// Startseite
| Football Today |
| +++ Sportzeitung für England +++ |
|
|
|
Pokal | 2. Runde | 28.09.26 | Nottingham Foresters - Swindon Town 9:8 Dabei begann der Abend mit der Effizienz einer gut geölten Pokalmaschine. Nottingham benötigte nur vier Minuten, um in Führung zu gehen. Lucas Bloomfield traf nach Vorarbeit von Jonas Hofmann zum 1:0. Swindon antwortete in der zehnten Minute durch Lucas Hennessy, ehe Paulo Rielo die Gastgeber nach einer Viertelstunde - vorbereitet von Alexander Bostwick - erneut nach vorn brachte. Zur Pause stand es 2:1. "Wir wollten geduldig bleiben", sagte Nottingham-Trainer Leon Löwe später. "Nach fünfzehn Minuten war die Geduld allerdings kurz im Urlaub." Swindon hatte zwar mehr vom Spiel und kam am Ende auf 56,4 Prozent Ballbesitz. Doch Nottingham hielt mit direktem Spiel und einer zunächst ausgewogenen Ausrichtung dagegen. Die Foresters kamen insgesamt auf sieben Torschüsse, Swindon dagegen auf 20. Zahlen, die normalerweise auf einen gemütlichen Auswärtssieg hindeuten. Normalerweise. Kurz nach dem Seitenwechsel drehte Swindon die Partie. Connor Linney glich in der 52. Minute aus, zwei Minuten später brachte Bradley Cromwell die Gäste erstmals in Führung. Nottingham wirkte nun angezählt, aber nicht erledigt. Evan Ross sorgte in der 60. Minute nach einem weiteren Zuspiel von Hofmann für das 3:3 - und damit für den Spielstand, der bis zum Ende der regulären Spielzeit Bestand hatte. "Ich dachte zwischendurch, der Ball sei schon im Urlaub und wir müssten ihn nur noch zurückholen", soll Swindon-Coach Barney Cheep mit Galgenhumor bemerkt haben. Seine Mannschaft hatte das Spiel weitgehend unter Kontrolle, schoss immer wieder auf das Tor und zwang Nottingham tief in die eigene Hälfte. Doch Torchancen sind bekanntlich keine Tore, und Pokalabende haben ihre eigene, gelegentlich boshafte Gesetzgebung. Die Partie wurde zunehmend hitziger. Nottingham-Verteidiger Luke O’Brien sah in der 12. Minute Gelb und musste nach einer weiteren Verwarnung in der 72. Minute vom Platz. Swindon bekam in der 111. Minute ebenfalls einen Platzverweis: Virgil van Dijk sah Gelb-Rot. Dazwischen sammelten beide Teams weitere Karten, als wäre das Schiedsrichtergespann auf Bonuspunkte aus. In der Verlängerung blieb Swindon offensiv gefährlicher, doch Nottingham rettete sich ins Elfmeterschießen. Dort wurde aus Fußball endgültig Psychologie. Juan Pablo Perales, Hofmann, Filippo Villa, Bostwick, Joseph Ackland und Luke Gady trafen für die Gastgeber; Rielo scheiterte. Für Swindon verwandelten Leon Boyle, Joseph Hawn, Charles Farnsworth, Andrew Hathaway und Hennessy. Cromwell und Declan Rice vergaben. "Beim letzten Elfmeter habe ich nicht hingeschaut", erzählte Löwe angeblich. "Das war taktisch klug - und medizinisch notwendig." Am Ende stand das spektakuläre 9:8. Nottingham hatte weniger Ballbesitz, deutlich weniger Torschüsse und zeitweise nur neun Spieler auf dem Platz. Aber die Foresters hatten den längeren Atem - oder einfach den besseren Zugang zum Chaos. Swindon darf sich mit 20 Torschüssen trösten. Nottingham mit der nächsten Pokalrunde. Und 12.500 Zuschauer dürfen behaupten, an diesem Abend wirklich alles gesehen zu haben. Na gut: fast alles. 28.09.2026 19:52 |
Sprücheklopfer
Grundsätzlich muss man sich überlegen, ob man dann weitermacht. Aber ich lasse mir da Zeit, ich denke da kurzfristig.
Rudi Völler nach dem 1:5 gegen England