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Liverpool Reds fegen Swindon Town vom Platz - Van Hoost tanzt, Marcedusa trifft

Ein kalter Januarabend in Liverpool, 41.951 Zuschauer, die Finger in den Taschen, den Blick gebannt auf den Rasen - und am Ende ein Spiel, das niemanden frösteln ließ: Die Liverpool Reds besiegten Swindon Town am 8. Spieltag der 1. Liga England souverän mit 3:0 (2:0). Der Sieg war so klar, dass selbst Coach Kurt Kaiser hinterher fast schüchtern grinste: "Ich hätte nichts dagegen, wenn das öfter so aussieht."

Von Beginn an machte Liverpool klar, dass es an diesem Abend keine Gastgeschenke geben würde. Schon in der ersten Minute prüfte Alessandro Marcedusa den Swindon-Keeper Billy Morriss - ein Schuss, der mehr Weckruf als Torgefahr war. Nur zwölf Minuten später folgte die nächste Szene: Lucas Ward tauchte frei vor Morriss auf, scheiterte aber kläglich. "Ich dachte, der Ball macht den Rest", murmelte Ward später mit einem Grinsen, das verriet, dass er wusste, was noch kommen sollte.

In der 17. Minute war es dann soweit. Matthias Van Hoost, der rechte Wirbelwind der Reds, nahm sich ein Herz, drosch nach Vorlage von Ward den Ball ins rechte Eck - 1:0. Das Publikum jubelte, als wäre es die 90. Minute eines Pokalfinals. Van Hoost, später auch als "Mann des Abends" gefeiert, kommentierte trocken: "Ich hab einfach mal draufgehauen. Manchmal ist Nachdenken auch überbewertet."

Swindon versuchte es derweil mit Ballbesitz - und das durchaus erfolgreich: 53 Prozent standen am Ende auf ihrer Seite. Dass daraus nur zwei Torschüsse resultierten, sprach Bände. Trainer Barney Cheep erklärte es nach dem Spiel so: "Wir hatten den Ball, ja. Leider zu oft im eigenen Strafraum."

Kurz vor der Pause drehte Van Hoost noch einmal auf. In der 45. Minute verwandelte er eine butterweiche Flanke von Callum Hawn in feinster Stürmermanier zum 2:0. Die Hälfte der Zuschauer stand da schon beim Pausenbier, wurde aber vom Torjubel überrascht. "Ich hab’s durch die Lautsprecher gehört", erzählte ein Fan lachend, "dachte erst, sie hätten die Musik angemacht."

Nach der Pause blieb das Bild gleich: Swindon hielt den Ball, Liverpool das Tempo. Ward durfte nach 60 Minuten Feierabend machen, für ihn kam der erfahrene Giulio Lorusso - und der sollte gleich an der nächsten Szene beteiligt sein. In der 62. Minute legte Ewan Burton auf, Marcedusa traf trocken ins lange Eck. 3:0. Feierabend für Swindon, könnte man meinen - aber die Reds spielten weiter, als ginge es um die Torjägerkrone.

Die Statistik spricht Bände: 28 Torschüsse für Liverpool, nur zwei für Swindon. Der Ballbesitzvorteil der Gäste war reine Kosmetik, denn Liverpool gewann 59 Prozent der Zweikämpfe und wusste mit jedem Ballkontakt mehr anzufangen. Torwart Carl Rodrigo hätte sich fast eine Decke holen können; seine größte Aktion war ein freundliches Zunicken Richtung Kurve in der 80. Minute, als Swindons Teemu Forssell den zweiten und letzten Torschuss seines Teams abgab.

Einziger kleiner Wermutstropfen für die Reds: Van Hoost sah in der 70. Minute Gelb für ein etwas übermotiviertes Tackling. "Ich wollte nur zeigen, dass ich auch defensiv kann", meinte er schmunzelnd nach dem Spiel. Kurz darauf nahm ihn Trainer Kaiser vom Feld - "nicht wegen der Karte, sondern weil er sonst noch einen dritten Treffer macht und dann völlig abhebt", wie Kaiser mit einem Augenzwinkern erklärte.

Bei Swindon lief dagegen kaum etwas zusammen. Schon in der 28. Minute musste Connor Bosworth verletzt raus, ersetzt von Mason Hathaway. Ein Schockmoment für Coach Cheep, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug und rief: "Nicht schon wieder links!" - ein Zitat, das wohl in die Vereinschronik eingehen wird, denn Swindon hat in dieser Saison bereits drei verletzte linke Mittelfeldspieler.

Als der Schlusspfiff ertönte, strahlten die Reds mit den Flutlichtmasten um die Wette. Marcedusa wurde von den Fans gefeiert, Van Hoost posierte für Selfies, und Trainer Kaiser nickte zufrieden in Richtung Pressetribüne. "Wir haben unsere Chancen genutzt. Mehr wollte ich gar nicht sehen. Na gut, vielleicht noch ein viertes Tor."

Swindon-Coach Cheep hingegen stapfte mit gesenktem Kopf vom Rasen. "Wir haben gespielt wie eine Jazzband ohne Rhythmus", sagte er in die Kameras. Und fügte hinzu: "Aber wenigstens war’s unterhaltsam - für die anderen."

Ein Fazit bleibt: Liverpool war an diesem Abend nicht nur besser, sondern schlicht gieriger. 3:0, klare Kante, klare Botschaft. Die Reds sind zurück in der Spur - und wer ihnen dabei zusehen durfte, bekam ein Gefühl dafür, wie Fußball aussehen kann, wenn Selbstvertrauen und Spielfreude eine Allianz eingehen.

Oder wie Van Hoost es am Ende formulierte, als er mit einem breiten Grinsen vom Platz ging: "Heute war’s einfach ein guter Tag, um Fußballer zu sein."

10.04.643987 03:33
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