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Premier League | 1. Spieltag | 24.10.26 | Manchester Blues - Tiverton Town 3:2 Vor 24.819 Zuschauern begann der Abend um 20.30 Uhr mit einem kleinen Schock für die Gastgeber. Tiverton kam sofort auf Betriebstemperatur, während Manchester wirkte, als müsse sich die Mannschaft erst noch erkundigen, ob der Ball tatsächlich rund ist. Bereits in der dritten Minute prüfte Raul Sousa den Blues-Torwart Ashton Patton, wenig später versuchten sich Cesare Longobucco und Javier Futre. In der sechsten Minute war es dann Futre, der nach Vorarbeit von Yusuf Demir zum 1:0 traf. Die Gäste spielten mit etwas mehr Ballbesitz - am Ende waren es 52,57 Prozent - und suchten ihr Glück immer wieder über die Flügel. Javier Futre beschäftigte die linke Seite der Manchester-Defensive so hartnäckig, dass man ihm zwischenzeitlich vermutlich auch noch den Weg zur Kabine hätte zutrauen können. Manchester kam zwar ebenfalls zu Chancen, doch Ruben Ramirez scheiterte in der 20. und 36. Minute, James Adams versuchte es in der 31. Minute. Zur Pause führte Tiverton verdient 1:0. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht schlecht, nur ein bisschen zu höflich", sagte Blues-Trainer Marius Klopp nach dem Spiel. "Tiverton durfte zu viel Fußball spielen. Das ist normalerweise unser Job." Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst taktisch erstaunlich wenig. Beide Mannschaften blieben ausgewogen ausgerichtet, beide verzichteten auf konsequentes Pressing. Ein strategisches Duell also, bei dem niemand den Gegner zu sehr stören wollte - möglicherweise aus Respekt, möglicherweise aus Bequemlichkeit. Manchester fand dennoch besser ins Spiel. In der 54. Minute fiel der Ausgleich: Asier Mocana traf nach Zuspiel von Birol Arslan zum 1:1. Nur sechs Minuten später drehte Pau Marin die Partie komplett. Der rechte Verteidiger schaltete sich nach Vorarbeit von Philippe Cartier nach vorne ein und erzielte das 2:1. Die Blues hatten damit aus wenigen klaren Möglichkeiten bemerkenswert viel gemacht. Statistiker nennen so etwas Effizienz, Torhüter nennen es vermutlich schlechte Laune. Tiverton blieb gefährlich. Insgesamt brachte Town 15 Torschüsse zustande, Manchester nur sieben. Sergio Carvalho, Jurek Furtok und Sousa suchten immer wieder den Abschluss. In der 83. Minute belohnte sich Tiverton schließlich: Raul Sousa traf nach Vorlage von Dominik Szoboszlai zum 2:2. Die Partie schien erneut offen, die Heimfans blickten nervös zur Uhr - und manche vermutlich bereits zum Ausgang. Doch dann kam Ruben Ramirez. In der 87. Minute vollendete der Angreifer nach Zuspiel von Samuel Linney zum 3:2. Tiverton warf noch einmal alles nach vorn, Furtok kam in der Nachspielzeit zu einem weiteren Abschluss. Der Ausgleich blieb jedoch aus. Nicolas Berthier sah in der 85. Minute noch die Gelbe Karte, ansonsten blieb es bei fünf Toren und reichlich Drama. "Ich dachte kurz, wir hätten das Spiel schon zweimal verloren", sagte Ramirez. "Zum Glück mussten wir es nur einmal gewinnen." Tivertons Trainer Andi Lipa nahm die Niederlage gefasst hin: "Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Chancen. Leider hat Manchester die lästige Angewohnheit, Tore zu schießen." Die Blues starten damit mit drei Punkten in die Saison. Tiverton bleibt die Erkenntnis, dass 15 Torschüsse und 52,57 Prozent Ballbesitz manchmal nicht reichen. Fußball ist eben kein Excel-Dokument - auch wenn Tiverton heute alles dafür getan hat, eines zu werden. 24.10.2026 21:21 |
Sprücheklopfer
Fußball spielt sich zwischen den Ohren ab. Da war teilweise Brachland, das neu bepflanzt werden musste.
Rainer Bonhof