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Cymru Premier | 1. Spieltag | 24.10.26 | Llandudno Athletic - Caersws Bluebirds 3:2 Dabei sah zunächst alles nach einem erfolgreichen Abend für die Gäste aus. Caersws trat in einer ausgewogenen Grundordnung an, ohne aktives Pressing, aber mit bemerkenswerter Geduld. In der 13. Minute zahlte sich diese Strategie aus: Felipe Mingo legte auf, Max Hathaway schloss ab - 1:0 für die Bluebirds. Hathaway, der später noch einmal treffen sollte, war damit früh der Mann, den Llandudno vermutlich gern aus dem Spiel genommen hätte. Vermutlich stand das auf dem Zettel. Irgendwo. Llandudno hatte ebenfalls Chancen. Sefa Cora prüfte die Gästeabwehr bereits in der vierten Minute und legte in der zwölften nach. Joel Maxime, Salvador Serna und Co. deuteten an, dass der Rückstand nicht als endgültige Lebensentscheidung akzeptiert werden sollte. Doch zur Pause führten die Gäste 1:0. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht schlecht, aber eben auch nicht besonders freundlich zum eigenen Ergebnis", sagte Llandudnos Trainer Robert Seelow später mit jener Mischung aus Ärger und Galgenhumor, die Trainer nach Rückständen pflegen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Llandudno erhöhte den Druck, ohne dabei die taktische Grundordnung über Bord zu werfen. In der 61. Minute belohnte sich die Heimmannschaft: Dylan Carmody bereitete vor, Joel Maxime traf zum 1:1. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht. Nun fand er nicht nur den Ball, sondern auch das Tor - eine durchaus hilfreiche Kombination. Drei Minuten später war die Partie komplett gedreht. Sefa Cora servierte, Christian Altomonte vollendete. Ausgerechnet der Innenverteidiger brachte Llandudno mit 2:1 in Führung. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Wenn ich jetzt zurückpasse, schimpft jeder. Also habe ich geschossen", erklärte Altomonte nach dem Spiel. Eine bemerkenswert einfache Entscheidungsfindung, die in Fußballkabinen vermutlich häufiger empfohlen werden sollte. Caersws antwortete prompt. In der 68. Minute schlug Hathaway erneut zu, diesmal nach Vorarbeit von Jay Henderson. 2:2 - und plötzlich war alles wieder offen. Die Bluebirds blieben ihrem ausgewogenen Plan treu, während Llandudno nun sichtbar mehr riskierte. Das sorgte für Räume, Chancen und bei einigen Zuschauern vermutlich für einen erhöhten Bedarf an Sitzplatzkante. Die Entscheidung fiel in der 86. Minute. Wieder war Carmody beteiligt, diesmal als Vorbereiter für Freddie Callahan. Der rechte Mittelfeldspieler traf zum 3:2 und löste im Stadion jene kollektive Erleichterung aus, bei der selbst Menschen jubeln, die vorher behauptet hatten, sie wollten "nur mal schauen". Llandudno gab insgesamt 14 Torschüsse ab, Caersws zehn. Beim Ballbesitz lagen die Gastgeber mit 50,73 Prozent nur knapp vor den Gästen, die auf 49,27 Prozent kamen. Auch bei den Zweikämpfen war das Duell eng: Llandudno setzte sich mit 51,11 Prozent durch. Gelbe Karten sahen Jamie Valentine und Max Hathaway für Caersws sowie Diego Tellez auf Seiten der Gastgeber. "Wir hätten das Spiel früher beruhigen können", sagte Seelow. "Aber dann hätten die Zuschauer vielleicht ihr Geld zurückverlangt." Sein Gegenüber dürfte das anders gesehen haben. Für Llandudno jedenfalls war es ein Auftakt nach Maß: drei Punkte, fünf Tore und die Erkenntnis, dass man einen Abend auch dann gewinnen kann, wenn man zur Pause noch hinterherläuft. 25.10.2026 04:58 |
Sprücheklopfer
Spieler haben Scheiße gespielt! Tut mir leid, kann ich nichts für, würde ich auch gerne anders sagen, aber Spieler haben Scheiße gespielt! Absolute Scheiße!
Aleksandar Ristic