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Primeira Liga | 11. Spieltag | 21.08.26 | SC Matosinhos - SC Porto 2:1 Die Gastgeber starteten druckvoll, ohne dabei in blinden Aktionismus zu verfallen. Trainer Andreas Godejohann hatte seine Elf offensiv, aber ausgewogen eingestellt. Über die Flügel sollte es gehen, im Passspiel blieb man variabel, auf aktives Pressing verzichtete Matosinhos allerdings. Porto wiederum agierte ebenfalls offensiv und wollte bei Rückstand nachsetzen. Ein Plan, der auf dem Papier geduldig aussah und auf dem Rasen bald deutlich ungeduldiger wurde. Schon in der vierten Minute prüfte Callum Dunne den portugiesischen Schlussmann Jose Quaresma. Sechs Minuten später folgte der nächste Versuch, wieder durch Kai Payne. Dunne blieb der auffälligste Mann der Anfangsphase: In der 11., 20. und 24. Minute tauchte er erneut gefährlich vor dem Tor auf. Man konnte beinahe den Eindruck gewinnen, der rechte Flügel habe persönlich beschlossen, das Spiel im Alleingang zu eröffnen. Porto kam in der 16. Minute durch Lucas Roades erstmals zu einer nennenswerten Gelegenheit. Doch Matosinhos blieb die aktivere Mannschaft. In der 31. Minute versuchte es Adam Wiltshire aus dem zentralen Mittelfeld, kurz darauf Payne. Die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sichtbar mehr vom Spiel und kontrollierten mit 52,97 Prozent Ballbesitz auch statistisch knapp das Geschehen. Kein erdrückendes Übergewicht, eher die höfliche, aber bestimmte Art zu sagen: "Wir hätten den Ball jetzt gern zurück." In der 35. Minute wurde der Aufwand belohnt. Vicente Xavier bereitete vor, Callum Dunne vollendete zum 1:0. Der Treffer war die logische Konsequenz aus Matosinhos’ energischem Beginn - und für Dunne die passende Antwort auf seine zuvor vergeblichen Anläufe. "Irgendwann musste einer davon hineingehen", hätte der Torschütze nach dem Abpfiff wohl gesagt. Tatsächlich liegen keine wörtlichen Spielerzitate vor; sicher ist nur, dass sein Tor die Stimmung im Stadion nachhaltig verbesserte. Porto blieb gefährlich. Filipe Mendes zwang die Abwehr noch vor der Pause zweimal zum Nachdenken, allerdings ohne den Ausgleich zu erzielen. Mit der knappen Führung ging Matosinhos in die Kabine, während Trainer Philipp Kobler vermutlich daran erinnerte, dass acht Torschüsse nicht automatisch ein Tor ergeben. Eine pädagogisch wertvolle, für Porto aber wenig hilfreiche Erkenntnis. Nach dem Seitenwechsel schlug der Gast zurück. In der 52. Minute traf Silvestre Antunes nach Vorarbeit von Vitor Capucho zum 1:1. Porto war nun wacher, Mendes und Antunes sorgten für Unruhe, und kurzzeitig sah es so aus, als könnte Matosinhos seine offensive Linie teuer bezahlen. Doch die Hausherren antworteten. Nael Maniche hatte bereits in der 71. Minute eine Chance, in der 77. Minute machte er es besser: Der Mittelstürmer erzielte das 2:1 und brachte Matosinhos erneut in Führung. Porto drängte anschließend auf den Ausgleich, doch die Gastgeber verteidigten konzentriert. Auch Payne und Vicente Xavier blieben offensiv präsent, während Porto bis in die Nachspielzeit um eine letzte Gelegenheit rang. In der 95. Minute flog Dylan Primes mit Rot vom Platz. Ein bitterer Schlusspunkt für Porto, das damit endgültig keine Argumente mehr hatte - außer vielleicht dem Hinweis, dass der Abend ohnehin schon lang genug gewesen sei. Matosinhos gewinnt verdient. Godejohanns Mannschaft war torgefährlicher, gewann auch die Zweikampfquote knapp mit 53,07 Prozent und zeigte vor allem eines: Wer 14-mal schießt, darf sich über drei Punkte durchaus beschweren - aber bitte nur aus Bescheidenheit. 21.08.2026 23:49 |
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Wenn kein Sprit im Tank und die Birne leer ist, läuft nichts.
Rainer Calmund