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Premier Division | 2. Spieltag | 25.10.26 | Monaghan Magics - Waterford Reds 1:0 Am Ende stand ein 1:0 (1:0) für Monaghan - und die Erkenntnis, dass Fußball nicht immer der gerechteste, dafür aber ein erstaunlich konsequenter Sport sein kann. Waterford begann mit beträchtlichem Nachdruck. Bereits in der zweiten Minute prüfte Luke McAteer Monaghans Torhüter Simon Martens, drei Minuten später wiederholte der 17-Jährige die Übung. In der neunten Minute folgte Versuch Nummer drei. McAteer wirkte, als habe er sich vorgenommen, den Abend entweder mit einem Tor oder einer persönlichen Schussstatistik zu beenden. Am Ende wurde es Letzteres. Auch Hartmut Siebert, Michael Corraface, Archie Harte und später George Beglin beteiligten sich am Dauerbeschuss. Waterford hatte 54,1 Prozent Ballbesitz, spielte nach der Pause aktiveres Pressing und drängte Monaghan immer wieder tief in die eigene Hälfte. Die Reds waren dabei keineswegs harmlos, sondern mitunter so engagiert, dass Trainer Costa Brava an der Seitenlinie vermutlich am liebsten selbst einen zusätzlichen Ball ins Spiel geworfen hätte. Doch in der 14. Minute schlug Monaghan zu. Nach Vorarbeit von Archie Harte traf Andrew Beglin aus dem rechten Mittelfeld zum 1:0. Es war Monaghans erster und zugleich entscheidender Treffer - ein Tor mit dem Wirkungsgrad eines Notfallknopfes. Harte hatte kurz zuvor selbst auf das Tor geschossen; diesmal fand sein Zuspiel den besseren Abnehmer. "Wir wollten geduldig bleiben", erklärte Beglin nach dem Abpfiff sinngemäß. "Und als sich die eine große Möglichkeit ergeben hat, haben wir sie genutzt." Eine bemerkenswert höfliche Beschreibung eines Spiels, in dem Waterford die Chancen praktisch im Dutzend anlieferte. Kurz vor dem Seitenwechsel musste Waterford reagieren. Joan de la Fuente kam für Eric Pederson, der in der 13. Minute die Gelbe Karte gesehen hatte. Zur Halbzeit wurde zudem Luke McAteer durch Luke Delap ersetzt. McAteer hatte bis dahin sechsmal auf das Tor geschossen, aber eben nicht getroffen. Fußball kann grausam sein, besonders für Stürmer, die ihre eigene Torbilanz mit Nachdruck verbessern möchten. Nach der Pause änderte sich am Grundbild wenig. Waterford presste, Monaghan verteidigte. Die Magics blieben offensiv ausgerichtet, verzichteten aber auf aktives Pressing - eine Taktik, die im Stadion zunächst nach Mutlosigkeit aussah und mit fortschreitender Spieldauer immer mehr nach ausgeklügelter Überlebenskunst. "Wir haben heute nicht alles schön gemacht, aber sehr viel richtig", hätte Brava nach dem Spiel wohl kaum sagen können. Tatsächlich dürfte der Waterford-Coach eher nach Worten gesucht haben, die sich drucken lassen. Siebert schoss in der 58. und 82. Minute, Delap versuchte es in der 76. und 87. Minute, Topal in der 68. Minute. Doch Monaghans Abwehr um Alberto Zuloaga hielt stand, während Martens seinen Kasten sauber hielt. Die Magics hatten nur 45,9 Prozent Ballbesitz, gewannen weniger Zweikämpfe - und trotzdem die Partie. Als der Schlusspfiff ertönte, sahen die Monaghan-Spieler aus, als hätten sie gerade einen besonders langen Versicherungsfall abgeschlossen. Waterford dagegen hatte 21 Argumente für einen Punktgewinn, aber kein einziges für ein Tor. So bleibt ein 1:0, das nicht schön war, aber wunderbar wirksam. In der Tabelle zählen bekanntlich keine Stilnoten. Und zum Glück auch keine Schusszähler. 25.10.2026 21:07 |
Sprücheklopfer
In diesem Drecksspiel hätte ich zehn Akteure auswechseln können.
Felix Magath