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Championship | 4. Spieltag | 20.09.26 | Manchester Devils - Ewood Rovers 1:1 Die Rovers begannen so, wie es ihre taktische Ausrichtung versprach: offensiv, über die Flügel und mit langen Bällen, die nicht immer elegant, aber zuverlässig unangenehm waren. Manchester agierte ausgewogener und versuchte, den Ball laufen zu lassen. Nach zwei Minuten prüfte Salvador Mourino erstmals Ewood-Torwart Andrew Lester, kurz darauf scheiterte Simeon Athanasiadis. Die Devils hatten mehr Ballbesitz, doch die Gäste hatten offenbar beschlossen, dass man einen Ball nicht zwingend lange besitzen muss, um ihn gefährlich nach vorne zu befördern. In der 22. Minute schlug die Strategie der Rovers zu. Seppo Nyman leitete den Angriff ein, Frideborg Ohlson vollendete zur Führung. Die 19-jährige Linksaußen blieb im ersten Durchgang eine der auffälligsten Figuren und beschäftigte die rechte Abwehrseite der Gastgeber mit bemerkenswerter Unbekümmertheit. "Wir wollten mutig auftreten und nicht erst höflich anfragen, ob wir angreifen dürfen", soll Rovers-Trainer Stephan Trajes nach dem Spiel gesagt haben. Manchester antwortete mit Druck, aber nicht mit dem nötigen Nachdruck. Bradley Marley kam mehrfach zum Abschluss, Maor Ben versuchte es ebenfalls. Der Ausgleich wollte bis zur Pause nicht fallen. Auf den Rängen wurde bereits darüber diskutiert, ob die Devils den Ball vielleicht zu lange streichelten, statt ihn einfach einmal ins Tor zu schießen. Ein Fan soll seinem Nebenmann zugerufen haben: "58 Prozent Ballbesitz - dafür sieht das Ergebnis erstaunlich unfreundlich aus." Trainerin Maria Meier fand offenbar die richtigen Worte. Bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn fiel der Ausgleich. Joel Thuringer bereitete vor, Logan Graves traf zum 1:1. Graves, der auf der rechten Seite viel unterwegs war, nahm die Vorlage dankbar an und brachte die Arena wieder auf Betriebstemperatur. "In der Kabine war die Stimmung nicht panisch, eher so, als hätte jemand den Kaffee zu stark gemacht", beschrieb Meier die Halbzeitpause mit dem ihr zugeschriebenen trockenen Humor. Der Treffer veränderte das Spiel. Manchester blieb mit 58,35 Prozent Ballbesitz die dominierende Mannschaft, doch die Rovers blieben gefährlich. Insgesamt kamen die Devils auf 13 Torschüsse, Ewood auf 12. Das war kein Ballbesitzfußball mit eingebauter Einschlafgarantie, sondern ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams regelmäßig den Torhütern Arbeit verschafften. Die Gäste wechselten zur Pause zweimal: Jörn Overgaard und Julian Gomez machten Platz für Seppo Nyman beziehungsweise Bruno Terinese. Der Spielfluss blieb dennoch ruppig. Joel Thuringer sah in der 35. Minute Gelb, Taylor Haddock folgte vier Minuten später. In der 88. Minute wurde es für Haddock endgültig bitter: Nach seiner zweiten Verwarnung - die Ereignisdaten führen eine Rote Karte - musste der Linksverteidiger vom Platz. Die Rovers mussten die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Manchester warf noch einmal alles nach vorne. Doch selbst neun Minuten Nachspielzeit reichten nicht zum Siegtreffer. Adam Townsend hatte für Ewood in der 91. Minute sogar noch eine letzte Möglichkeit. So blieb es beim 1:1 (0:1), einem Resultat, das beide Trainer mitnehmen können - auch wenn Meier vermutlich lieber drei Punkte und Trajes lieber elf Spieler auf dem Platz gehabt hätte. Kurz gesagt: Die Devils hatten mehr Ball, die Rovers mehr Mut zum Risiko. Am Ende bekam jeder einen Punkt - und der Schiedsrichter vermutlich die meisten kritischen Blicke. 20.09.2026 21:10 |
Sprücheklopfer
Ich dachte, der Torwart darf im Strafraum die Hände benutzen.
Oliver Kahn nachdem er in Rostock mit beiden Fäusten ein Tor erzielt hatte und dafür vom Platz gestellt worden war