Diarios de Futbol
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Newells Men legt Flamengo im Hinspiel mit 2:0 auf die Matte

Copa Libertadores | Achtelfinale - Hinspiel | 27.07.26 | Newells Men - CF Flamengo 2:0

59.000 Zuschauer, zwei Tore und ein Stadion, das sich zeitweise anfühlte wie ein überdimensionierter Presslufthammer: Newells Men hat das Achtelfinal-Hinspiel der Copa Libertadores gegen CF Flamengo mit 2:0 gewonnen. Die Mannschaft von Stefan Liebe verschaffte sich damit eine komfortable, wenn auch keineswegs sorglose Ausgangslage für das Rückspiel. Flamengo dagegen nahm außer reichlich Ballbesitz vor allem die Erkenntnis mit, dass der Ballbesitz allein leider keine Tore schießt.

Dabei begann die Partie mit einem kleinen Warnsignal für die Gastgeber. Bereits in der ersten Minute prüfte Luke Greenwald die Defensive von Newells Men. Die Antwort folgte prompt: Nael Pero zog in der zweiten Minute ab, Bernardo Benitez und Nevio Capone legten in der Anfangsphase nach. Es war früh zu erkennen, dass Newells nicht gekommen war, um sich die Sehenswürdigkeiten der Copa Libertadores anzusehen.

"Wir wollten sofort zeigen, dass wir zu Hause bestimmen, wie dieses Spiel läuft", sagte Trainer Stefan Liebe später. "Am Anfang waren wir vielleicht ein bisschen zu ungeduldig. Aber lieber mit Feuer als mit einer Bedienungsanleitung auf dem Platz."

Newells hatte zwar nicht deutlich mehr vom Ball - 49,3 Prozent standen 50,7 Prozent für Flamengo gegenüber -, dafür aber die besseren und zahlreicheren Abschlüsse. Insgesamt kamen die Gastgeber auf 17 Torschüsse, Flamengo auf neun. Der Unterschied lag weniger in der Statistik als in der Wucht, mit der Newells seine Angriffe vortrug.

In der 25. Minute war es dann so weit. Alejandro Sa Pint setzte sich in der Offensive durch und brachte Newells Men mit 1:0 in Führung. Marcos Llorente war an der Entstehung beteiligt, und die 59.000 auf den Rängen reagierten, als hätte jemand im Stadion den Stecker in eine Steckdose gesteckt. Flamengo hatte zuvor ebenfalls einige Nadelstiche gesetzt, doch der Treffer der Gastgeber war die logische Belohnung für deren größere Zielstrebigkeit.

"Ich dachte kurz, der Ball sei schon verloren", erklärte Sa Pint mit einem Grinsen. "Dann lag er plötzlich vor mir. In solchen Momenten fragt man nicht lange nach, sondern schießt."

Flamengo kam nach der Pause mit mehr Elan zurück. Lovre Jurcevic und Emilio Helguera suchten den Abschluss, Fernando Coelho versuchte, das Spiel aus dem Mittelfeld zu beschleunigen. Doch Newells verteidigte aufmerksam und brachte die Zweikämpfe mit einer Quote von 52,3 Prozent etwas häufiger auf seine Seite. Die Gäste wirkten bemüht, aber nicht zwingend genug - ungefähr so, als würde man vor einer verschlossenen Tür stehen und höflich anklopfen.

In der 58. Minute schlug Newells erneut zu. Miguel Sousa erhöhte auf 2:0, Nael Pero lieferte die Vorarbeit. Der Treffer nahm Flamengo sichtbar den Schwung und gab den Gastgebern jene Sicherheit, die man im Hinspiel eines K.-o.-Duells gerne besitzt. Nicht die Sicherheit eines Teams, das schon durch ist - eher die eines Teams, das den Schlüssel zum Rückspiel immerhin nicht verlegt hat.

"Das zweite Tor war wichtig, aber wir wissen, dass noch nichts entschieden ist", sagte Liebe. "Flamengo hat Qualität. Wir werden im Rückspiel nicht mit zwei Toren Vorsprung im Gepäck schlafen gehen."

Auch Flamengo-Trainer Dino Ma blieb sachlich. "Wir hatten den Ball, aber Newells hatte die besseren Momente", lautete seine nüchterne Analyse. "Das müssen wir ändern. Sonst wird das Rückspiel sehr lang."

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Flamengo erhöhte den Druck, Newells musste nach der Verletzung von Sousa umstellen. Nelio Caneira sah bei den Gästen Gelb, Llorente wurde in der Nachspielzeit ebenfalls verwarnt. Torwart Roman Weidenfeller kam kurz vor dem Ende für Duarte Rodriguez ins Spiel und half dabei, den Vorsprung über die letzten Minuten zu bringen.

Am Ende blieb es beim 2:0. Newells Men hat vorgelegt, Flamengo muss im Rückspiel nachlegen. Und zwar nicht nur beim Ballbesitz.

27.07.2026 19:10
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Der Jürgen ist ein Weltmann. Er war ja immer ein Gegenpool zu mir.
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