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Europaliga | Play-offs - Hinspiel | 05.10.26 | Liverpool Reds - Broughton Wingmakers 4:2 Die Gäste legten los, als hätten sie vergessen, dass sie auswärts spielten. Bereits in der dritten Minute prüfte Herman Abramson Liverpool-Torwart Charlie Leachman, kurz darauf zwang Joseph Carr die Heimabwehr zum Rückwärtslaufen. Die Wingmakers hatten zunächst mehr vom Ball und kamen am Ende auf 18 Torschüsse. Liverpool brachte es auf zwölf - traf dafür offenbar lieber im richtigen Moment. Nach einer Viertelstunde nahm das Spiel endgültig Fahrt auf. In der 18. Minute schlug Raul Bernal zu und brachte Broughton in Führung. Henry Graysmark hatte den Treffer vorbereitet. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht: Nur eine Minute später glich Lucas Ward für Liverpool aus, Dusan Ristic lieferte die Vorlage. "Ich dachte kurz, wir hätten uns auf ein ruhiges Hinspiel geeinigt", soll Liverpool-Trainer Kurt Kaiser nach dem Abpfiff mit trockenem Humor gesagt haben. "Dann haben beide Mannschaften beschlossen, diese Idee gründlich zu entsorgen." Die Reds waren offensiv eingestellt, spielten zunächst ausgewogen und suchten eher die sichere Abschlussposition als den spektakulären Blindflug. Das half ihnen in der 25. Minute wenig: Herman Abramson brachte die Wingmakers erneut in Führung, diesmal nach Zuspiel von Agemar Olazabal. Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt mit 51,4 Prozent auch leicht mehr Ballbesitz. Ein kleiner Vorteil, der auf dem Papier elegant aussieht, auf dem Rasen aber vor allem bedeutete, dass Broughton den Ball öfter hatte, während Liverpool die Tore erzielte. In der 37. Minute war der Ausgleich wieder hergestellt. Riley Hennessy, gerade einmal 18 Jahre alt, verwertete die Vorlage von Bo Kristensen zum 2:2. Auf der Tribüne soll ein Fan seinen Nachbarn gefragt haben: "Ist das noch Fußball oder schon ein Bewerbungsvideo für sämtliche Herzkliniken der Stadt?" Eine berechtigte Frage, denn auch bis zur Pause blieb jede Offensivaktion mit einer gewissen Unruhe verbunden. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich zunächst wenig am Bild. Beide Teams blieben offensiv, beide suchten den Abschluss, und Broughton feuerte weiter aus allen möglichen Lagen. Liverpool wechselte Luke Perlman zur Halbzeit für Leon Leech ein und brachte später Nicola Lombardo für Nicolo Barella. Der entscheidende Moment kam in der 60. Minute: Dusan Ristic traf nach Vorlage von Jordi Xavier zur ersten Liverpool-Führung des Abends. Drei Minuten später wurde aus dem Vorsprung ein Polster. Lucas Ward erzielte sein zweites Tor, diesmal nach Vorarbeit von Harrison Lujan. 4:2 - und plötzlich wirkte Liverpool deutlich souveräner, obwohl die Gäste bis zum Schluss nicht aufhörten, in Richtung Leachmans Tor zu marschieren. Broughton erhöhte sogar den Einsatz und presste aktiver. Allein: Der Ball wollte nicht mehr hinein. Mattias Kristinsson sah in der 69. Minute noch die Gelbe Karte, ansonsten blieb es bei hektischen Angriffen und vergeblichen Versuchen. "Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse, aber Liverpool hatte den besseren Taschenrechner", sagte Broughton-Trainer Tupac Shakur angeblich nach dem Spiel. Das fasst den Abend erstaunlich gut zusammen. Liverpool geht mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel - und mit der Erkenntnis, dass zwölf Torschüsse manchmal völlig genügen, wenn sechs davon in vier Tore münden. 05.10.2026 19:54 |
Sprücheklopfer
Wir haben einen Hund zu Hause, der ist acht Wochen alt. Der hat am letzten Sonntag völlig verstört unter dem Sofa hervor geschaut. Denn als Bremen in Dortmund das 3:1 erzielt hat, habe ich einen Schrei losgelassen, dass die Wände wackelten.
Uli Hoeneß