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Nilsson rettet Nitra - Gerechtes 1:1 zum Ligaauftakt gegen Raca Bratislava

Der Ball rollt wieder in der 1. Liga Slowakei, und gleich am ersten Spieltag boten Trogari Nitra und Raca Bratislava den 38.478 Zuschauern im Nitra-Stadion ein Spiel, das man wohl am besten als "kontrolliertes Chaos mit Stil" beschreiben könnte. Nach 90 intensiven Minuten trennten sich beide Teams mit einem 1:1 - ein Ergebnis, das so gerecht war, dass selbst der Linienrichter am Ende zufrieden nickte.

Raca begann forsch, als hätten sie die Winterpause im Fitnessstudio verbracht. In der 8. Minute prüfte Igor Demo zum ersten Mal Nitras Keeper Salvador Gama - der reagierte so gelassen, als würde er sonntagmorgens seine Zeitung lesen. Doch Bratislava blieb dran, und in der 28. Minute belohnte sich das Team: Peter Medved, der erfahrene Linksaußen, zog nach Pass von Frederic Gauthier trocken ab. Der Ball zischte flach ins rechte Eck, Gama streckte sich vergeblich. 0:1 - und die mitgereisten Fans aus der Hauptstadt jubelten, als gäbe es Freibier.

"Wir haben in der Phase ein bisschen zu höflich verteidigt", knurrte Nitras Trainer Chris Armstrong später. "Meine Jungs dachten wohl, Medved sei ein alter Freund, den man nicht stören darf."

Doch Nitra wäre nicht Nitra, wenn sie sich von einem Gegentreffer aus der Ruhe bringen ließen. Das Team übernahm zusehends die Kontrolle - 51,5 Prozent Ballbesitz sprechen eine klare Sprache, und mit 16 Torschüssen gegenüber 9 der Gäste waren sie offensiv deutlich präsenter. Besonders der junge Schwede Gabriel Nilsson zeigte, warum man ihn im Sommer verpflichtet hat. Erst scheiterte er in der 36. Minute, dann in der 38. - doch in der 40. Minute machte er alles richtig. Nach einem langen Ball von Innenverteidiger Antonio Ibanez nahm Nilsson den Ball elegant mit und schlenzte ihn über den Keeper - 1:1!

"Ich hab einfach gedacht: Wenn ich’s jetzt nicht mache, muss ich’s beim nächsten Training doppelt laufen", grinste Nilsson nach dem Spiel. Der 20-Jährige ist offenbar nicht nur schnell auf den Beinen, sondern auch im Kopf.

Das Publikum tobte, und für einen Moment wirkte das Stadion wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Armstrong klatschte begeistert in die Hände, während ein älterer Zuschauer in der dritten Reihe rief: "Der Junge ist besser als mein Schwiegersohn!" - was vermutlich niemand anzweifelte.

Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Raca versuchte es immer wieder mit Igor Demo und Olivier Doucet über die Flügel, doch Nitras Abwehr stand stabil. Lediglich einmal, in der 67. Minute, wurde es richtig gefährlich, als Doucet aus spitzem Winkel knapp verzog. Auf der anderen Seite blieb Nilsson der Unruheherd schlechthin, verfehlte aber in der 81. und 90. Minute jeweils knapp das Tor.

In der 59. Minute sorgte Jozef Janocko mit einer Gelben Karte für Farbe im Spiel, kurz darauf musste der junge Pol Aznar verletzt runter - Trainer Armstrong brachte Harsanyi, der sich nahtlos einfügte und gleich mit zwei Distanzschüssen auffiel. "Das ist Fußball", seufzte Armstrong. "Du machst einen Plan, und dann lacht dich das Schicksal aus."

Racas Trainer wirkte nach Abpfiff dagegen erstaunlich gelassen. "Ein Punkt auswärts - das unterschreibe ich immer", meinte er und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Vor allem, wenn Nitra so viele Chancen liegen lässt."

Statistisch gesehen war Nitra näher am Sieg, doch es fehlte der letzte Punch. Die 53 Prozent gewonnene Zweikämpfe und das ausgewogene Passspiel (meistens eher sicher als spektakulär) zeigen: Das Team hat Struktur, aber noch Luft nach oben.

In der Nachspielzeit hatte Gauthier noch eine Riesenchance, doch Gama rettete souverän. Danach war Schluss - und beide Mannschaften wussten: Das war ein Auftakt, der Mut macht.

"Das Ergebnis fühlt sich an wie ein Espresso ohne Zucker", kommentierte Armstrong zum Abschluss. "Wach macht’s trotzdem, aber man hätte’s gern etwas süßer gehabt."

Und so gingen die 38.478 Zuschauer mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause. Kein Spektakel, aber ehrlicher Fußball, ein gerechtes 1:1, und zwei Teams, die wissen: Die Saison ist lang - aber wenn man so spielt, wird sie garantiert nicht langweilig.

30.05.643990 00:32
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Ich habe ihn liquidiert. Wenn er etwas will, soll er sich vorher seinen Ausweis anhängen, damit seine Mutter ihn nicht nur an der Blutgruppe erkennt.
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