworteten die Reds durch Juhani Kuqi. Das Spiel war damit früh auf Betriebstemperatur - und die Abwehrreihen wirkten, als hätten sie den Wecker überhört. Die erste Halbzeit blieb ausgeglichen, wenn auch Liverpool zunehmend die Kontrolle übernahm. 53,8 Prozent Ballbesitz standen am Ende für die Gäste zu Buche, die Blues kamen auf 46,2 Prozent. In der 40. Minute musste Liverpool zudem Mateo Peragon verletzungsbedingt vom Feld. Frideborg Nilsson kam für ihn und sollte später noch eine Hauptrolle übernehmen. "Ich habe Frideborg gesagt, sie soll ruhig bleiben. Sie hat dann offenbar beschlossen, das Gegenteil zu tun", sagte Liverpool-Trainer Kurt Kaiser mit einem Lächeln. In der 42. Minute fiel schließlich das 1:0 für Liverpool. Dusan Ristic traf für die Reds und belohnte eine Phase, in der die Gäste immer wieder über die Außen Druck machten. London benötigte gerade einmal zwei Minuten, um zurückzuschlagen: In der 44. Minute erzielte Pedro Caballero den Ausgleich. Der Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits gefährlich abgeschlossen und machte nun aus der nächsten Gelegenheit ernst. 1:1 zur Pause - ein Ergebnis, mit dem beide Trainer leben konnten, wenn auch vermutlich nur widerwillig. "Wir waren offensiv mutig, aber manchmal auch mutig auf eine Art, die mein Blutdruck nicht gebraucht hätte", kommentierte Guido Träger später. Seine Mannschaft hatte acht Torschüsse, Liverpool dagegen 14. Ein kleiner statistischer Unterschied, der sich im zweiten Durchgang immer deutlicher anfühlte. Träger reagierte zur Pause mit verstärktem Pressing. Die Blues rückten höher auf, Liverpool blieb zunächst abwartend und lauerte auf Umschaltmomente. Das führte zu einer bemerkenswerten Konstellation: Die Gastgeber bemühten sich sichtbar um Initiative, während die Reds mit weniger Hektik, aber mehr Präzision agierten. "Wir wollten nicht den Ball besitzen, nur um ihn zu streicheln", erklärte Kaiser. "Wir wollten etwas damit anfangen." In der 60. Minute brachte Liverpool Ashton Graysmark für Bo Kristensen, wenig später musste auch der bereits verwarnte Ashton Young Mattias Carlsen Platz machen. London wechselte ebenfalls: Marek Breska, Fernando Salinas und später Pau Andrade sollten neue Energie bringen. Besonders dringend nötig war diese Energie ab der 73. Minute - denn da schlug Liverpool erneut zu. Frideborg Nilsson, in der 40. Minute eingewechselt, traf zum 2:1. Vorbereitet wurde der Treffer von Ristic, der damit nicht nur selbst getroffen, sondern auch noch den entscheidenden Pass geliefert hatte. Der rechte Verteidiger spielte fortan, als wolle er beweisen, dass Verletzungsvertretungen durchaus Karrierepläne sein können. Die Blues warfen in der Schlussphase alles nach vorn. Ashton Malfoy suchte in der 87. und 93. Minute noch den Ausgleich, Liverpool blieb jedoch gefährlich und kam seinerseits zu weiteren Abschlüssen. Nach 96 Minuten war Schluss. London hatte gekämpft, Liverpool hatte gerechnet - und im Fußball gewinnt bekanntlich erstaunlich oft die Mannschaft, die beides kann. "Wir nehmen die drei Punkte und vergessen den Rest für heute", sagte Ristic. Ein vernünftiger Plan. Die Blues dürften dagegen noch eine Weile darüber diskutieren, ob 46,2 Prozent Ballbesitz eigentlich genug sind, wenn der Gegner die besseren Antworten besitzt. Spoiler: Nein. 24.10.2026 21:08 |
Sprücheklopfer
Fußball spielt sich zwischen den Ohren ab. Da war teilweise Brachland, das neu bepflanzt werden musste.
Rainer Bonhof