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Mönchengladbach zerlegt die Adler: 7:0 nach einer einseitigen Lehrstunde

Landesliga 7 | 21. Spieltag | 08.10.26 | Mönchengladbach - Adler Stuttgart 7:0

Mönchengladbach - Um 20.15 Uhr begann am 21. Spieltag der Landesliga 7 ein Fußballspiel. Nach 90 Minuten war zumindest die Frage beantwortet, wer an diesem Abend die Flügel ausbreiten durfte: Mönchengladbach. Die Gastgeber besiegten die Adler Stuttgart mit 7:0 (3:0) und machten aus dem Duell vor 1505 Zuschauern eine bemerkenswert deutliche Angelegenheit.

Die erste Warnung gab es bereits in der 1. Minute. Jörg Konrad prüfte die Stuttgarter Defensive, kurz darauf tat es Heidar Lindstrom. Die Adler hatten da vermutlich noch damit zu tun, sich auf dem Platz zu sortieren. In der 12. Minute war die Ordnung jedenfalls endgültig dahin: Vincent Benito traf zum 1:0.

Benito, gerade einmal 18 Jahre alt, hatte offenbar Gefallen an der Angelegenheit gefunden. In der 23. Minute legte der linke Angreifer nach - diesmal mit Unterstützung von Francisco Postiga. "Ich habe gesehen, dass der Ball heute nicht besonders schüchtern war", sagte Benito nach dem Spiel mit einem Grinsen. "Da musste ich ihn eben öfter ins Tor schicken." Eine Erklärung, die sportlich nicht ganz vollständig, aber immerhin sympathisch war.

Mönchengladbach spielte offensiv, ohne kopflos zu werden. Die taktische Marschroute von Trainer Luca Orlando war klar: Druck machen, aber nicht blind drauflosrennen. 58,8 Prozent Ballbesitz sammelten die Gastgeber, dazu kamen 21 Torschüsse. Die Adler Stuttgart brachten es offiziell auf keinen einzigen. Das ist jene Statistik, die man als Trainer gern mitnimmt und als Gegner möglichst schnell vergisst.

In der 33. Minute erhöhte Ramon Jorge nach Vorlage von Kevin Böhm auf 3:0. Zur Pause war die Begegnung entschieden, auch wenn Fußballspiele gelegentlich behaupten, sie könnten noch Überraschungen bereithalten. Dieses hier hatte offenbar keine Lust auf Dramaturgie.

"Wir wollten konzentriert bleiben und nicht anfangen, das Ergebnis zu verwalten", erklärte Orlando sinngemäß in der Kabine. Ein Satz, den Fußballtrainer gern sagen, wenn sie hoffen, dass ihre Mannschaft trotz komfortabler Führung nicht plötzlich jeden Angriff mit einem Rabona abschließt. Mönchengladbach hielt sich daran - zumindest weitgehend.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff schlug Benito zum dritten Mal zu. Heidar Lindstrom hatte vorbereitet, der junge Angreifer vollendete zum 4:0 und krönte damit seinen Abend. Stuttgart versuchte, sich gegen die rollende Angriffswelle zu stemmen, blieb aber ohne Abschluss. Mönchengladbach gewann zudem knapp 60 Prozent der Zweikämpfe und ließ den Gästen kaum Raum, in dem sich ein Comeback hätte verstecken können.

In der 56. Minute brachte Orlando Thierry Gross für Björn Bloch, später kam Claus Vetter für Benito. Auch im Tor wurde gewechselt: Benjamin Bancroft ersetzte in der 74. Minute Luka Stumpf. Am Spielbild änderte sich nichts.

Im Gegenteil: In der 76. Minute traf Jörg Konrad zum 5:0, Tomas Köhler hatte aufgelegt. Nur eine Minute später war Francisco Postiga erfolgreich. Der Innenverteidiger, der zuvor schon als Vorbereiter geglänzt hatte, schaltete nun selbst auf Torjäger um. "Hinten dicht und vorne gefährlich - heute hat beides funktioniert", sagte Postiga. Man könnte hinzufügen: vorne sogar mehrfach.

In der 86. Minute setzte Postiga mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. 7:0. Mönchengladbach hatte seine Chancen genutzt, die Adler Stuttgart dagegen nicht einmal eine vorzeigbare Antwort gefunden. Die Fans durften zufrieden nach Hause gehen. Und die Anzeigetafel bekam an diesem Abend mehr Aufmerksamkeit als mancher Stuttgarter Angriff.

08.10.2026 20:55
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